— n
Ganzes machen will , müssen diese Tugenden auf ei - ne solche Art mir einander vereinig ? ! werden , daß keine von ihnen über die andere herrschet . , Sie verleihen sich einander einmüthiglich Glanz , und der Glanz eines jeden insbesondere mäßiget so zu sagen den Schein der übrigen . Sie vermischen^ sie vermengen sich wegen eines Gegenstandes uiM einander , ohne daß sie den Knoten , welcher sie ei - gentlich vereinet , gewahr werden lassen . Also schet ein geschickter Künstler verschiedene Grund - färben untereinander , damit er eine Hauptfarhe herausbringt ; das Auge siehet alödenn nur das Ganze an , und kann die verschiedene Theile dicstr Vermischung nicht von einander unterscheiden . Ein Mann vom Stande wird leutselig seyn ; allein er wird durch die Leutseligkeit seinerWürde nichts ver - geben . Er wird bescheiden seyn , allein seine Ve - scheidenheit wird darum seine andere erhabene Eis genschafcen nicht verdecken ; er wird behutsam und bedächtlich seyn , aber doch auch unfähig scheinen , sich seinen Freunden zu vertrauen ; er wird aufrich - tig seyn , ohne in die Unverschwiegenheitzu verfalle« ; er wird sich freundlich , gefällig und großmüthigzu gleicher Zeit zeigen : man wird nicht entscheiden können , welche von diesen Tugenden seinem Herzen hie liebste ist . Sie sind ihm alle gleich schätzbar .
Eine richtige Gleichheit bringet die Uebersin - siimmung hervor , und die Übereinstimmung ist der Grund des Schönen . Ich kenne eine Frau , deren Gesichtszüge insgesamt schön und regelmäßig sind , p ? enn man sie insbesondere betrachtet , und ohne die
F 5 , . Vcr - ,
/

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.