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Einen artigen Menschen muß keine von den Tugenden unbekannt seyn ; aber unter den Tugen ? den sind doch welche , die ihm besonders men . - Von deren Anzahl ist die Neigung , sich andre verbindlich zu machen . Die Vortheile der Gesellschaft kommen damit überein . Alle Men - schen befördern und machen einander ihr Glück . Alle sind sich einmüthigen Beystand schuldig» Mein Nächster hat Rechte über mein Herz erlanget . Ein Mensch von guter Geburt muß sich aber Haupt - sächlich durch sein Wohlthun unterscheiden ; denn bloß aus unfern Reden und Thaten kennet man unsre Empfindungen . Das Auge des Menschen kann nicht in das Innerste unserer Seelen drin - gen . Verborgene Tugenden sind fast allemal un - nütze Tugenden . Also kann eine Person , die von Natur geneigt ist , andre vergnüglich zu machen , diese innere Verfassung äußerlich durch nichts dar -

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