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ten würden zu kostbar . Der Canas könnte uns den Neid anderer han - delnden Mächte zuziehen und Key entstehendem Kriege für das Land ge - fährlich werden . Der Ackerbau werde künftig weniger Unterstützung sin - den , und man müste nicht zu viel auf die Erweiterung des Handels ver - wenden . Dadurch erhielte die Classe der Handelnden zu viel Ansehen . Man müste befürchten , daß die adlichen Güter im Preise steigen und vou bürgerlichen aufgekauft würden . Mit papiernem Gelde lasse sich nicht ohne Schaden ein auswärtiger Handel führen . Zum Zwischenhandel . fehle es an Kräften , Credit und Zutrauen . Die Ausführung kaufmänni - scher Entreprijen erfordere ein beharrliches System in der Regierung . In andern Ländern würde man dem Canalhandel entgegen specnliren . Hamburg und Lübeck würden keinen Gebrauch davon machen . Fremde dürften vielleicht ihre Waaren nicht auf unfern Schiffen sich zuführen las - s«u . Verschiedene fremde Navigations - Acten wären uuscrm Plan ganz entgegen . Man sollte allen Fremden die Durchfahrt erlauben , um eini - gen Ersatz der Austagen mit mehrerer Gewißheit zu erhalten . Die Unter - Eydcr sey kein gutes Fahrwasser , der Ausfluß der Eyder gefährlich , die Hever besser . Der Durchschnitt hätte an einem andern Orre seyn müssen . Ein Barken - Canal wäre zuträglicher gewesen . Grosse Schisse könnten durch Pferde nicht fortgebracht werden . Der Canal würde bald verschlam - men , sein Ausfluß sich verstopfen , und der zu hoffende Gewinn erst nach Jahrhunderten die verwandten Kosten ersetzen .
Um nur einige der wichtigsten Einwürfe zu beantworten , muß ich bey derBesorgniß , daß dieCanal - Compagnie alles an sich ziehen würde / zu be - merken bitten , daß bis aufden Glashandel , der den Fortgang der norwegi - schen Glashütten znr Absicht hat , und der nach neueren Verfügungen die Würkung eines Monopols verloren und mehr eine Last als Vortheil für die Compagnie selbst ist , sie keine besondere Vorrechte und keine Erleichterung hat , als die ein jedesCorpS , das sich zu grossen Unternehmungen entschließt , erwarten kann . Sle ist also als eine Privatperson anzusehen . Sie muß eine Menge Bediente halten und durch Fremde alles betreiben lassen . Ein jeder bemittelter Kaufmann , dereinen eigenen Handel führet , hat unstrei - tig den Vorzug , daß er unabhänglich ist , bey wichtigen Vorfällen nur feine Klugheit und Erfahrungen zu Rathe ziehen darf , und mit derselben Post den gefaßten Entschluß seinen Ccrrespondenlen bekannt machen kann . Ein Jeder hat die Freyheit dasselbe zu unternehmen , was die Compagnie aus» führet . War bey Erdfnung des Canals eine bereits errichtete Compagnie nicht äusserst nothwendig , um , sozusagen , nur ein grösseres Comtoir zu haben , da« sogleich nicht nur andere von dem Nutzen durch seinen gang

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