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fahrt die ersten Ladungen frühzeitig nach den Orten versenden zu können , wo deren ausgeforschter Mangel die besten Preise verspricht , und wo Fremde erst einige Monate später eintreffen . Wenn es an guten ten je fehlen sollte , oder , um Schiffe allezeit vorrälhig zu habe» , wenn vortheilhafte Zeitpunkte eintreffen , dürfte eine Ausrüstung von verschiede» nen Schiffen und noch mehrern Interessenten auf den Wattfischfang und Robbenschlag nicht ungerathen für das Vaterland , sondern sehr zu cm - psehlen seyn , damit man die Vortheile , welche die Lage unserer Provin - jen , die bekannte Geschicklichkeit der CommandeurS , Harpunier und an - derer , auch eine leichtere Ausrüstung der darzu erforderlichen Schisse ge ; wehren , nicht ungenutzt lasse , sondern auch den Vortheil , den der erleich ? terte Absah des Trahns uns vorzüglich verschaft , sich noch ausserdem ju ? wende . Es wird nun nicht mehr nöthig , die Grönlandsfahrer auf Ham - bürg gehen zu lassen , um dort die Trahn - Brennereyen zu versorgen , und die Ladungen , um des beschwerlichen Transports überhoben zu werden , da - selbst zu verkaufen . Es kann künftig dabey vieles ersparet , wohlfeiler kön - nen die Waaren veredelt und mit weniger« , Kosten nach allen Ländern ver - sandt , und dabey das Vorzügliche erhalten werden , daß diese Bcarbei ? tuug vielen fleißigen Arbeitern Brodt verschaffet , und der ganze Verdienst im Lande bleibt . Einer Stadt , wo der Geist der Handlung so thatig ist , aus welcher wegen Erfahrung der Steuerleute und Matrosen nur selten Schiffe in fremden Gewässern verunglücken , wo jeder Plan vorher ruhig überdacht wird , wo so viele grosse Unternehmungen gelingen ; einer Stad» , die ein Kupferwerk in ihrer Nachbarschaft aufzuweisen hat , eine der größ - ten Anlagen im Lande , welche sich durch Thatigkeit und den kühnen Er - sindungsgeist des Besitzers , durch Kunst , Schönheit und keit der Arbeiten so vorzüglich auszeichnet und das würksamste Beyspiel giebt ; einer Handelsstadt von diesem Range , sage ich , kann es unmög» lich an neuen Planen bey dieser neuen Fahrt fehlen , so wenig als es ihr an Kräften mangelt , solche auszuführen . Die Holländer haben bishcro den Alleinhandel des Korns , welches die westlichen Marschländer liefern , auSschliessungSweise gefuhret und die Preise bestimmt , womit die ner der Marschen jedesmal zufrieden seyn mußten . Welche mit Ruhck und eignem Vortheil verbundeneSpeculation könnte sich hier nicht geschaf - tig beweisen , wenn man seinen Mitbürgern dies Joch erleichterte und die - sen Kornhandel nicht langer den Fremden überlassen wollte , da nunmehro die Schiffe durch den Canat nach allen Marfchhafen gehen und von dott bis nach dem mitlandischen Meere ihre Fahrt fortsehen könnenEs ist ebenfalls in einigen Häfen der Ostsee der sogenannte Rabsaat eine gesuchte
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