Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-12592

86 - Hotomanus .
Et pour le faire court de la Republ . des Lettres , im 25tfld ) ttlDl ) atC 1704 . , 621 u f . 0 . Man
Dire qu'il n'eft rien tel qu'aymer les gens de court wird bemerken , daß dieser Graf von Samte . Mesme , ( P . Anselme , Hift .
Allegant maint exemple en ce fiede ou nous foimnes , des grands Officiers , p . 232 . ) vom Adolph von Hospital / Herrn von
Qu'il n'eft rien fi facile a prendre que les hommes , ( Lfyoify , Forstmeister von Orleans , dem ältesten Bruder , Carls von
Et qu' on ne s' enquiert plus s' eile a fait le pourquoy , Hospitals , Herrn von Vitry , von dem der Marschall von Frankreick
Pourveu qu'elle foit riche , et qu'elle ait bien dequoy . entsprossen war / abqestammet ist . Diese zween Brüder waren Söhne
>and eile auroit fuivy le camp a la Rochelle , Hadrians von Hospital , und Annen Rohault , einer Tochter Joachim
8'eile a force ducats eile eft toute pucelle . RohaultS , Marschalls von Frankreich . Er hat dem Könige zu Paris ,
l . 'lionneur eftropie , languiffänt , et perclus , den 27 des Wintermonats 1498 / gehuldiget . _ Der Graf von Sain»
N * eft plus rien qu'un idole en qui l'on ne croit plus . te - Mesmes , ist Generallieutcnant ver königlichen Armeen , Statt ?
t , t f . ff - f . . . . in V . . YTII f_i fjL Halter , Amtmann , absonderlicher Aufseher über die U ? asser und
Regmer Satire III . fol . in . 12 . Er saget in der XIII Satire , kol . 66 . ^ ^ Zzourdan , Oberstallmeister Ga -
Ql . ie lors qii'on a du bien il n'eft fi decrepite stonS von Frankreich , Herzogs von Orleans , Hoftunker und Ober -
Qui ne trouve , ( en donnant ) couverde a fa marmite . stallmeister bey der verwitweten Herzoginn von Orleans , ( I^erc . Ga -
Es sind Wahrheiten und Hyperbolen in den Ausdrückungen dieses sati - , ant - Jenner . 702 , pag . . 65 . ) und nach diesem bey der - Herzogin»
»is^pn Man ztene die " ) 5nmerkuna des Artikels <^ar« ; i Cbar - von ( EofcÄit# gewesen . Man wlrd fem Leben ln dem angeführten
fotte beeü zu Rache : man wird darinnen die andre Ehe unsers Mar - Buche ^ . '72 . finden . Er ist ^Anneen^^^r^iratk^
schalls findenj und daß sie vor dem Tode seiner ersten Ehsrau hergegan - Herrn Gobelin . Staatsraths und Aufsehers der Armem , »erh irathet
oert i ( l u f m gewesen , und hat zween Sohne hinterlassen . Der älteste ist der Mar .
'' J " . . . . ^ ^ . quis von Hospital , der Urheber der Infinitesimalrechnung . Der jung -
( C ) Jcb nnll sie - - - Ourck das Zeuzniß einen andern stx jst der Graf von Hospital , der bey der GroßherMinn von Toscana ,
Schriftstellers bestätigen , und zeigen , daß der Marquis von „ je Stelle seines Vaters vertritt . Ebendas . 179 . >Lo S .
Hospital , der tiefsinnigste Mathemankkundige - - - mit
dem Marschalle yon Frankreich aus einer Familie gerveftn . Z Der Marquis von Hospital , der Urheber der Infinitesimalrechnung ,
Der Gras de Sainte - faesme , der den 4 des Christmonats 17c» gestorben , und einer von den größten Mathematikverständigen unsrer Zeit , ist den
„ war aus dem Hause von Hospital , einem viel erlauchtern Hause an 2 de« Hornungs 1704 , drey und vierzig Jahre alt , zu Paris gestorben ,
„ sich selbst , ( weil sich der Ursprung desselben in den königlichen und bür - Man sehe sein Lob in den Nachrichten von Trevoux , in dem Zusätze deS
„ germeisterlichen Familien verliert , ) als durch die großen Bedienungen , Monats Hormmg 1704 , 24 u . s . S . franz . Ausgabe , und auch im Brach -
„ und ansehnlichen Würden berühmt , die es über vier hundert Jahre in monate >704 , 10 , 4 u . f . S . und in denNouvellen aus derRepublick der
„ Frankreich besessen , seit dem es sich daselbst niedergelassen hat . Es ist Gelehrten , des Brachmonats 1704 , im Ii Art . ^ „ Er hatte sich mit der
„ ursprünglich aus Neapolis , und hat den Namen von Gallucy geführt , „ Fraulein Romilley de la Chenelaie vermählet , mit welcher er be -
„ welchen es verlassen , um einen französischen anzunehmen , welches der „ ständig in einer so vollkommenen Einigkeit gelebt , daß er ihr auch leine
„ Name des Gutes von Hospital gewesen , welches ein Gallucy , das . . Lust zur Mathematik mitgetheilet . Er hat vier Kinder , einen Sohn ,
„ Haupt dieses Hauses in Frankreich , bey seiner Ankunft gekauft hat . , , „ und drey Töchter von ihr hinterlassen . , , Journal de Trevoux , Juin
Mercure Galant " , vom Jenner >702 , p . 170 . 171 . Siehe auch les Nöuv . 1704 , p . 1016 .
HotomaNUs , ( Franciscus ) " ist einer von den gelehrtesten Rechtsverständigen des XVI Jahrhunderts gewesen . Er war den 23 August 1524 zu Paris gebohren , wo seine aus Schlesien entsprungene Familie ( A ) seit einiger Zeit blühete . So bald er fünfzehn Jahre alt war , wurde er nach Orleans geschickt , uin daselbst die Rechtsgelehrsamkeit zu studieren ; und er machte sich allda in dreyen Jahren der Doctorwürde fähig . Sein Vater , ein Parlementsrath , der ihm bereits seine Bedienung be - stimmet hatte , ließ ihn nach Hause kommen , und setzte ihn in die Gerichtsstube ; allein der junge Mensch bekam gar bald einen Ekel vor den Zungendreschereyen der Gerichtsstuben , und vertiefte sich in den Studien des römischen Rechtes , und der schönen Wissenschaften . Er fand Geschmack an den neuen Meynungen , wegen welcher man in dem Königreiche viele Menschen hin - richten ließ ; und da er nicht sah , daß er sich in Paris dazu bekennen konnte , so gieng er 1547 von da nach Lion , wo er ein Buch herausgab . Dieß war das andre Werk , das er unter die Presse gegeben ( B ) . Als er sah , daß er von seinem Vater keinen Unterhalt zu hoffen hatte ; so gieng er nach Lausanne ( C ) , wo ihm die Herren von Bern die Profeßion der schönen Wissenschaf - ten gaben . Er gab daselbst einige Bucher heraus , und verheiratete sich mit einer französischen Jungfer h , die wegen der Religion geflüchtet war . Sein Verdienst wurde von allen Seiten so bekannt , daß ihm der Rath zu Straßburg den Lehrstuhl der Rechtsgelehrsamkeit anboth ; und unter diesen Verrichtungen wurde er von dem Herzoge von Preussen , und dem Landgrafen von Hessen gesucht . Er nahm diese Berufe nicht an ; allein er weigerte sich nicht zu Anfange der Unruhen an den Hof des Königes von Navarra zu gehen . Er gieng zweymal nach Deutschland , um bey Ferdinanden im Namen der Prinzen von Geblüte , und der königlichen Frau Mutter selbst um Hülfe anzuhalten c . Man hat die Rede , die er auf dem Reichstage zu Frankfurt gehal - ten , noch jetzt . Nach seiner Zurückkunfr in Straßburg , ließ er sich durch den Johann von Monluc überreden , nach Valencia zu gehen , daselbst das Recht zu lehren ( D ) ; und er that dieses so glücklich , daß er den Ruhm dieser Universität erhoben . Drey Jahre hernach gieng er nach Bourges , daselbst zu lehren , wohin er durch Margarethen von Frankreich , Heinrichs des andern , Schwester gezogen wurde ; allein er gieng nach Verlauf von fünf Monaten von da weg , um sich nach Orleans zu den Hauptern der Partey zu begeben , die sich seiner Rathschläge nützlich bedienten . Der Friede , der einen Monat darauf geschlossen wurde , verhinderte die Furcht vor der Wiederkunft dieses Unqewitters nicht ; dieferwegen begab er sich nach Sancerre , und erwartete daselbst bessere Zeiten . Hier hat er ein vortreffliches Buch , de Confolatione , geschrieben A . Er kehrte darauf zu seiner Pro - feßion nach Bourges zurück , wo er unter wahrendem Blutbade des 1572 Jahres beynahe umgekommen wäre . Da er das Glück gehabt , demselben zu entgehen , so verließ er Frankreich , mit dem festen Entschlüsse , niemals wieder dahin zu kommen , und gieng nach Genf . Er hielt daselbst juristische Vorlesungen ; und gab solche gründliche Bücher wider die Verfolger heraus , daß man ihm große Versprechungen thun ließ , um ihn zu vermögen , daß er nicht mehr auf diese Art schreiben sollte ; allein er gab diesen Vorschlägen kein Gehör ( E ) . Einige Zeit hernach begab er sich nach Basel , und lehrte daselbst das Recht . Da ihn die Pest nörhiqre , von da wegzugehen , so flüchtete er nach Mümpelgard , wo er seine Ehgattinn verlohr : er gieng nach Genf , und machte daselbst ein Buch für die'Rechte des Königes von Navarra ( F ) , worauf er nach Basel zurück gegangen , und daselbst den 12
überredet , daß er der Urheber der Vindiciaruin contra Tyrannos , gewesen ( H ) . Dkß ist ein Buch , das mit den republika - nischen Begriffen vollkommen überein kömmt . Mat hat einige Zeit hernach seine eignen Grundsätze wider ihn gebraucht ( l ) . Es ist schwer , diese Verdrießlichkeit zu vermeiden , wenn inan über gewisse Materien schreibt . Er ist von dem Könige von Na - varra , wegen seines Buches , Barnim falmen , wohl bezahlet worden ( K ) . Er ist einer von denen gewesen , die niemals darein gewilliget , daß man sie abmalte b , allein man hat ihn malen lassen , da er in den letzten Zügen lag . Er bat zween Söhne und vier Töchter hinterlassen . Johann Horromann , Herr von Villiers , sein ältester Sohn , wird für den Urheber des Ami - Chopin» , , eines kurzweiligen Stückes , und des Anti - Colazon gehalten , welches eine Schußschrift für seinen Tractat , de 1'Ambassadeur , ist , worinnen er den Carl Pascha ! ausgeschrieben haben soll . Man sehe den Baillet f . Moreri hat nicht viel Fehlerbe - gangen ( L ) .
Ich wundre mich , daß man in dem Leben Franciscus Hottomannuö eine Sache vergessen hat , die ihm sehr rühmlich ist , daß er nämlich im drey und zwanzigsten Jahre öffentliche Vorlesungen in den Schulen zu Paris gehalten hat ( M ) . Noch niger redet man darinnen , und ich verwundere mich nicht darüber , von gewissen Dingen , die Balduin wider ihn kund gemacht batte , und welche seinen Nachruhm entsetzlich beschmitzen würden , wenn sie wahr wären ( N ) . Man kann denselben keinen Glauben geben , wenn man nicht zugleich glauben will , daß eö viel leichter ist , ein vollkommen gelehrter Mann , und großer Feind der verfolgenden Religion , als ein mittelmaßig ehrlicher Mann zu werden . Ich werde ein Wort von dem Urheber des Lebens Franciscus Hottomannus sagen ( O ) . Das Werk , das zu Amsterdam k unter dem Titel gedruckt worden : Francifci et loan - nis Hottomannorum Patris ac Filii et clarorum ad eos Epiftolae , würde mir viel Zusäße zu diesem Artickel darbiethen , so wohl in Ansehung des neugierigen Fleißes dieses RechtSgelehrten in Suchung des Steins der Weisen 1 , als vieler andern besondern Umstände seines Lebens ; allein es ist besser , daß ich meine Leser in Bernards Nouvellen verweise m . Der Auszug , den er von diesem Werke giebt , saget alles , was man wünschen kann . Man kann auch den ersten Band der Obferuationum feledtarum ad RemLitterariam fpedantium , zu Halle 1700 gedruckt , zu Rathe ziehen .
Also

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