Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-12587

Hospital .
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d' abus , entreprifeä et rtiillitez du refcrit et bulle du Pape Sixte V du noin en date du mois de Septembre , contre le Sefeniffime Prin - ce , HENRY DE BOVRBON , Roy deNavafre . . . et RY DE BOVRBON , - - - Prince de Conde , par tirt Catholi» que , Apoftolique , Romaini mais bon Francis , et trcs - fidele SubjeC de la Couronnc de France . In Ansehung des andern von den drey Stücken saget Baillet , im LXXll Art . folgendes . Der Anrispanier . »ist «zu verschiedenen Zeiten mit einigen Veränderungen gedruckt worden . „ Derjenige , der 1594 >n 12 erschienen , hat zum Titel : der Antispanier , „ und Ermahnung derer von Paris , Sie keine Spanier werden „ wollen , an alle vie Franzosen von ihrer Patte / , sich unrer de» „ Gehorsam , Rönigs - Heinrichs des IV , zu begeben , und sich von „ der castilianischen Tyranney zu befrcven . Er machet den vierten „ und letzten von den vortrefflichen Betrachtungen , über den Zustand von „ Frankreich aus , die 1595 aus Licht getreten sind . Allein derjenige , der „ seil dem wieder übersehen worden , ist unter dem Titel : der Annspa - „ nier , oder kurzer Discurs von dem Endzwecke , aufweichender „ Römc ; Philipp von Spanien , durch feine Einmischung in die „ Geschaffte Frankreichs fielet . Er steht im vierten Bande der Me - „ moiren von der Ligue , >604 , durch Samuel du Lis , herausgegeben . „ Es giebt eine Ausgabe davon , die vor diesen zween hergegangen ist , sie ist von 1590 , in » , und schlechtweg betitelt : Coppie de l'Anti - Efpagnol faidi a Paris . Meine Ausgabe des IV Bandes , der Nachrichten von der Ligue . ist vom >595 Jahre , der Antispanier steht daselbst , 230 Seite . Wenn Baillet eine Ausgabe von 1604 gesehen hat , so ist dieß nicht die erste . Dasjenige , was ich anführen will , wird der Anmerkung ( O ) des Artikels . Gregoriua der VII , zu einer Ergänzung dienen , Jchi sage daselbst , daß man von den Prinzen nach denen Schriften nicht sicher urtheilen kann . die in der Hitze der Parteven wider sie gemacht worden sind . Ts ist den Parteyen gewöhnlich , daß sie Schmähschriften ausbrüten . Gdne das ausdrückliche Verboth , und den Befehl des Roniges , lange zuvor , ehe er das Glück gehabt , in dieRirche aufgenommen zu werden , hatte sieb derjenige , der den Antisirtus gemacht hat , auf einem so schonen U ? ege nicht aufhalten lassen . Der Ronig , welcher niemals die unordentlichen , und von emev unmäßigen ^ . eidenschaft gereizten Seelen geliebt . Kar befohlen , dieses satirische Buch zu unterdrücken . Gleichwohl ist es nid ? t möglich gewesen . XVird er einmal in einer andern Zeit leben , sc» wird er den Feinden der Rirche eine Vormauer und ein Schild feyn , die aus der Asche der jetzigen wieder hervor kommen wer - den , um dieses - Haupt , ihrer Gewohnheit nach , anzugreifen» Flor , de Remond . 1' Anti - Papefle , chap . XVI . num . z . fol . 1u . 406 .
du Prutce de Machiavel , p . i & j . u . f . daß wenn die Andacht deS Mi - Nisterö , oder des Raths des Prinzens . nicht wohl gegründet , und sein Eifer nicht wohl eingerichtet ist , man sich nimmermehr das Böse einbilden könne , was er zu thun vermag . Erstlich läßt er sich hintergehen , und darauf hintergeht er seinen - Herrn selbst .
Denn in Ansehung der Andacht , werden die allergeschicktesten gefangen . Viele glauben sehr göttesfürchtigund andächtig zu feyn , wenn sie gleich in demjenigen im höchsten Grade unwissend sind , was die Religion betrifft , darinnen sie sich auf diejenigen verlassen , die dabey - Herkommens sind ; von denen einige geübt sind , und sie hernach durch einen schönen Ä ? eg führen . VOit haben von großem Elende geredet , worein viel große , und zwar sehr erleuchtete Prinzen gefallen sind , weil sie dieser Rone Gehör gegeben ha - den . XViv wollen noch ein rvort von einigen ihrer Sraarsbe - dienten sägen - - - Es hat deren zweverley Gartungen gegen den ; denn diejenigen , die der Ranzler von Hospital erzogen hatte , haben die Grundsane beobachtet , die nickt allein der tesfurcht und ckristlicken'Maßigung gemäß , sondern auch zur Erhaltung des Friedens , und zur Behauptung der königlichen Gewalt nützlich gewesen sind . Die andern hingegen haben sich entweder aus Antrieb des Gewissens , ohne große Renntniß , oder um eine absonderliche Rotte zu machen , den Ceremonien der Re - ligion dermaßen ergeben , daß sie geglaubet , eafey besser , das ganze Römgreich zu entzünden , als darinnen den geringsten Ver - gleich , in Ansehung der Religion , zw erdulden . Nun haben diese verschiedenen Meinungen verursachet , daß diese letztere zur Bil - dung , Ernährung und Verstärkung der Ligue ungemein gehol - fen hat ; und die andre derselben Vernichtung , und die - Herste ! - lung des Rönigreichs veranlasset hat , welches die widrige Par , tey seinem Untergange ganz nahe gebracht hat .
( T ) Ich werde der Anmerkung etwas beifügen , die den - Herrn von Fay , seinen Enkel , betrifft . ] Er hat verschiedene Bnd ) er ohne Namen , über den Zustand der damaligen Zeit , verfertiget . Ihm muß man den Antisixtus , den Antispanier , und den Francophm»s , wider die Verschwörungen des Röniges von Spanien , Oes pab - fies , und der Rebellen tn Frankreich zuschreiben . Man sehe den Baillet in der Sammlung der Anti , 54 S - Dieser charaeterisiret das erste von diesen dreyen Stücken nicht , und iä ) kann nicht sagen , ob er von einem Werke redet , davon ich eine Ausgabe gesehen habe , die zu Cöln durch den Buchdrucker , - Herrmann Jolin , ( ich halte dieses für er - dichtet , ) 1586 / in 8 gemacht worden . Sie hat zum Titel : Moyens
Hospital , ( Frannscus von ) der den 2z April 164z , " zum Marschalle von Frankreich gemacht worden , hieß vor dieser Zeit du Gallier . Moreri , der den P . Anselm ausschreibt , redet sehr weitläuftig von seinem Geschlechtsregister , und zeiget seine Kriegs - Verrichtungen und seine Würden an : allein er saget nichts von einer Sache , die ich in einem Staate von Frankreich gelesen ha - - be ( A ) . Ich will sie anführen , und einen Zusah zu einer Beobachtung machen , die ich hier oben , wegen der ersten Gemahlinn des Marschalls von Hospital , gemacht habe ( B ) .
Ich habe in der andern Ausgabe dieses Wörterbuches gesaget , daß P . Anselm nicht beobachtet hat , daß das Haus dieses Marschalls ursprünglich aus dein Königreiche Neapolis gewesen ; wie es ein andrer Scribente beobachtet hat , dessen Worte ich angeführet habe . Ich will sie hier unten durch das Zeugniß eines andern Schriftstellers bekräftigen , und zeigen . daß der Mar * quis von Hospital , einer von den tiefsinnigsten Mathematikkundigen des XVII Jahrhunderts , mit dem Marschalle von Frank» reich aus einer Familie gewesen ist .
a ) Anfelme , Hift . des grands Officiers , pag . 269 .
CA ) Moreri saget nichts von einer Sache , die ich in einem Staate von Frankreich gelesen habe . ^ Dieß ist , daß der Marschall von Hospital ursprünglich aus einer erlauchten Familie in Cala - brien gewesen , da er viele Verbindungen mit den Rönigen oder Röniginnen von Neapolis gehabt . Allein da sie die Ätebe sei , ner Vorfahren gegen Carln von Anjou de« II , Königes von lis , zu seiner Par tey wider öieRönige vonArragonien und Casti - lien gebracht , so waren sie gezwungen gewesen , eine Freystadl in Frankreich zu suchen , als diese spanischen Prinzen die Regierung wieder angetreten . Etat de France , 1657 gedruckt , p . 02 . 93 . Weil P .
Anselm niä ) t davon geredet hat , so muß er entweder keine Wissenschaft davon gehabt , oder es nicht sür gewiß gehalten haben . Er sängt das Geschlechtregister dieses Hauses mit einem Franciseus von Hospital an , der 1314 und >zzg gelebt hat : ( Anselme , Palais de l'Honneur , p . 414 . ) und in dcr Hift . des grans Officiers , pag . 232 . ) und geht nicht weiter zu - rück , als bis auf den Franeiseus von Hospital , Kammerherrn » . f . w . bey Carln dem VI 1404 , und den Ururaltervater desjenigen , von dem wir hier reden . Man merke , daß sich der Urheber von den Noten über die Staatsstreiche des Naude , p . 905 . gewaltig vergeht , wenn er vorgiebt , e6 sey unser Marschall von Hospital von dem Kanzler dieses Namens ent - sprossen gewesen .
( B ) Ich werde einen ? usay , wegen der ersten Gemahlin» des Marschalls von - Hospital , machen . ) Man hat oben in der An - merkung l B i des Artikels Guise , ( Ludwig von ) gesehen , daß er kein Be - denken getragen , und sich nicht den geringsten Serupel gemacht , Charlot - ten des Essars , die Mutter verschiedener unehlichen Kinder , zu heira - then , davon einige von dem Könige , Heinrick ) dem IV4 und die andern von dem Cardinale Guise waren . Da ich diese Anmerkung gemacht , hatte ich vergessen , was ich in den Noten über die Liebeshändel Hein , richS des Großen gelesen karte . Weil ich mich aber dessen anjekt critt# nne , so muß ich meinen Lesern einen neuen Umstand von dem Siege zei - qen den der Herr von Hallier , über die HeirathSschwierigkeiten erhalten hat' Man wird sehen , daß Charlotte des EssarS selbst ein Hurkind , und , nach deS CardinalS von Guise Tode , eines andern Prälaten Beyschlafe - rinn «ewesen . Heinrich dcr IV , „ hat auch Charlotten des Essars geliebt ,
„ die natürliche Tochter des BaronS von Sautour in Champagne , nnd «der Dame von Dheny , von der er zwo Töchter gehabt Sie war - - . «ammermägdchen der GrSfinn von Baumont Harlay . bey ihrer Ge - . . sandtschaft nach England : hernach ist sie bey dem Cardmale von Gu . se „ gewesen , der etliche Kinder von ihr gehabt , den Grafen von Romorantm .
. . den Abt von Challev , den Ritter , die Frau von Rhodes , u . a . m . hier - «auf ist sie bey dem Herrn von Vie , Erzbischofe von Ausch , drey Jahre „ gewesen ; nach diesem bat sie den FraneiscuS von Hospital , Grasen » . RvSnap , Baron von Beine , Marschall von Frankreich gehe , rathtt . »»
Obfervations für l'Hiftoire des Amoiirs du grand Aleandre , p . m . 299 . P . Anselme belehret uns , daß sie ihn gegen das 1629 Jahr geheirather , und daß ihr Ehmann den 2« August ><>zz , mir dcr Francisca itlif qnor , die andre Ehe getroffen , aus welcher er einen Sohn ge - habt , dcr kurz nach seiner Geburt wieder gestorben ist . Anselme» Hift . des grands Offic . p . 266 . Moreri beobachtet . daß die Abentheuer dieser Franeisca Mignot sehr seltsam sind . Man hat dieses in der pari - ser Ausgabe von 1699 weggelassen . Herr von Hospital ist hierinnen ebett nicht glücklich gewesen .
Anselme , Hift . Genealog , de la Maifon Roiale . p . 1 ( 6 . bemerket , daß Charlotte des Essars 1651 gestorben ist . Man müßte hieraus schließen , daß unser Franeiseus von Hospital sich scheiden lassen ; dem , er hat 163 , eine andre Frau geheirather . Man sehe die Note zu Ende dieser An - merkung . Ich weis nicht , wie diese Sachen vorgegangen sind , und ich weis auch nicht , ob es Bücher giebt , die selbige umständlich beschreiben . Mir deucht , es werden sich viele von meinen Lesern einbilden , daß et nach der That seinen Fehler erkannt , und daß er in der Hoffnung , den , selbigen zu ersehen , mit seiner Gemahlinn einen Proceß angefangen habe . Er hat sie vielleicht nicht so reich gefunden , als er geglaubet hatte . Er hatte sich vermuthlich eingebildet , daß die Beyschlaferim , erstlich eines Königes , und nach diesem zweener Erzbischofe , viel Geld zusammen ge - haust haben würde , und daß , wenn es einem vornehmen Manne erlau - bet wäre , ein schlechtes Magdchen zu heirathe» , die ihm aber die großen Schätze eines Rentbedienten zubringt : so konnte ihm auch nicht verbo - then sevn , seine häuslichen Angelegenheiten , durch die Verheirachung mir einer Person in einen sehr guten Stand zu ietzen , der die Bul'lereyen große Einkünfte verschafft hatten . Wenn er also geurtheilet , und in der Folge gefunden , das ; das Vermögen dieser Dame Weber den Mangel dev Jugend , noch den Mliugel de« guten Namens ersetzte , was hat er ander« thun sollen , als sich von ihr scheiden zu lassen ? Dem sey wie ihm »volle , diese Dame hat den Hauptzweck ihres Geschlechts erreichet' sie bekam einen Gemahl , und erreichte , ungeachtet so vieler Stürme und erlittenen Schiffbrüche , den Hafen . Es ist sehr wahrscheinlich , daß der Ruf von ihrem Reicht ! , »me^ihr zum Manne geholfen . Wir wollen diese Anmer - kung mit etlichen Versen aus dem Regnier beschließen .
Je ne fuis Point adroit , je n'ay point dVIöqnence Poiir colorer un faidt , 011 deftourner la foy ,
Prouver qu' un grand amour n' eft fujet i la loy ,
Desbaucher nne fille , et pär vives raifons Luy monftrer comme Amour fait jes bonnes maifoify lres maintient , les esleve , et propice aux plus belles . , En honrteur les advance , et le * fait Damoifclles .
Qqy qq i Lt

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