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dient der ins große handelnde Kaufmann mit allen Nationen der Welt stehet , verschaffet ihm viele Mittel und Gelegenheiten , seinen Credit und sei - ne Schätze zu vermehren , Hülssmittel , die ein schlechter Kaufmann nicht hat , weil dessen Hand - luug nur auf gewisse und besondere Corresponden ; eingeschranket ist .
Eö ist dann also ein bloßer Vorzug unfter Meynung , nichts als eine außerordentliche Ei - genliebe , die uns zu glauben treibet , daß es un - fern Geschmack und unsre Vernunft beleidigen würde , wenn wir da etwas gutes finden wollten , wo wir dergleichen nicht anzutreffen vermeynen .
Diese Denkungsart kommt oft vom Neide her ; es würde mir aber nicht viel Mühe kosten , zu beweisen , daß sie die Eigenschaften eines zogenen Menschen verdirbt . Wenn ich mich bey Betrachtung eines Fehlers aufhalte , so glaube ich dadurch nicht von meinem Gegenstande abzus gehen . .
Die Gründe , durch welche ich solches zu be - streiten suche , sind eben so viele Bewegungsgrün - de , die den Gedanken fest fetzen , daß er mit dem Charakter eines galanten Menschen nicht bestehen kann . Der Neid setzet die Menschlichkeit herun« ter . Er ist eine Wirkung des Stolzes , der sich bey andrer Leute Verdienst verletzt zu seyn bet . Der Haß , den die Neidischen selbst gegen I ein -

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