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muß viel achtsaimr seyn , andre witzig zu machen , als sich selbst für witzig auszugeben»
Es kommen ; wey Leute in eine Gesellschaft . Sie haben alle beyde den Ruf , daß es geistreiche Köpfe sind . Der erste besonders stehet bey je - dermann in diesem Ruhnn Kaum hat er sich ge - - setzt ^ so fängt er an , ganz allein das Gespräche zu formiren . Er erschöpft alle Materien desDis - curses . Nichts entwischet ilM . Sein Gedächt - niß hilftihm getreulich . Es verschaffet ihm , ge - würzte und sinnreiche Dinge im Ueberfluß . Er weiß eine gute Anmerkung , oder eine feine und ' gründliche Critik wohl anzubringen - . Wenn ihr geredet habt , hat er allezeit noch etwas besserö zu sagen . Es ist euch fast verboten , nach ihm zu denken . Seine auf euch gerichtete Augen schei - nen zu fordern , daß ihr ihm mit Vergnügen zu - höret . Man gi^bt ihm gähnend Beyfall und schätzt sich für glücklich , daß man ihn aufstehen stehet , um anderwärts Beyfall zu holen , dessen er sich würdig glaubt . Der zweyte betragt sich auf eine ganz andre Art . Er pflichtet allen jenigen bey , so die Versammlung ausmachen . Er bringet innner Materien aufs Tapet , daß ihrdaran euern Witz üben und eure Gaben und Wissenschaf - ten zeigen könnt . Seine zuftiedne und aufmerk - fame Mine , mit welcher er euch zugehörek , saget euch gleichsam , daß ihr mehr Einsicht besitzet , als er . Wenn er selbst etwas sinnreiches hervorbrin - get , so eignet er euch geschicklich die Helfte davon zu . Der erste beschämet uns , der andre läßt uns
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