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toirs errichten , sich durch Correspondenz und Vorschläge auswärts bekannt machen , und nicht abwarten , daß Fremde sich zudrängen , welche man sonst willig aufzunehmen genöthiget ist . Und künftig müsse kein Schis durch den Canal gehen , welches nicht etwas , dem BestimmungS - Orte des - selben angemessenes , wäre es auch nur zum Versuch , von inländischen Producten und Fabrikaten , oder von andern in den Lägern dieser Städte vorhandenen Waaren , mitnähme ! Der mit diesen neuen Unternehmungen verbnndene Betrieb wird sich aus alle Classen der Unterthanen verbreiten , und alle , ja vorzüglich der Landmann , dessen Fleiß Belohnungen verdienet , werden bald den wehlthätigen Einfluß davon empfinden .
Hier wird der bereits ermüdete Leser vielleicht den Beschluß meiner Aufforderungen gewünschet und erwartet haben , da sie , wider meine Ab - sicht , alles zusammen zu drängen und Vieles unberührt zu lassen , dennoch zu einem kleinen Werke angewachsen sind . Um aber meinen , wenig - stenö von allen Nebenabsichten entfernten Plan , nach meinem ganzen Ver - mögen zu vollenden , ja , um meine Vorschläge und Gründe würksamer und eindringender zu machen , scheint es mir sehr nothwendig zu scyn , ei - nigen Einwürfen und Zweifeln , welche aus fo verschiedenen Quellen ent - springen , noch in der Kürze zu begegnen , und deren Beantwortung mit einigen allgemeinen Erinnerungen zu begleiten . Die Erwägung und Beherzigung dieser letztern muß ich um so mehr meinen geliebten gern empfehlen : da nichts Gutes , wenigstens keine gute Veränderung für das Ganze , bewürkt werden kann , fo lange noch verjährte Vorurtheile , blinder Haß gegen Alles was neu ist , eingerissene Tadelsucht und erschlafte Vaterlandsliebe den besten Planen entgegen würken .
Unter den Mcynungen anderer , die für und wider die Nutzbarkeit der Canalfahrt mit unpartheyischer Feder von mir gesammlet worden , sind ei - nige scheinbar und patriotisch , andere aber seicht und unter der Prüfung . Ohne die Classe zu berühren , in welche eine jede zu ordnen wäre , will ich getreu erzählen , was das Publicum von jeder Art über den Canal let , und nur über diejenigen Urtheile , deren Folgen die wichtigsten sind , meine Gedanken sagen . Die Canal - Compagnie , spricht man , werde alles verschlingen . Der Glashandel scy bereits ein abschreckendes Beyspiel . Es sey eine Neuerung . Der Nutzen schränke sich nur aus einige Proviy - zen des Reichs ein . Die Hcrzogthümer bedürften keiner Hülfsquelle . . Der Sundzoll würde leiden . Das Reich habe wenige Fabriken , keine Lrpott ten , nicht Matrosen genug . Der Nation fehle die »mrcanti tische Dcu - kungöan , Industrie und Much zu grossen Unternehmungen . . Unsere Frach -
K ten

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