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unwissend sind , kommen wir immer weiter zurück , und solche Beyspiele . cken andere von Unternehmungen nur ab . Laßt uns , geliebte Mitbürger , das uns angebotene Gute annehmen , Zeit und Gelegenheit nuhen , unsere glückliche Verfassung mit Warme fühlen , und die Sorgen für das allge - meine Wohl , die Abhelfung der Mangel und eingeschlichenen Fehler , und die Wahl der dagegen zu treffenden Maasregeln denen , die dafür zu wachen berufen sind , mit Zutrauen überlassen , ihren Planen nicht Entgegen arbeiten , sondern sie ausführen helfen und uns derVorzüge vor andern Nationen , die wir nur voll der äusern glänzenden Seite zu betrachten gewohnt sind , wür - dig machen . Wer wird die Staaten beneidey , wo nur blos die Schatze der Erden aus dem Eingeweide derselben drückend herausgeholt , ausgeladen und andern zugeführt werden , um die unentbehrlichsten Bedürfnisse dage - gen einzutauschen , wo zügellose Ausgelassenheit Freyheit genannt wird , und erster« zugelassen werden muß , um dem betäubten Haufen desto ruhiger neue Steuern anfjulegen ; wo Philosophie Ketzerey , und Gestikulation Andacht , wo Aufklärung Hochverrath ist ; wo bey einer Menge neuer Plane der Um terthan verhungert ; wo dieTheile des Reichs nach und nach den Angran - zenden zu Theil werden ; wo man unter einer Bürde von Taxen sich seiner Lage rühmet und bey erzwungener Freude witzelt ; wo wiknige Despoten die übrigen Classen derUnterthanen zuSclaven machen ; wounermeßlicheGran - zen ohne Einwohner und Cultur , ohne Wohlstand und Verbindung trauri - gen Einöden gleichen ; wo zur Vertheidigung des Landes alles aufgeboten und angestrenget wird ; wo eine Menge Regenten , um in kleinen Staaten grosse Plane auszuführen , die Unterthanen drücken und zur Auswanderung nöthigen ; wo Geld und alles in Ueberfiuß ist und jeder sich doch den ©e - «uß versagt ; wo man den einen Krieg endiget , um zu dem neuen sich zu rüsten ; wo Gut und Blut zur Beschühung des Handels aufgeboten ; wo alle Jahre neue Auflagen erdacht und herbey getrieben werden ; wo der Hab - süchtige Pächter in mein Heiligthum eindringen und alles durchsuchen darf ; «o die Coutrebande mit gewasneter Hand eingefüret wird ; wo die Land - straffen mit Räubern angefüllt sind , wo der Unterthan zum Kriegsdienst zwungen und gepreßt und nebenher zur Unterstützung der Herrschsucht srem - der Nationen verdungen wird ; wo Toleranz noch immer ein leerer Name ist , oder zur Bemäntelung der Eingriffe in Eigentumsrechte ^mißbraucht wird , und wo man zur Erreichung ähnlicher Zwecke die Fahne der ten Zeiten aushängt ; wo Erdbeben , Schlössen , Heuschrecken und schwemmungen das verwüsten , was die Kriegsflammc nicht erreichen konn - tc ; wo die grosse Hih

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