Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-12600

Hottomannus .
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« ) Also schreibt er sich vor seinen Büchern . Verschiedene schreiben bald Hottomannus , bald Hotomannus . 6 ) Sie war von Orle« aitf , und hat Claudine Aubelin geheißen . ? etrns Neueletus , wie unten in der Anmerkung ( E ) zu Ende , c ) Ebendaselbst , d ) Sein Sohn hat es nach dessen Tode drucken lassen . 0 Aus seinem Leben aufgesetzt vom Petrus NeueletusDofchins , ( von welchem man hier unten in der Anm . ( 0 ) reden wird . ) Es ist eines von den zehn Leben der Rechtsgelehrten , die Leickherus im i6z6 Jahre zu Leipzig wieder drucken lassen . ^ , ch bediene mich dieser Ausgabe , f ) Sie sind zu Genf durch Besorgung Jacobs Leetius , >5yy gedruckt worden g~ ) Siehe die ? lnmer° kung ( E ) . V ) Nouelet in Vita Hottomanni , pag . 229 . z ) In seinem Anti , Art . CXVI1I und CXIX . k ) Im 1702 Jahre jn 4to . O Siehe die Leichenrede des Scipio Genlilis , beym Witte , Memorab . Iurisconf . pag . ZZ . ni ) Nouvelles de la Republ . des Lettres im Marz 1701 , 265 u . f . S .
( A ) Seine Familie war ursprünglich aus Schlesien ) Es giebt verschiedene Familien von dem Namen Hottomann zu Breslau , der Hauptstadt in Schlesien , und von denselben stammen verschiedene andre ab , die sich in der Lausitz , in Meißen , im Clevischen u . s . w . niedergelassen haben . Lambert hottomann , ( der nach dem Baillet Recueil des £ntl> Art . izi . zu Emmerich im Clevischen gebohren war ) gierig nach Frankreich , um unter Ludwigen dem XI ( » ) , Kriegsdienste zu thun , und hat sich zu Paris vortheilhast verheirathet . Sein ältester Sohn , Jo ; yann - ißottomann , ist so reich gewesen , daß er große Summen zum Löse - gelde Franciscus des I vorgeschossen . Redimendo Francisco Regi adTici - caPto - ingentem pecuniae vim folus fide fua curauerit ftimmo Galliae bono , fumma fua cum laude . Petr . Neueletus Dofchius , in Vita Hottomanni , pag . ni . 2c$ . perer Hottomann , der letzte von berts achtzeheu Kindern , ist Aufseher der Wasser und Wälder , und Parle« mentsrath zu Paris gewesen . Franciscus Hottoman» , ist sein ältester Sohn gewesen . Ebend . Die Zusätze des Moreri sagen , daß - Heinrich - Hot - toma»m , der 1466 zu Cleve gebohren war , der erste dieses Namens gewesen , der nach Frankreich gekommen , und daß er in Engelberts , Herzogs von ^ . Ieve , deS ersten Herzogs von NeverS Gefolge , dahin gekommen .
( * ) Alfo verbessere ich den Fehler , Euäonici VI , der in dem Leben sraneiscus Hottomanns , leipz . Ausg . von i6g6 , und amst . Ausg . von »700 steht .
( L ) Dieß war das andre Xverk , das er unter die presse gege - den bat . ] Denn er hatte bereits ein kleines Buch , de gradibus cogna - tionis , herausgegeben , das sehr hoch gehalten worden . Pene puer libel - lum de gradibus cognationis adiuneto diagramtnate publicauit a do - öiflimis viris in precio habitum , et mox a quodain haud ignobili Iu - risconfulto probatum , ita vt eum fuis in inftitutiones comnientariis vehementer commendatum infereret . Neuelet . in Vita Hottom . pag . 210 . Das andre Werk ist eine Auslegung ad titulum inftitutionum de sÄionibus gewesen . Die Schönheit der Schreibart , und die Erkennt , niß des römischen Alterthums , die in dieser Schrift hervorleuchten , haben «s sehr schätzbar gemacht . Iurisconfultis etiain magnis grattim ob La - tini fermonis elegantiam , et Rom . antiquitatis exquifitam feientiam . Ebend . Teißier in denZusätzenzu den LobsprüchenCasteln . " Eom . ll , p . 115 , hätte dieses schöne Lob nicht auf da« kleine Buch von den Graden der Verwandtschaft deuten sollen . Wenn er mit ein wenig mehr Aufmerk - samkeit das Werk zu Rarhe gezogen hätte , das er anführet , ( nämlich Hottomanns Leben vom Nevelet ) so würde er nicht eines für das andre genommen haben .
La Croix du Maine wird uns belehren , daß die ftanzösische Ueberse - tzung , die Hottomann von der Schutzschrift des Sokrates , des Plato , macht , , 549 zu Lion , beym Sebastian Gryphiu« , in 8 gedruckt wor - den ist .
( C ) ( £v gieng von da nach Lausanne . ] Teißier erzählet in den sähen zun LobsprüchenCasteln . Toro , II , p . ii ; , daß Franciscus Hottomann , als er Frankreichs verlassen , sich nach Genf begeben , und einige Zeil in Calvins Haust gelebct habe . Ich glaube , daß er Recht hat , ob gleich das von ihm angeführte Leben HottomannS nichts davon saget . Es scheint , daß Nevelet etwas unterdruckt hat , das er nicht hätte aus - lassen sollen . Es ist nicht sehr wahrscheinlich , daß die Herrn von Bern die Proseßion der schönen Wissenschaften aus der Akademie zu Lausanne einem jungen Menschen von 2 ; Jahren angebothen hätten , der zu Lion gewohnt hat . 'Allein es ist wahrscheinlich , daß sie dieselbe diesem jungen Menschen angebothen , wenn man voraus selber , daß er zu Genf gewohnt , und sich beym Calvin beliebt gemacht hat . Dieß sind Fehler der Auf - merksamkeit , die sich auch in den besten Büchern finden , weil sich gemein nigllch die guten Schriftsteller bestreben , eine Erzählung kurz zu fassen . Sie werden aber nicht allemal gewahr , daß sie dieselbe durch die zung verstümmeln . Breuis efle laboro , obfeurus fio . Horat . de Arte Poet . v . 2 ; , 26 . Dieses kann auch hier dem Nevelet begegnet seyn : Oder wir wollen sagen , daß , da er in den Nachrichten nicht gesehen , daß man ihm die Reise von Lion nach Genf beygelegt , er geglaubt hat : es habe Franciscus Hottomann Lion aus keinen andern Ursachen verlassen , als nach Lausanne zu gehen , um die schönen Wissenschaften daselbst zu lehren . In vrbemEqueftrium - - - ad huinaniorum quae dicuntur litte - rarum profcllionem honorifice a Senatu Bernenfis Reipub . euocatus , cuius in ditione vrbs illa . fe contulit . Neueletus , in Vita ni , pag . 211 . Allein wir wollen zum Vortheile des wahrscheinlichsten nichts entscheiden . Denn wie bereits zu Lausanne viele berühmte Flücht - linge gewesen , die Franciscus Hottomanns Verdienst und die Gottesfurcht kannten und liebten , so könnten sie leicht von den Herren zu Bern erhal - ten haben , daß man ihm einen Berus nach Lion zugeschickt . Teißier bemerket , es sey durch Theodors Beza Vermitcelung geschehe« , daß die Stadt Lausanne dem Hottomann die Prosessorstelle der schönen Wissen - schaften angetragen hat . Nach meiner Meynung bekriegt er sich , und hätte besser gethan . der Vermittlung Calvins zu gedenken : Denn H°t' tcmann ist Professor zu Lausanne gewesen , ehe Theodor Beza , die griechi - ( che Sprache zu lehren , dahin gegangen ist ( * ) , und es ist gewiß , daß Theodor Beza , zur Erhaltung Dieser Profeßion , Calvins Hülfe nöthig ge - habt Kann man einem andern einen öffentlichen Lehrstuhl in einer Stadt verschaffen , wo man nicht ist , und wojman ihn selbst nicht ohne das An - sehen eines andern , erhalten kann ? Ohne Zweifel hat Teißier geglaubt , es habe Beza die griechische Sprache zu Lausanne gelehrt , ehe Hottomann dahin berufen worden . Man nrtheile , wie viel bey der Erzählung sol - cher kleiner Geschichte daran gelegen ist , die Zeit und die Chronologie zu Rathe zu ziehen . . , o
( * ) Erant Laufannae tllnc temporis doörma et pietate viri mfi - gnes , Petrus Viretus , Ecclefiae Paitor - - - Francifcus nus eloquentiae Profeflbr . In Vita Theodori Bezae , beym Melchior Adam , 205 S .
( D ) Nttch feiner 5urückwft in Srraßburs h« er sich durch
den Iobann von LNonluc bereden lassen , nach Valentia 5» gehe» , das Recht daftlbfk ; u lehren . ] Wenn Thuauus die Zeiten zu Nathe gezogen hätte , fo würde er im Y9B . Z78S aufs 1590 Jahr nicht gesagt haben , daß Johann von Monluc den Hottomann von Lausanne nach Valencia gezogen hätte : L . au5annae primum doeuit , IN DE a Ioanne Monlucio Valentiae Epifeopo , et poftea a Margarita Biturigum Duce euocatus , repetitis vieibus Valentiae et Auarici Biturigum , vbi eum aliquando audiui , euocatus , etc . Diese Worte repetitis vieibus sind von dem franwüschen Uebersetzer nicht verstanden worden : Er hat ge - glaubet , sie wollten sagen , daß Hottomann die Rechte rvechselsweise bald ; u Valentia , bald ; u Bourges gelehrt habe . Siehe die vom Teißier aus dem Thuan gezogenen Loblprüche Tom . 11 , pag . , , 6 z^sgabe von 1696 . Dieses ist falsch ; er hat nicht mehr zu Valencia gelehrt feit dem er einmal von da weggegangen war . Er hätte also sagen sollen daß ihn die Herzoginn von Berri zweymal nach Bourqes gezogen , wie man in dem Texte dieses Artikels hat sehen können . Diejenigen , welche in Franciscus Hottomanns Leben die beständigen Fortziehungen aus einer Stadt in die andre sehen , werden nicht viel von den Nachrichten halten , die dem Thuan verschafft worden sind , weil er saget , daß Hottomann nach demVlutbade vom 1 , 72 Jahre nach Mümpelgard und von da nach Ba - sel gegangen sey . Er hätte saaen sollen , daß er nach Genf , und vou da
nachlaset und dann nach Mümpelgard und hierauf nach Genf undend - lich nach Bafel gegangen wäre .
( E ) LLr hat ui Genf ( * ) solche gründliche Bücher wider die Verfolger herausgcgebcn , daß man ihm große Versvrechunqe» Kunkel - - , allem er gab diesen Vorschlägen ke , nGeh6r . 1 Der Verfasser feines Leb - nö schreibt pag . 2 - 1 davon : „ Ad AUobroJs „ igitur verum tanquam in partum fe refert , feriptisque aliquot erudi - „ tis contra fidem mmo per fidein ipfam caeforum innocentiam conflan . „ ter tuetur : et quidem adeo efficactter , vt qui mollem putabam futurum „ eius in tanta calamitate animum , pro / ixis poilicitationibus hortarentur „ ab ijliusmodi feriptionis genere abßineret : quibus iUe hoc tantum re . „ pofutt . Nunquam fibi propugnatam caufam , quae iniqua eflet - „ minquam quae iure et legibus niteretur , defertam praemiorum fpc „ vel metu penculi ; opprimi enim in bona caufa melius , quam male „ cedere . Non modo non exeufandum parricidium , vitro etiam de - „ fendendam cauffam innocentium . Ein wenig hernach redet er von dem Buche , de Regni Galliae liatu , das Hortoiaaiin um diese Zeit untee dem Titel , ErancoLallia , ans Licht gegeben hat . Dieß ist einWerk das wegen der Gelehrsamkeit anzupreisen , allein einem franzosischen Recht - - « - lehrten sehr unanständig ist , wenn man auch darinnen einigen Protestant ten glauben darf . Teißier saget davon : Sein Buch , Eranco Gallia betitelt , hat ihm mit Recht den Tadel der ehrlichen Lramosen , u - gebogen , denn er bemüher sich in diesem Werlte , ; u beweisen idiek tst eine bloße Ueber , etz»ng von Thuans Worten , Eibr . LVII Pae ^ aus« 157ZJahr ) daß dieses allerblühendsteRonigreich derTkrittenbeie nicht erblich wie die Erbgüter der PrivatpersonmNnd das ? man ehmals nur durch d , e Stimmen des Adels und des Volbs ; ur Rrone gebommen : so daß , wie vor Alters die Mache und Gewalt , Romge , u erwählen , den Ständen des Römgreich - , und der ganzen versammletcn Nation ««gestanden , auch die Stande sie von der Regierung abgesem hätten . Und hierüber führet er die Exempel Philipp« vonValois , Johanns . Carls des V , Carls des VI , uns ^ . uOrviqs des XI an . Vornehmlich aber läßt er sich angelegen seyn , zu beweisen , daß , wie man die Frau , cnspcrsonen zu allen Zeiten für unvermögend zur l^nialichen ZlVÜrde gehalten , man sie auch von allen öffentlichen gen und Verwaltungen ausschließen müsse . Additions aux Eloe« de Mr . de Thou , Tom . II , pag . 139 . Wir wollen dieser Stelle TeinierS folgende sinnreiche Worte des Bongars beyfiigen , die aus einem Briefe Thuaus genommen sind ; er ist . 595 von Straßburg wegen Franc . feuS Hottomaniis Lebet ! durch den Nevelet geschrieben worden 4d> will < * „ euch frey bekennen , de Franco Gallia , vellem pareius , sowohl darum» „ weil das Buch anietzt unzeitig ist , als darum , weil wie mich dünkt , . . sich dieser gute Mann in diesem Streite höchlich betrogen hat Der „ Zweiftl ( ich glaube , eS sollte heißen , der Schmerz ) hat dem Werke eini - „ gen Schein gegebei , , da es zum erstenmale gedruckt worden , und wir „ lassen uns viele Worte bey einer außerordentlichen Wuth entfahren» „ wegen welcher wir uns schämen würden , wenn man uns dieselben nach „ gedämpfter Leiden , chast vorstellte . Ich schreibe euch , was ich davon „ denke , ich weis nicht was für ein Urtheil ihr davon fällt . - es verdrieße „ mich , daß ich es nicht eher gethan habe ; ich würde diesen Tractat nicht „ angesehen haben . Ich weis wohl , daß der gute Mann einen Gefallen „ an diesem Stücke gehabt , er hat es durch den wiederholten Druck be , eu - „ get ; dieß ist eine Krankheit , mit welcher viele von unsernLeuten nur „ allzusehr befleckt sind , die unsre Monarchie gern in eine Anarchie ver , „ wandelt hätten . Wenn in einer Sache was böses ist , so muß man sie „ deswegen noch nicht gleich zu Grunde richten . . . Let resT rSs . pag . 6 , . , Ausgabe von Haag 1695 Bongars . 'wird man sagw M Wunde alliugelinde berührt . Hottomann ist wider seine Oartcv im Zorne gewesen , da er dieses Buch verfertigte , er wollte sich nicht nur an den damaligen Regenten rächen ; er hatsich bemühet , seine Empfindlich - ke . t nber d>e Monarchie und die ganze Nation auszulassen : und dieses U ^«Sigiie zur Ausschließung Heiu - nchs des ^V sehr starke Waffe , , dargebothen ; denn nach seinen Grundsä - hen hatten die Katholiken m Frankreich ein völliges Recht , den Herzog von Guise , zum Nachtheile der Prinzen vom Gebliite , zum Könige zu er - wählen . Ein erzürnter Schriftsteller , wird man fortfahren , ist nicht sehr vermögend , an das Zukünftige zu gedenken ; er denket nur auf das gegen - wärnge : er betrachtet nicht , daß sich die Zeiten ändern können , und dak die Lehre , die heute mit dem Nutzen unserer Sache übereinkömmt , eines Tages unfern Feinden günstig seyn wird . Dieses ist in Frankreick unter Earln dem IX tmi> Heinrichen dem III erschienen : jede Partey ist den
Also

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