ne Sache laß thun , heisset gar nichts thun . Ue - brigens bringet diese gezwungene Nachläßigkeit nothwendig die Vergessung einiger kleinen ten , einiger feinen Achtungen mit sich , die einer I achtsamen Person nicht entwischen . Ein Mensch , der in allem , was er verrichtet , fleißig ist , und der alles mit einer guten , zusammenhangenden und ungezwungenen Art verrichtet , kann unsre Hochachtung und Wohlgewogenheil weit eher er - - warten , als ein anderer , der an und vor sich selbst weit verführerischer ist , aber sich bisweilen verges - sen kann .
Das gezwungene Nachahmen kann sich bis - weilen mit der Schmeicheley vermengen . dann verführet es nach der Ehrfurcht , die alle Menschen gerne wollen erwiesen haben , ob sie schon Feinde von dem Zwange sind , der sie begleitet» Wenn aber diese Gezwungenheit ohne diesen Vor - zug bestehet , der ihr noch zur Entschuldigung biet ncn könnte , so ist sie zu gleicher Zeit unangenehm und beleidigend . Denn der erste Schritt , den wir zur Höflichkeit thun , muß der seyn , daß wir nicht beleidigen .
Ein liebenswürdigerMensch zu werden , muß man auch noch gänzlich von Vorurtheilen frey seyn« Die Vorurtheile geben unserm Witze eine ganz falsche Wendung , und ein verkehrter Witz ist weit unerträglicher , als die häßliche Gestalt . So lange wir unter dem Joche d«r Vorurtheile
sind ,

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