scyn , was sie sind , aber ja vor allen nicht mehr zu seyn suchen .
Ich wiederhole es dann : das Betragen eines liebenswürdigen Menschen muß sich stets gleich seyn , und seine Handlungen müssen , so zu sagen , alle auf einen Thon hinaus laufen . Da es aus ver - schiedenen wohl einstimmenden Thönen in derMu - sie ein Ganzes entstehet , welches uns bezaubert , so muß auch bey einem artigen Menschen aus - jfletf seinen Handlungen und aus allen seinen Betragen eine vollkommene Uebercinstimmung . entstehen . Man kann fast sagen : er sey das in der Gesellschaft , was ein geschickter Musicus in ferner Kunst ist . Man erkennet desselben große Gaben nicht allein in der Vollkommenheit , mit welcher er seine Stirn * mc spielet , sondern wir sind ihm auch die ganze monie des Loncerts schuldig , welches er gleichsam helebet , und dessen Uebercinstimmung er selbst tiw gerichtet hat .
gehöret also mit zu den Pflichten eines wohlgesitteten Menschen , daß er uns niemals zu übertreffen sucht , und daß er so , wie es die heit erfordert , seinen Witz erhebet oder sinken läßt ; daß er bisweilen die Gaben verbirget , bey welchen die unsrigen zu kurz kommen würden ; daß er in den Tugenden , die ihn unterscheiden , eine wollkom * mene Gleichheit fest setzt ; daß er sich gänzlich nach dem Geschmacke und Witze demjenigen richtet , mit welchen er umgehet . Uysre Seele muß aber hier' zu bey guter Zeit sich an eine gewisse Ehrsamkeit gewöhnen . Durch die Gewohnheit verhärtet sie sich

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