behreu müßten , die iho zu unserer Nothdurft gehören , oder Bedürfnisse geworden sind .
Der Tadler mag nun immer mit einer finstern Miene declamiren , daß durch den Handel das Entbehrliche zugeführt , derUeppigkeit neue Nah ? rüng gegeben und dieferwcgen viel Geld aus dem Lande geschleppet werde . Er sehe hinzu , daß die Einfalt der Sitten Gefahr laufe , neue unbekannte Laster gemeiner und Gefahren des Lebens vervielfältiget werden . Die Werke , die man hierüber geschrieben hat und noch schreiben könnte , den doch nur beweisen : daß das Schäferleben das glücklichste und man in einer Strohhütte ruhiger als inPallästen wohnen könne , daß Kräuter und Wurzeln gesunder als indianische Vogelnester und Pasteten von Perigord sind , daß ein Schafsfell besser als ein Zobelpelz , der mit Drap de Vigogne , oder einem gewürkten Zeuge überzogen «st , gegen Frost und Kälte schütze , und also das anfache Leben der Wilden den Vorzug verdiene . Wo aber der Trieb zum Erwerb , der Wunsch , bequemer und besser zu leben , die Neigung zum Reichthum oder Verbesserung seiner Umstände fehlt und nicht «irksam ist ; indem Lande findet man Trägheit , Unthätigkeit , Einfalt und Aberglauben , die zuletzt in Dummheit und Laster ausarten , welche die Menschliche Natur entehren . Der weise Schöpfer hat den Segen dener Produkte , die dem entferntesten Erdbewohner entweder nützlich oder angenehm sind , in diese oder jene Himmelsstriche nicht umst>nst vertheilh und eben so wenig die Hervorbringung derselben ohne Absicht angeordnett Ist der Mensch zum Herrn über alles gesetzt , so ist er berechtiget , alles waS ihm fehlet , es sey Nahrung oder Gewinn , oder ein Gegenstand seiuer begierde , nach den Vorschriften der Ordnung sich zu erwerben und mir dank - barem Herzen zu gemessen . Nur auf den falle aller Tadel , der solche zum Nachtheil seines Bruders an sich bringt , oder mißbraucht ! Es wurden Jahrhunderte erfordert , um die ersten Menschen so auszubilden , daß sie sich die einfachen Bedürfnisse auztffchaffen und für den Mangel auf weniger ergiebige Jahrzeiten ju sichert lernten . Noch eine längere Zeit verstrich , um sie zu einem geselligen Leben , der vorzüglichsten Glückseligkeit , zu wöhnen . Lange nachher kamen Gewerbe , um die Producte besser zu nutzen ; Künste , um alles zu verfeinern und tu veredle» , und Wissenschaften , um den Geist aufzuklären und den Menschen die wahre Würde zu geben . Weil vie ersten Kanßeme zum Kauf und Verkauf , wie noch in , Orient üblich ist , selbst reisiten und sich allezeit weiter wagten : so cheilten diese die neilen Er» ßndunqen und Aufklärungen andern Nationen mit . Selbst die christliche Religion kann dem Handel ihre Ausbreitung in verschiedenen Ländern zu« schreiben . So wie dieselbe vor 1000 Jahren vom Mittag her auf uns
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