tugendhaften Männern . Er muß allen , die einem l'cdcn eigene und werthe Tugenden in gleicher Star - ke und in der grösten Vollkommenheit darzustellen wissen . Sein Zweck ist , zu gefallen , und die Gleich - förmigkeit im Geschmack und Sitten bringet die Gleichförmigkeit in den Gesinnungen und Nei - Zungen hervor ; in demjenigen , was wir lieben , lieben wir uns selbst , und eö ist allezeit unser wirk - - liches oder vorgestelltes Bild , auf das wir blicken , Und dem wir das erste Opfer bringen .
Ich muß cs bekennen , Damis hat viel kiebens - - Würdige Eigenschaften . Er entgehet indessen doch . vnsrer Hochachtung und Freundschaft . Wollet ihr die Ursache davon wissen ? Damis scheinet bey len Tugenden nur eine einzige zu haben . Diejenige so er zeiget , ist allemal die herrschende , und verzeh - ret gleichsam die andern . Ja , man sollte ihn fast für einfach halten . In seinen geringsten Hand - lungen zeiget sich seine ganze Seele . Wenn er ei - nen witzigcnKopf vorstelle» will , so scheinet er nichts als ein solcher zu seyn , und bey vieler Vernunft scheinet er nichts als Ideen zu haben . Will er An - nehmlichkeitey zeigen , so laßt er kaum etwas vor feinen Augen sehen . Kurz : Dämon ist dasjenige zu sehr , welchen er iy gegenwärtigem Augenblicke seyn will . Er will gefallen , und er demüthiget uns» Man würde ihm viel eher Fehler verzeihen als ben , so die »msrigen übertreffen , die Fehler schmei - cheln der Eigenliebe ; die Ucberlegenhcit aber pöret sie . Lernet dann , Damis , wenn ihr nach dem Geschmgcke her Leute seyn wollt , so müßt ihr das
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