Full text: Gedanken über die beste Art, die schädlichen Raupen zu vertilgen

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Gehet dieses nicht voran , so ist der mann für sich selbst nicht dazu aufgelegt , auf sichere Mittel zu denken , diesem Uebel fen , denn entweder halten ihn gewisse eingewur - - zelte Vorurtheile davon ab , welche leicht in ei - nen dummen Aberglauben übergehen , und er , sich daher einbildet , alle seine angewendete Mühe und Arbeit würde doch nur vergeblich , wo nicht gar sündlich seyn , welche er zur Berti ! - gung dieses oder jenes Insekts anwendete , weil er es als eine unmittelbare Strafe von Gott anstehet , und er bey deren Tödtung eutweder vergiftet werden , oder wenigstens ei» Unglück über sein Haus bringen würde . 
Oder man sagt : wenn sie sich satt gefres - sen haben , werden sie sich wohl wieder verlie - ren und weggehen , denn , verstören wir diese Ranpen , so kommen noch mehrere und fressen die andern Baume ab * ) ; diese Antwort habe 
ich 
* ) Dieses kommt mir eben so vor , als wenn wein Haus anfinge , zu brennen , und ich wollte saqen , es hilft doch mchtS , wenn ich gleich lösche , und ich wollte mich dagegen hinsetzen und ein Bußlied singen , und nicht nur mein , sondern auch des NachbarS Haus verbrennen lassen . Alles ist gut , aber zu seiner Zeit , denn wer den Endzweck will , muß auch die Mittel wollen .
	        

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