Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-13146

Iuba . Iudex .
p^tze gemacht , und dasselbeJtallca genennet haben . MirwofiawS« ? »«» 'iraA« . » " ^»Italicaenomenindiderunt . Strabo , L . V . p . m . 167 . Man merke , daß Eorsinium die Hauptstadt der Pelignier gewesen , und dieser Krieg derjenige war , den man bellum fociale , oder den italienischen , oder den marsischen Senennel , und der sich im 66 - Jahre Roms angefangen . S . den Sigonius , w Fartis , aufs 662 Jahr . Es ist sehr wahrscheinlich , daß man in diesen Worten Diodors aus Sicilien , rijv tcomjv vtiiv 'lreaim ovon & cmt« , in Exccrpt . Lib . XXXVII , beym Photius , lesen muß , . ( Siehe
den Casaubon in Strab . Libr . V , p . m . 94 . ) und nicht 'it< * a Im - , und also sind zweene Schriftsteller hier , welche bezeugen , daß die Stadt Corfinium
rem Italicum . Es giebt Kunstrichter , ( Gerard . Voflius , Not . in Paterc . ) welche verbessern , quod appellarunt Italitam . Andere , als Sigonius , de aiit . Iure Italiae , Libr . III , cap . I , fol . m . 100 . Boekler , in Paterc . ebendaselbst , halten sich an Italicum . Es liegt mir wenig daran : meine
Iuba .
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Antwort , die ich geben will , kann der Lesart entbehren , die mir amaller - vortheilhaftesten seyn würde : denn ich sage folgendes : Der Name Ira> lica , den die Verbundenen der Stadt Corfinium gegeben , hat nicht ger , als der Krieg , gedauert . Sie hatten ihr diesen Namen gegeben , weil sie dieselbe zu ihrer allgemeinen Hauptstadt erwählet hatten . Sie ten daselbst eine Polieey eingeführer , die der zu Rom ganz ahnlich war . ( Siehe den Sigonius wie oben . ) Sie hatten dadurch nicht allein ren Nacheifer gegen die Hauptstadt des römischen Volkes , sondern auch ihren Schluß gezeiget , sich unabhanglich zu machen . Weil denn der neue Name Italic« , eine Folge und ein Denkmaal ihrer Rottirunq war , so kann man nicht glauben , daß ihn die Römer haben dauern lassen . finium hat seinen ersten Namen wieder genommen , so bald der Krieg im 664 Jahre Roms geendiger war , und wir finden nicht , daß es nach dieser Zeit anders , als Corfinium genennet worden . Hieraus erhellet der Srr - thurn derer , welche vorgeben , daß der Poer Silius Italiens von Corfi - nium gebürtig gewesen , und daß er dieserwegen Italiens zugenamt worden .
Die Historie gedenket zweener Priiuen , die diesen Namen gehabt , und davon der eine des andern Vater gewesen . Moreri hat davon geredet ; auein er machet etliche Schnitzer ( A ) , die zu bemerken sind . Wir wollen nur sehr wenige Fehler der andern Schriftsteller aufdecken ( B ) .
( A ) Moreri bar etliche Schniner gemacher . ] I . Saget er , daß Iuba , der Vater , König von Mauretanien gewesen . Dieß ist falsch .
Zur Zeit dieses Iuba hat das kaiserliche Mauriranien dem Bocchus , und das Tingitanische demBogud zugehörer . Einige Zeit hernach , nämlich im 716 Jahre , hat sich Voechus des Tingitanischen bemächtiget . Nach seinem Tode ist sein Königreich 7 - 1 zur Provinz gemacht worden , wie e§ Numidien unter dem Julius Cäsar , geworden war . Man sehe die Beweise von diesem allen , in dem P . Noris Cenofaph . Pifan . pag 235 .
II Saget er , daß Iuba , der Sohn , durch den August»« in das reich seines Vaterö " wieder eingesetzet worden , dieß heißt in Numidien .
Er hätte mit dem Dio im LIIIV , aufs 729 Jahr , sagen sollen , daß ihm Augustus etliche Theile von Getulien , und die zwey Mauritanien gege - ben hätte : und daß der beste Theil von Numidien in dem Zustande ei - ner römischen Provinz geblieben wäre . Es ist wahr , daß Strabo im XVII B . $70 S . versichert , es habe Augustus den Iuba in das König - reich seines Vaters wieder eingesehet , und ihm überdieß Mauriranien zu - gestanden ; allein auf die Art , wie dieser Erdbeschreiber die Grenzen der römischen Provinz , und des Königreichs dieses Iuba sehet , erhellet , daß Numidien den Römern zugehört hat . Siehe den P . Noris . Cenotaph .
Pifan . pag . 215 . III . Mißt Moreri dem Plinius bey , er hätte gesaget , daß ^uba , der Sohn , ein Rram gefunden , welches sein Ar ; t Eu - pborbus nach seinem Manien £i»pborbt« genennet hatte . Die - fts s . iqet Plinius nicht . Wir wollen seine Worte , Libr . XXV , cap . VII , pag . m . 400 . sehen : Iniicnit et patruin noftrorurn aetate Rex Iuba , quam äppellauit Eiiphorbiam Medici fni nomine ( « ) . Dieses will faqcn daß Iuba ein Kraut gefunden , welches er Euphorbia nach dem Namen feines Arztes qenennet hat . Es würde ein weyig wunderlich herauskommen , daß der Arzt eines Monarchen ein so schlechter Hofmann gewesen wäre , um seinen Namen einem Kraute zu geben , das der Konig , sein JVrt , gesunden halte . Gleichwohl würde Plinius dieses versichert haben , wenn man sich auf den Moreri verließe . ES wäre weniger sam wenn ein König , der Erfinder eines Krautes , demselben lieber den Namen seines Arztes , als seinen eignen hätte wollen führen lassen , dieses würde ^uba getban haben , wenn wir dem Zeugnisse des Plinius trauen das ich^angefülnet habe : allein man hat Ursache , zu glauben , daß PlmiuS hier nicht die Aufmerksamkeit gehabt , die er hatte haben sollen .
Was er in einem andern Buche gesaget hat , ist viel glaubwürdiger ; daß nämlich die Euphorbia wegen ihres Erfinders also genennet worden , der des Königes Arzt war . Er scher etwas dazu , welches wohl werrh aewesen wäre , daß eS Moreri angeführer hätte . Daß nämlich ^uba eine absonderliche Abbandlung von diesem Kraute gemachet hat , wo er den sehr seltsamen Tugenden , damit es begäbet ist , viele Lobeserhe - bunqen giebt . Iuba Ptolemaei pater , qiii prins vtrique Maiintaniae imperauit , ftiidiorum claritate memorabilior etiam , quam regno , fi - roilia prodidit de Atlante : praeterqne gigni ibi herbam , Eiiphorbiam nomine ab iniientore medico fno , appcllatam . Cuius laäeiim fnc - cum miris laudibiis celebrat in claritate vifus , contraque ferpentes , et
, ( Matthäus ) einer von den vornehmsten Scribenten der magdeburgischen Centurien , war zuTippoldöwalde - in Meissen den 22 h des Herbstmonats 1528 gebohren . Er ließ eine große Neigung geqen die Wissenschaften blicken ; dieserwegen tat ihm sein Vater erlaubt , in Dresden zu studieren . Er hat sich nicht lange daselbst aufgehalten ; er har seine Studien lieber in Mittenbera und dann zu Magdeburg treiben wollen . Er war in einem schlechten Zustande , als er in dieser letzten Stadt ankam , , 'iber und über voll Kräße und ohne Geld . Seinen Lebensunterhalt zu finden , mußte er das Allmosen suchen , wenn er von Thü - m Tbüre tinaen aiena : allein endlich , da man erkannt , daß er ein Knabe von guter Hoffnung war , hat man ihm eine Stelle , nls Kinderlebrer bey einem Sachwalter , verschafft , der ihn 1546 mit seinem Sohne nach Wittenberg geschickt hat . Er ward da . selbst im Weinmonate 1549 Magister . Hierauf ging er nach Magdeburg zurück , und war allda einige ^ahre Conrector , und 2 diesem ist er Prediger bey der S . Ulrichs Kirche bis , 559 gewesen . Er hat diese Bed . e . mng ve^assen um nach ^ena zu ge . nacy 1^ t krtLrt v« . s« . Gottesaelahrtheit bey der dasigen Akademie zu fuhren . Er hat diese Profession nur achtzehn
venena omnia , priiiatim dicato volnmine . Plin . Libr . V , cap I 'u Ende p . m . 527 . IV . Könnte ich die Übeln Anfügungen des Moreri als einen Fehler anmerken . Er führet den Dio im XU u . f B . a» : er sollte namentlich das XL1II anführen . Er führet den Plinius , im I Cap de« XXV B . an ; er sollte daß VII Cap . anführen . Er führet das VIII B des Athenäus an , wo nur von einem griechischen Sinngedichte de - ^uba geredet wird ; er hätte das III und IV B . anführen sollen . Er hätte das XVII D . Strabons , und das II B . des VoßiuS anführe» sollen .
§ 00 Rabelais , hat sich in dem III Cap . des XLVIII B . an diese letzte Meynung des Plinius gehalten . Lric Anmcrk .
( v ) v ? ir wollen nur sehr wenige Fehler der andern Schrift , sieller aufvecken . ] Dem Ansehen nach hat Joseph versicherr , daß Inda , der Sohn , die Glaphyra . die Witwe eines Sohnes des Herodes , zur Ge« mahlinn gehabt . Man sehe den Artikel dieser Frau in der Anmerkung ( B ) , wo wir dieses widerleget haben . Der P . Salian hat geglaubt , es sey Iuba im 759 Jahre Roms gestorben . P . Noris , Cenotaph Pifan . pag . 238 . hat es unüberwindlich durch diese Anmerkung wioerle« gel : Strabo hat sein XIII B . kurz nach dem 771 Jahre geschrieben . Nun reder er in seinem XVII B . vom Iuba , als von einem vor kurzen gestorbenen Prinzen ; 'also muß Iuba nicht vor dem 77 - Jabre , oder da , herum gestorben seyn : Ebenderselbe Strabo saget im VI B . zu Ende , daß Iuba unter dem Kaiser Tiberius gelebt hat . Nun hat TiberiuS erst - lich im 767 Jahre zu regieren augesangen . Es scheint , man könne aus einer Stelle des Taeitus folgern , daß Iuba noch im 776 Jahre gelebt har . Siehe den Artikel Glaph^ra , die Enkelinn n . f . w . Noldiüs be - triegt sich , wenn er voraussetzet , daß Augustus dem Iuba . guße , dem Kö , nigreiche seines Vaters , Aegypten gegeben habe . De Vita et Geftis He - rodum , pag . 176 . ES ist nichts in den Worten des Dio , Libr . LI . p , - 20 . daß uns verbände , auf Aegypten zu ziehen : und es ist gemißt daß man dieses Wort auf die Cleopatra beziehen muß . LeunclaviuS , in feiner Ausgabe des Dio hat diesen Fehler Xylandcrs bemerket Des Dio Uebersetzer hat erbärmlich gestrauchelt , h " t . 'ußp t«
t£ 'iißu aroiä ) ffuvuKtfci . tmtw yif i kauvaf re iv rp 'iraAtu ,
vj } eur ? KTturaixhm oi ti njJ tip ßztiAelcn ri ) y Trarfolav eluü .
Cleopatra antem Ivibae , Iiibae filio in inatrimoriiim tradita eft Hnnc IiibamCaelar in Italia edncatum , ac fnam militiam fecunim , hoc regno ( man lese ta , Cleopatra fcilicet ) et paterno etiam donanit . NoldiuS , welcher die Stelle des Dio im LIV B - pag . , «9 . aufs 7 , 9 Jahr aufüh - ret , wo er versichert , daß Iuba , an statt des Koniqreiel'S feines Vaters , vom Augustus etliche Theile von Getulien . die Staaten des Beechus und des 'Bogud erhalten , beobachtet : das Plii'inS an die Stelle dieser Staaten , beyde Mauriranien gesetzt hak . Pro quibus refte Plinius , Hift . Nat . Libr . V , cap . I , vtramqne Mauritaniam fnbftitiiit , hoc eft Caefarienfem et Tingitanam . Dieses heißt diese Unrichtigkeit deutlich vorgeben , daß die beyden Mauritanien , und diejenigen Staaten , davon Dio redet , nicht einerley sind .
nack diesem ist er Prediger bey der S . Ulrichs X'rcye ms , 559 gewesen , v - r yar vie , e '^ev , e , mng venamn um naa ben und daselbst die Profession der Gottesgelahrthe - t bcy der das , gen Akademie zufuhren . Er hat diese Professo» Monate bekleide ; denn man hat sie ihm auf Befehl des Herzogs von Sachsen , Johann Friedrichs , zu Anfanae t Monare 0 > ; - irh n0fh Monate in Jena aufgehalten , und ist , nachdem er sich ungefähr eben
Sir hat sich noch sechs Monate U ! ^ena ausgeyairen , unv m , nuu ; wtm « ; ungqapi eoen so lanae Zeit E^std . n . M . Y>z64 ( » ) mRostockgestorb« , ,
^ naeaanam war einer Versetzung der Schüler beyzuwohnen . Er ig ein wohlgesitteter , arbeitsamer , eifriger , und gelehrter Mmn aewesm und hat viel Bücher geschrieben ( B ) . Er hat viel Verfolgungen und Widerwärtigkeiten auszustehen gehabt , ^ lange als sein Predigtamt gedauret hat c ( C ) ,
. > Dieser Ott liegt zwo deutsche Meilen von Dresden . ^ Andrea - SchoppiuS , siehe unten in der Anführung - , faget . daß diese« . aewesen Er hätte also den 21 , nnd nicht den - 2 sagen sollen , c ) Aus dem Andreas SchoppiuS , m Oratione de Vita
der S - Matthaustag g sich Ende des II Tbeiis . Enarratioms Epiftolanim Dominicalmm Matthaei Indici« , eisleb . AuSg . 157» ,
lSfc ( H«r Animadu . Philol - et Hiftor . u . f . S . eingeschaltet .
8' wta» «U aeffocbert . l Ich würde keine An> tarius , Introd . in ttiftor . Eccl . p . 247 . welcher eben denselben Nomen .
( A ) Lr ist den '5 g ' - I ^ h^tte , daß die clatorcin anführet , sehet den Tod des Judex auf denselben Tag . wie
merkung hierüber machen' wen > ^ , die Aufmerksamkeit allzu , Paul Freher ; allein ich sehe in dem Mieräl . uS , tt . ft . Eccl p . 77o Aus -
Schriftsteller . in Ansehung der era ( Schaupla - gäbe von , 699 . daß dieser Tod ms >587 Jahr gesetzet wird . welches das
sehr bey Seite zu setzen W^n - Brachmonats , 1564 . gestorben ist . neun und siebenzigste von dem Leben des Verstorbenen gewesen ist . Man
he , p . 202 . daß unser Judep den >> de - ' A profeSdrum lenen . setzet auf den Rand , Freher , P . - 02 . Es ist schwer zu begreifen , wie
Dieser Tag wird auf das Wort des No worden , ©flflit« sich eine so unrichtige Anführung in diesen Ort hat einschleichen können ;
yum angeführet , der vom Hadrian Beyer aus»e , ey» Z „ , " nd

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