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befördern . Sollte ein Einziger zu bedenklich oder zu schwach seyn , diese grössern Unternehmungen auszuführen ; so wäre , um nur sogleich Thätig« keil zu zeigen , nicht» leichter und unerheblicher , als daß sofort die Kauf - mannschnft einer jeden Stadt sich verbände , einige oder mehrere Hand - lnnge . Plane mit vereinten Kräften auszuführen , damit alle auf die feilste und wenn es recht angefangen wird , auf eine einträgliche Art von den Vortheilen überführet werden , und ein Jeder nachhero für sich Anreizung erhalte , mit mehrerer Sicherheit in der Folge die Plane zu erweitern .
6 ) Der Bau grösserer und zweckmäßiger Canalschiffe , die nicht zu tief gehen und die Schleussen paßiren können , wäre besonders jeder Stadt ju empfehlen . Die Canal - Compagnie hat verschiedene zu dieser Fahrt ein - gerichtete Schiffe an mehrern Orten bauen lassen , daß also ein Jeder leicht von der Bauart sich unterrichten , und sie vielleicht durch Verbesserungen vollkommner machen kann . Diese Compagnie hat bereits Plane gemacht , sogleich bey Erösnnng der Fahrt grössere Schiffe von 50 bis 70 Commerz - lasten dnrchzufenden , daher man also mit Gewißheit annehmen darf , daß die Fahrt noch dieses Jahr sicher und gut wird , mithin zum Bau solcher , vorzüglich zur Canalsahrt eingerichteten Schiffe geschritten werden kann .
7 ) Von dem allgemeinen und ausgedehnten Nutzen , der das Fracht - fahren nach entfernten Häfen mit grösser« Schiffen begleitet , ist oben nug gesagt . Wie vorteilhaft wird aber solches künftig für uns seyn ? Die Fahrt von der Ostsee nach der Westsee ist zufolge dieses Durchschnitts wenigstens bis auf einen zehnten Theil des Weges abgckürzet . In wenigen Stunden kann man ohne den mindesten Aufenthalt , ohne die geringste Ge - fahr und ohne Rücksicht auf widrige Winde sich mit der äusersten lichkeit von dem Ausfluß der Ostsee nach Rendsburg verfügen . Von die - ser Stadt hat man der ersten Strecke der Eyder die nöthige Tiefe gege - ben . Es sind schon einige Versuche gemacht und man wird noch mehrere mit grössern Schiffen anstellen , daß man auch ungeachtet eines widrigen Windes bis dahin , wo Ebbe und Fluch das Fortbringen erleichtern , die Fahrt ununterbrochen fortsetzen kann , daß also die Schiffe in kurzer Zeit von dem einen Ausfluß und Seehafen bis zum andern gehen können . Auf - ser diesem Vorzug und der Vermeidung eines langen so gefährlichen als be - schwerlichen Umweges und der geringen Assecuranz , haben die Eigner der Waaren den Vortheil , daß sie jblche bald erhalten und die Rheder einen noch weit wichtigern , daß sie ißo nicht nur zwey Reifen in der Zeit die dem zu einer erfordert wurde , vollenden , sondern auch einige Monate frü - her und später im Jahr , mithin weit wohlfeiler als jede andere Nation , sich
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