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sich einnimmt . Die Annehmlichkeiten können bis - weilen gar die Mängel der Natur verbessern . Ein« schöne Seele und ein feiner Verstand verbergen sich oft unter einer groben und rauhen Schale» Ale - dann straft ein Mensch seine Gestalt gleichsam Lü - gen . Seiner Häßlichkeit und Ungestaltheit ohnge - achtxt , kann er liebenswürdig ftyn ; allein , daß wir uns über dessen Ungeschicklichkeit kränken , so ist es ein Beweis , daß er uns noch mehr gefalle» würde , wenn er gleichförmiger wäre»
Alle Leute wünschen den Titel eines galanten und artigen Menschen zu haben ; alle möchten ne die ihm wesentliche Eigenschaften besitzen , und es Ware gut , wenn sie sich um deren Etlangung be - strebten» Wir bemerken aber gleichsam zu unserm Verdrusse , daß diejenigen , welche die Natur am ge - schicktesten gebildet , sich hierinnen vollkommen zu machen , von sich selbst am ungeneigtesten sind , eS zu werden» Diese Leute , welche den übrigen Theil der Menschen weit übertreffen , die wirmit derung und oft gar mit Neid ansehen , diese Leute , sind

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