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et sich befindet , befahren hat oder nicht . Es sey die Reise noch so kurz über See , so müßte er und sein Steuermann , und bey grössern Schissen mehrere Personen , jede für sich , den CourS auf der Karte bemerken und ihre kungen , wenn sie nicht zusammentreffen , berichtigen . Er muß'jeden Mit - tag , wenn die Wilternng es erlaubet , die Höhe der Sonne nehmen , und die Rheder sollten dafür sorgen , daß die Schisse mitOctanten , zuverläßigen In - strumenten und Karten versehen wären . Die mir unter dem Namen Log - linie bekannte Schnur muß er fleißig gebrauchen , um die Schnelligkeit der Fahrt besser zu bestimmen , und die Meereslange zu berechnen . Mitten auf der See muß er das Loch bey jeder Veränderung der Wachen zur Hand neh - men' , aber so bald man die Küste erblickt , beständig führen und alles im Journal genau bemerken . Von den Bänken in der See , von den Gründen und der Art derselben , von den Strömen in der See , von den nach den vcr - änderten IahrSzeilen in den verschiedenen Meeren und an einigen Küsten eintretenden gewissen und Passat Winden und von andern bereits gemachten Bemerkungen muß er unterrichtet seyn , damit er in den vorkommenden Fäl - len davon den nöthigen Gebrauch machen könne . Obgleich ein erfahrner Mann bey Stürmen lieber die See zu seiner Sicherheit wählet ; so sollte es doch den Schiffern nicht ganz an der Kenntniß fehlen , bey Mangel an Loot - ftn sich in Notfällen selbst in Sicherheit zu bringen , und zu dem Ende sonders mit den Aussichten der Küsten , den Fahrwassern und Zeichen be - kannt seyn . Bey Reisen mit grossen Schiffen in entfernte Gewässer ist es fast nolhwendig , daß er nicht ganz unkundig in den Sprachen der mächte sey , die HandlungS - Gesehe und Gebräuche der verschiedenen Länder in etwas kenne und nicht ganz unerfahren in den Verhältnissen der politi - fchen Verfassung von Europa fey , um zu Kriegszeiten der Kaufleute Bestes besorgen zu können . Er muß die Zeit der an den verschiedenen Küsten und Häfen eintretenden Fluchen ausrechnen , die veränderliche Abweichung der Magnetnadel beobachten und wenn er ein vollkommner Navigateur seyn will , beym Mangel an Sonnenschein durch astronomische Bemerkungen die Breite und Länge , worauf er sich befindet , ungefehr ausfindig machen können . Much und Klugheit müsse in Gefahren nie von seiner Seite weichen , und er muß bedenken , daß das Glück von ganzen Familien und das Leben seiner Gefährten von seinen Kenntnissen und vorsichtigen Maasregeln abhängt . Die Erfahrung bestätiget es , daß von 80 bis i Schiffen kaum eines verloren gehet , daß von einer gedoppelten Zahl kaum eines mit der Mannschaft ganzlich der Raub der Wellen wird . Aber eine nähere Unter - suchung und Berechnung wird ergeben , daß von Tausend nur eins blos durch eine unvermeidliche Gefahr verunglücket und die mehresten lediglich von der Sorglosigkeit und Unkunde der Schiffer ein Opfer werden , stens

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