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bet das gute standhaft , und forschet nach demselben . Sein Leben ist gleichsam eine Lobeserhebung der Tugend . Er machet sie liebenswürdig . Die \r' Klugheit und Ehre sind beständig die Regel seiner Handlungen gewesen» Er giebt dem Verdienste andrer Leute mit Vergnügen Äeyfall , und mag nichts von ihren Fehlern wissen . Wenn er diesels ben nicht mit gut Stillschweigen übergehen kann , so setzet er sie unter die menschlichen Schwachheiten und Unvollkommenheiken unsers Wesens . ne Seele ist nicht in den Finsternissen seines zen ? verschlossen . Sie zeiget sich an seiner gan - zen Person . Seine Zunge , seine Augen , sein Gesichte und seine Gedanken sind derselben noch nie entgegen gewesen . Da er überzeuget ist , daß das Betragen eines Menschen , welcher sich im Kopf setzte , ganz allein klug zu seyn , nach der Thorheit schmecken würden , so folget er den Grillen derWelh ohne deren Sclave zu seyn ; er unterwirft sich den Veränderungen des Geschmacks , ohne dieselben gut zu ljcisscfc . Er ist ein Mann , der sich in alle Stände zu schicken weiß .
Stellet Eudoxum ausdie verschiedenen Schau - platze der Wclt ; er wird seine Rolle darauf gleich gut spielen . Er besitzet alle Tugenden , ohne die Fehler , die ihnen nahe kommen , an sich zu ha - ben . Er ist angenehm , ohne Abgeschmacktheit , gefällig , ohne Niederträchtigkeit , höflich ohne Ge - zwungenheit , wahr und aufrichtig ohne Stren - ge , und wohlthatig ohne Ruhmredigkeit» Er ist
I Z alles ,

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