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die Schätze des Landes Fremden unbekümmert zuführet , seinen Mitbürgern das Brod raubt und den Staat dadurch schwächer ? Ein wahrer Patriot wird erröthen und unwillig werden , wenn er ein entbehrliches Stück , wodurch der Ausländer sich bereichert , um sich sehen muß und nicht alles , wäre es auch schlechter und theurer , von seinem Mitbürger gekauft hat . Ihm schmeckt die Suppe besser , die er aus einer nicht ganz vollkommnen Fayanzschüssel ißt , als wenn ihm solche aus fremden Porcellain , das mit Thränen fleißiger Unter - thanen erkauft ist , aufgetragen wird . Er zieht die dauerhaften tonderschen Spitzen und Blonden , die Fremde bey uns suchen , dem schwachen Gewebe entlegener Nationen vor . Er ist stolz auf seinen Rock , weil wenigstens zehn Mitbürger für ein Jahr Verdienst dabey finden . Ein Ofen von Norwegen wird ihm eine angenehmere Wärme geben und das Getränke aus einem nor - difchen Glase schmackhafter feyn . Wenn er des Vermögens ist , Aufwand zu machen , so freuet es ihn , den Fleiß feiner Brüder damit aufzumuntern , und verabscheuet alles , was den Nachbaren auf Kosten des Vaterlandes mächtiger macht . Es ist beruhigender für ihn , auf diese Weise die weniger Glücklichen zu beglücken , als sich mit Bettlern , die er selbst durch seinen Um sinn zum Bettelstab brachte , belastet zu sehen . Er weiß , es bleiben ohnehin Bedürfnisse oder zu Bedürfniß gewordene Sachen genug übrig , die wir von Fremden nehmen , und die endlich , wenn wir kein Equivalent dafür auszu» senden haben , den Staat entkräften müssen . Es wird niemand an der Rich , tigkeit dieser Sähe zweifeln ; aber wie wenige werden sich hier so thätig zei - gen , als es die Noch erfordert ? Es kommt hier nicht allein auf biedere Ge , finnungen , nein , auf würkliche Theilnehmung und Unterstützung an , damit der Kaufmann , der allein Anlagen zu Fabriken machen kann und sollte , in den Stand gesetzt werde , so bald als möglich ist , nachdrückliche Vorkehrun - gen zur Heilung einer Wunde zu treffen , die wie der Krebs die edlerenTheile zu ergreifen droht ; und damit wir bald denen , die uns feit vielen Jahren zu - vorgekommen , nacheilen mögen , wenigstens dafür sorgen , daß wir unsere ei - gene Produete selbst veredeln , solche nicht roh ausführen und wenn der Werth durch fremde Arbeit zehnfach erhöhet , wieder zurück bringen lassen . Es ist das wichtigste für uns , daß wir die allgemeinen unentbehrlichsten Sa - chen für uns selbst machen , wenn wir auch nieHosnnng haben , sie nach fremden Märkten zu bringen , wozu doch wegen der bequemen Lage des Ca - nals und des zu erwartenden Handels , sich itzo grosse Aussichten zeigen . Nur bey solchen Gesinnungen und MaaSregeln , wenn ein jeder darnach han , del» , können Fabriken gedeihen und dürfte die nicht geringe Anzahl derselben , die wir besitzen , bald ein besseres Ansehen bekommen . Mit Vorschüssen an üppigen Fabrikanten , die selbst nichts zuzusetzen haben und höchstens nur nige Handgriffe wissen , im Ein - und Verkauf , Berechnung und Betrieb ganz _ * un -

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