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den letzten Jahren ansehnlich vermehret hat , befördert und die direkte Zu - fuhr fremder Bedürfnisse nach jeder Stadt erleichtert werden . Es enrste - het eine Verbindung zwischen allen Städten der Herzogthümer , welche durch die Schiffahrt Starke und Bequemlichkeit erhalt . Die Emwoh - uer der einen Stadt werden nun mit der andern leichter bekannt und zuletzt zum Gegenhandel und gemeinschaftlichen Unternehmungen vertrauter . Al - les was an der Ostsee mangelt und wovon an der Westseite ein Ueberfluß ist , kann in wenigen Tagen mit geringen Kosten herbey gcschast werden , und diese Seite kann wieder jener leicht zu Hülfe kommen . Wenn nur die vermögenden Kaufleute in den Handlungsstadteu der Herzogthümer die Gelegenheit nutzen wollen ; so scheinet eö wenigstens keine Unmöglichkeit , den Handel , welchen Fremde bishero fast alleine im Lande treiben , sich ztU zueignen . Der inländische Verkehr , mit allen damit verbundenen Vor ? theilen , wird endlich einmal in die Hände derer kommen , die ihn haben sollten . Man wird nun erwachen und nicht langer zugeben , daß Fremde uns ihre verlegene Waaren unter allerhand falschen Vorspiegelungen dringen ; weil wir nun alles selbst aus der ersten Hand bekommen können , und dasjenige , was an einem Orte mangelt , an dem andern , wo Nieder lagen von der Art sind , mit geringen Kosten finden . Man wird es nicht länger gleichgültig ansehen , daß Ausländer uns zu den wohlthätigen Ein - flüssen einer doch freyen Concurrenz den Weg versperren , das ganze Land von Stadt zu Stadt mit Berührung einiger Dörfer , zu Pferde und zu Fuß , mit ihre» Proben und Empfehlungs ? Schreiben durchreifen , durch allerhand Blendwerke sich Auftrage erbetteln , sich oft sogar mit dem tailhandel befassen und auf die Weise dem Kaufmann , der den allgemei - nen Landesbürden unterworfen ist , den Absatz erschweren . Ja eben so wenig wird man dulden , daß eine Schaar von elenden Emissarien die Pro - duete des Landes aufkaufe , und durch unerlaubte Wege ausführe . Diese ersten und einfachsten Branchen der inlandischen Handlung werden nun eine rechtmäßige Richtung erhalten und in die natürliche Gleis« geleitet wer - den . Das Gefühl über das Nachtheilige dieser Eingriffe wird jeden dermann , der Theil an der Handlung uimmt , auffordern , nach seinem Rechte mit der Würde eines Kaufmanns zu streben , und alfo seine Spe - culatioa dahin zu richten , daß er ejnes Theils die Waaren aus der ersten Hand durch den geöfneten neuen Weg selbst direete erhalte , und andern TheilS die Producte des Landes , von dem größten bis zu dem kleinsten Ar - tikel , selbst auftaufe , und dieVortheile der weitern Versendung selbst ge ? messe . Durch Würksamkeit , ernste Plane und anhaltende Bemühung der Kaufleute in den Städten kann man allein zu diesem Zwecke gelangen ,
G und

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