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stens Mittel übergeblieben waren , das Schif zu retten , wenn man solche er - griffen hatte . Wenn man so vieles an Schulen zur Erlernung fremder Sprachen und noch grössere Summen zu andern Wissenschaften , die oft nur zur Stillung der Wißbegierde dienen und in überflüßigen Kenntnissen und facultätischen Prahlereyen bestehen , verwendet ; so ist es auch Pflicht , auf solchen Unterricht , der auf die Gründung des Glücks so vieler Familien und auf die Versorgung so vieler nützlichen Unterthanen abzwecker , umgesäumt zu denken , undNavigationS - Schnlen in Seehäfen und an den Orten , wo sich die Seefahrende aufhalten , zu errichten . Sollte nicht jeder Handelnde gerne einen freywilligen Beytrag dazu leisten ? Die Summe der menfchli - chen Kenntnisse und das Nützliche vieler Wissenschaften zeichnet sich in nem Fache praktischer , grösser und nutzbarer aus , als bey der Schiffahrt . Der Bau und die unbemerkt veranstaltete sichere Herablassung der unge« heuern Masse ins Wasser , muß den größten Professor der Mathematik und Mechanik einer deutschen Akademie , wenn er nicht vorher von allein unter» richtet ist , in Erstaunen setzen . Das vollbeladene und belasteteSchiffährt ruhig durch aufgethürmte Wellen , die oft höher als die Spitzen der Masten sind . Es trotzt dabey den Winden nnd dem physikalischen Grundsatze , daß diese alles nach der Direktion mit sich führen . Es schwebt ganze Monate , ohneLand zusehen , auf ungebahnten Wegen und fremden Meeren , wo die Sonne und Compaß allein Merkzeichen geben , und kömmt zur ausgercch . - neten Zeit an den Punkt der Welt , wohin es bestimmt ist , wenn ein erfahr - ner Cook damit die unbekanntesten Meere durchkreuzet , die ganze Welt um - schiffet , und sich nicht mehr wundert , »inen Tag hierbey eingebüsset zu ha - ben . Sollte man dann die Führung eines Schiffes Jedem , der das Ruder leiten kann , unbekümmert überlassen ? und nicht vielmehr , da es unter dern Völkern in der Navigationskunde so weit gebracht ist , alles aufbieten , diese so nützlichen Kenntnisse auch unter uns zu verbreiten ? Bey einer sol - chen Verbesserung würden unsereFrachrfahrer aller Orten denVorzug erhal - ten . Ja , wenn endlich einige unserer Schifö - Capitaine in entfernten Ha - fen weniger Aufwand machten , und mehr auf die Vortheile der Rheder und des Kaufmanns sahen ; so dürfte die Hernntcrfehung der Frachten Statt finden können und wichtige Vortheile nach sich ziehen .
9 ) Den Städten am Canal oder in der Nähe desselben , muß ich sonders die Anschaffung von Packelböten , die zu gewissen Zeile» von einem Hafen der Ostsee nach der Westseite gehen , die Erbauung einiger Lichter und Haltung einiger Treckschüten empfehlen . Diejenigen , welche sich zu - erst darum bewerben , dürften sich besondere Begünstigungen versprechen können . Es sollten auch die Kaufieute in diesen Städten ordentliche Com -
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