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gefallen , wenn man im Elende lebt , und wenn man die Sorgen der Nahrung mit in Gesellschaft bringt . Man muß allezeit gezwungen mit den Personen umgehen , von denen man Lcbensunter - halt erwartet» Unser ganzes Betragen hat dann einen gewissen Zwang an sich , welcher be - schwerlich ist . Die traurige , die demüthige Mie - ne , mit welcher wir erscheinen , ist allein fähig das Mitleiden zu erwecken . Diese von uns'erregte . Empfindung verhindert , daß man in uns die benswürdigen Gaden sucht . Man glaubet uns genug zu begünstigen , »Venn man es bei ) diesem er * fien Eindrucke bewenden läßt .
Das Gluck istvon jedermanns Wünschender einzige Gegenstand ; wenn man aber recht Acht darauf hat , so wird man zugeben , daß solches in unsrer Macht beruhet . Denn in der That , so sind unter den Menschen einige bloß unglücklich , weil sie nicht in einer Verfassung stehen , die sie doch ohne gross« Schwierigkeit hätten erlangen können . Ist es denn damit genug , daß wir unfcr Wohl bloß wünschen ? ist es uns verboten , daß wir um dessen Erwerbung arbeiten ? es liegt bloß an euch , der Schmidt eures Glückes zu feyn . Ich sage es noch einmal : ihr habt das Glück in euren Händen« . Laßt uns also alle Mühe gebrauchen uns desselben zu versichern . Die Mühe aber , welche hierzu genug ist , ist von so wenig Erheblichkeit , daß man sie nnhr ein Ergetzen , als eine Arbeit nennen te . Wie viele Personen schmachten itzt in Kum - > mer , Verdruß und Elende , welche im Schoosse
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