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Schönen , und das Schlechte dem Guten hen . Allein , fragen wir mit Erstaunen , wie kön - nen sie denn dasjenige verwerfen , was ihrer Sache nach liebenswürdig ist , und wie können sie hinge - gen nach Dingen streben , für welche sie einen Ekel haben ? sind wir nicht berechtiget zu denken , daß Niit einem solchen Betragen , eine ausserordentliche Thorheit oder eine seltsame Lust ihrer Begierden zu zähmen verknüpft sey ? Sie haben , so zu sagen , eine krebsgängige Philosophie , die alles durch Ge - gentheile beweiset . Ihr Verfahren verlaugnet »hre Grundsätze offenbarlich . Man höret sie tag - lich nach dem Glücke seufzen und sie fliehen es doch . Sie wollen , sagen sie , glücklich seyn , und sie zeigen uns zu gleicher Zeit , daß sie gar keine Verfassung haben , es zu werden , weil nichts fähig ist , sie zu vergnügen .
Wemr man das Unglück hat , daß man mit dieser verwünschten Neigung geboren worden , daß man nehmlich nur das Schlechte aus einer Sa - • che klaubt , so bleibet man mir dieser Bosheit ten nur bey den Werken der Kunst . Man bet sie bis auf die Laster , Fehler und Lächerlich - ketten der Personen . Eö ist solche oft die Quelle des beißenden Witzes , der Verläumdung und des Neides . Nach alledem so ist es eineunsrer Haupt - pflichten , daß wir , so viel in unsern Kräften sie - het , zur Glückseligkeit und Vollkommenheit un - fers Nächsten beytragen . Diese Geister , die so Hhmcrzlich zu vergnügen sind , sollten also in einer
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