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und lernet ; u leben , euern vorigen Ruhm wieder zu erhalten , und euch nach so trefflichen dern , alle eure angenommene Lächerlichkeit wieder abzugewöhnen»
Unter die Eigenschaften eines wohlerzogenen Menschen rechne ich die besondere Achtsamkeit , alle Gelegenheiten zu ergreifen , darinnen er sich nützlich machen kann . Ich habe gesagt , daß er beständig geschäftig , wachsam und eifrig seyn müsse : daß er der menschlichen Gesellschaft den Geschmack seiner Gaben nicht verbergen dürfte ; daß er voll von der Begierde zu gefallen , in den verschiedenen Fällen alle Kräfte feiner Seelen ent - wickeln , und sein Geist niemals in einer gewissen Trägheit seyn müßte , welche seinen Absichten scha - den würde . Also ist der zweyte Fehler , der sich seinem Character widersetzt , eine mäßige Unem - jmdlichkeit , die alle unsre Emfindüngen fert . Die Flatterhaftigkeit gleichet den unbestän - digen Winden , welche cin Schiff bald nach Nor - den und bald nach Süden treiben . Die Unrni - pfindlichkeit aber kann der allgemeinen Meerstille ' verglichen werde . ' ! , die da macht , daß ein Schiff gar nicht fahren kann . Alle beyde hindern es , in den Hafen zu kommen . Ich weis aber nicht , wa - rum die Welt für besagteil Fehler so viel Nach - ficht hat , die man niemals rechtfertigen kann , weil sie von allen Lastern das schädlichste ist .
Es ist fast keine lasterhafte Eigenschaft , die so wie sie gänzlich mit allen Tugenden stritte» So
H böse

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