SO «1 * 4 * ) O ( 4 * * ? »
elabliren und glückliä ) zusehen : aber nicht alle wählen geprüfte und zwecks mäßige Mittel . Auf der einen Seite Liebe der Mütter , und auf der andern Sparsamkeit der Väter , legen Hindernisse in den Weg . Nnr selten wagt man es , feine Kinder vom Hause zu senden . Man glaubt , daß sie eben so gut unter den Augen und der Aussicht der Eltern lernen können . DieKin - der werden aber besser in der Emsernnng von dem mütterlichen Beystande erzogen . Unter Fremden lernen sie weit geschwinder das Verhältnis unter den Menschen . Sie werden schneller überzeugt , daß eine gute Aufführung , Sittsamkeit und Dienstbegierde beliebt machen , und Fleiß , Thatigkeit und ein ausgebildeter Verstand ihnen Würde geben . Despotische Vorschriften der Väter werden dem Sohne verdächtig und beschwerlich , wenn zeitige und selten angebrachte Zurechtweisungen kenntnißvoller und erfahrner Manner , unter deren Aufsicht sie ihr ? Bildung erhalten , ausmersam machen . Ich könnte ganze Städte nennen , aus welchen die Söhne der Kaufleute sich kaum über die Gränzen ihres Weichbilds gewagt haben , und doch in die Lauft bahn ihrer Väter eintreten . Die Handwerker , welche zu wandern verbnn - den sind , beschämen hierin eine Classe der Bürger , welche sich doch besser dünkt . Daher dieUnkunde des Erwerbs und der Haß gegen alle Neuerung und eine Anhänglichkeit an den alten Schlendrian . Von dieser Art der Er ? ziehung ist der schwache ©eist der Handlung eine sehr natürliche Folge . Ja , wenn nicht dann und wann Fremde sich mit dem alten Stamm vermengten , so würde alle Industrie ersticket werden . Dazu kömmt der Wahn , daß je - der , der nur einigermassen mit Glücksgütern gesegnet ist , seine Kinder , wenn sie schreiben können , und mit den vier Specks bekannt sind , zu Bedienun - gen des Staates bestimmet und darbietet , weil es wenigen Fleißigen und Fähigen gelungen ist weiter zu kommen , als bey der Geburt die Aussichten eö versprachen , und weil so viele die wahren Vorzüge des KanftnaNnestan - des miskennen . Daher die grosse Schaar der Bedienten und die noch grösi fere kriechender und ängstliches Sollieitamen , die wegen ihrer Unfähig - keit sich und ihre Kinder oft unglücklich machen und dann die größte Bürde des Staats sind oder werden . Theuerste Mitbürger , erwäget , daß kein freyer und glücklicher Stand als der commereirende ist , daß nur Kenntniß , Fleiß und Rechtschaffenheit dazu gehöret , sichReichthümer auf dieser Bahn zu erwerben , daß die Mittel zu einer solchen Beförderung in euren Händen sich befinden und nicht von der ungewissen Gnade nnd Vorsprache der so - genannten Gönner abhangen ! Sendet eure Söhne , wenn sie die nöthigen Wissenschaften gelernet haben , in fremde Länder ! Von allen Häfen könnt ihr sie mit wenigen Kosten nach den mehresten Handlnngsplähen führen ; sorget also dafür , daß bald ein Corps junger Kaufleute mit Kenntnissen , mit fremden Erfahrungen und Bekanntschaften bereichert , in das Vaterland zu«
rück -

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.