böse euch die Menschen sind , so findet man doch noch welche , die wenigstens etwas gutes an sich haben und solches gebrauchen . Allein , die Un - empfindlichkeit ist ein 'langsames und böses Gift , welche alle Tugenden gleichsam in einet Schlaf - sucht halt . Sie schläfert unsere Seele ein . Sie machet so zu sagen , daß alle Triebfedern verrosten , U» d hemmet ihren Lauf . Diese unnützliche Lasten der Erde , diese weichliche und träge Geister , wis * sen nicht , daß sie Glieder der Republic sind . Die Hand des Schöpfer har uns nicht für uns selbst , sondern für die menschliche Gesellschaft gebildet . Wir sind schuldig , dein Publico von unfern pfangenen Gaben Rechnung abzulegen . Ich lese des Grafen von Rochester schöne Satyre über den Menschen allemal mit einein neuen Vergnügen : ich bewundre aber hauptsächlich , was er gegen die unempfindlichen Mei , schar sagt , die das höchste Glück in eine strafbare Trägheit zu legen scheinen .
Er saget :
" Andre Irrthümer , andre Fehler . Ver - " achtungswerther Sterblicher , der du durch " dich selbst zu der Langwüi igkeit der Ruh« " verdammt und auf deine Unempfindlichkeit " stolz bist , was machest du ? antworte mir» " Was ich mache ? ich denke . Nein , Elen - " der , du denkest nicht ; du schläfst . Du bist " der Erden unnütz und unter die Tobten zu " rechnen ; dein entkräfteter Geist lieget in " der faulen Weichlichkeit . Erwache ! sey

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