Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-12540

Hospital .
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wohl durch das Stillschweigen der ander« , Geschichtschreiber , als durch die Briefe des Legaten unter dem » ; des Brachmonats , und dem » des Heu , monats 156 , Lügen gestraft . Siehe les Ne'gociations du Cardinal de Ferrare , pag . zog .
( * * ) Er hat sich in dem Rathe den Absichten der Königinn gemäß be - zeugt , die ihn in geheim unterrichtet hatte : weil er aber wider die Mey - nungen des Herzogs von Guise und de« Connestabel« zum Frieden be - schlössen , so ist er von allen beyden mishandelt , und unter dem Vorwan - de , baß er eine Gerichtsperson sey , von denKriegsberathschlagungen ausge - schlössen worden , wo die Königinn seit dem wider einen von ihren vor - nehmsten Bedienten viel zusagen gefunden . Davila Hift . Libr . II .
Man hat Ursache , zu glauben , daß l'Hospital im Grunde der Seele die Lehre der Reform irten gebilliget hat . Catharina von Medicis hat es in allen Difcursen nicht geleugnet , die Mezerai im III Bande der Histo - rie von Frankreich pae . >85 . anführet . „ Sie hat alle ihre Maschinen „ angewendet , das Ansehen zu untergraben , das er sich in dem Gemüthe „ des jungen Königes erworben harre ; welchem sie durch ihre Vertrauten „ sagen ließ , daß er gewißlich ein Gönner der Ketzer wäre , daß , da sei»« „ Frau , seine Tochter , sein Eidam , und seine ganze Familie von dieser Re - „ ligion wären , nicht der qeringste Zweifel sey , daß er es nicht auch in sei , „ ner Seele wäre , und daß ihn nur die bloße Furcht , sein Amt zu verlieh - „ ren , abhielte , sich öffentlich zu der calvinifchen Lehre zu bekennen . Die - „ ferwegen , weil die heimlichen Feinde viel gefährlicher wären , als die of - „ fenbaren sind , müsse man mehr vor ihm , als dem Admirale , auf seiner „ Hut seyn ; und ihre Majestät dürsten nicht mehr erdulden , daß er sei - „ nen ganzen Rath durch die schönen Friedens - Maximen vergifte : unter „ welchen , als unter der Haut einer vielsärbigren Schlange , die dem Ge , „ sichte sehr angenehm sind , ein höchst gefährliches Gift verborgen wäre , „ welches durch Schmeicheln den Tod verursacht . „ Sie hat mit Un - recht gesaget , daß l'Hospital ein gefährlicher Feind gewesen ; denn , wenn er den Protestanten günstig gewesen , so ist es nicht durch widerrechtliche Kunstgriffe , sondern durch Maximen geschehen , die dem Besten des Staats und dem Dienste des Königes am allergemäßesten gewesen . Die Red , lichkeit seiner Sitten , seine Erfahrung , und seine Rlugheit bey Führung der Geschaffte sind von aller XDelt erkannt worden : roie auch seine unveränderliche Neigung gegen das ) Vohl de» Staates , ; ur Erhaltung der Geseke , und ; ur Minderung der Un - eerrhanen , und seine allezeit standhafte Großmuth den Ungerech - «igkeiren der Mächtigen ; u widerstehen , von allen ehrlichen - L . eu - ten öffentlich gelobt worden . Ebend . 296 S . Uebrigms hat Catha - rina von Medicis eine Wahrheit gesaget , wenn sie versichert , daß die Fa - milie de« Kanzler« reformirt gewesen . Man sehe den Spondan , aufs * 573 Jahr , Nnm . 15 . pag . m . 74s . Dieß ist nun ein guter Beweis , daß er die Lehren der römischen Kirche gcmisbilliget hat . Man hat in den Abschilderungen Theodors Beza ein angezündetes Licht hinter ihn ge - malt , anzudeuten , saget Spondanus , auft 1561 Jahr , Num . 1« . p . 609 . daß er das Licht angezündet habe , andere , und nicht sich selbst zu erleuch - ten . Der Difturs , der dieses Bildniß begleitet , belehret uns , daß ihn zwo Ursachen gereizt , sich der öffentlichen Bekenntnis ) der Wahrheit zu enthalten . Er hat gefürchtet , sich der Mittel zu berauben , der gemeinen Sache zu dienen , und er hat auf eine Zeit gehofft , da er sich zu verstellen nicht mehr nöthig haben würde . Er hat diesen Umstand vergeblich er - wartet , und da er sich nach diesem erklären wollen , so hat er seinen Ent , schluß nicht ausführen können . Er hat sich für andere aufgeopfert . Theo , dor Beza drücket sich hier sehr wohl aus . Huic - - - ad Luttum landis ctimiiliim id videtiir defuifle , quod partim ne fibi ad pios iii - uandos aditum pracftriieret Ii veram religionem aperte profiteretiir , partim vana quadam exfpeöatione delufii» , eo luto , ex quo emtös omnes optabat , penitus extricare fefe qnum diu neglexiflet , poftea volens id praeftare non potuit . Sed ecqnis illim memoriam non ce - Icbrarit , qui , vt aliis confuleret , feipfum tamdiu pene neglexit ? Beza , in Iconibus , fol . V , iij . Sein Testament ist ein Beweis , daß fein Herze nicht papistisch gewesen : er gedenket darinnen weder der Messe , noch des Feaefeuers , noch der Priester , noch etwas dergleichen : und beobachtet , Saß sich die ? m aus den L . eichcndiensten und Begräbnissen nicht viel machen . Siehe öibl . Choifie des ColomieS pag . 70 . dan aufs 1573 Jahr , Num . > ; . pag . 745 . qiebt vor . es sey dieses die Spra - che eines Ruchlosen : und Maimburg , es wären diese Worte einem Chri - sten sehr unanständig . Hift . du Calvin , pag . ioj . Man sehe , was ihm beantwortet worden in der allgemeinen Critik seines Buchs XVI Brief Num z Genebrard hatte sich bereits wider diese Ansdrückungen in der Leichenrede des Peter Danes erzürnt . Man merke , daß man gesaget bat e« fru 1'Hospital in die Unternehmung von Ambosse mit verwickelt oemefen Man betrachte diese Worte des Aubigne , Hift . Vniverfelle , Toni . I , ' Livr . II , chap . XVIII , pag . rn . 29 . Nachdem der Ranker Olivier um diese Zeit , auf bemeldere Art gestorben war , so , st , hm . . . . . — — - —a— ^— - u - ob er gleicb
feit . Dieses behaupte ick wider alles das , was oavon geschrie , den worden , weil die Urschrift der Unternehmung unter den den meines Vaters unterzeichnet worden , worinnen seme Unter - p , rist , der £«»ge nach , unter AnSelors und Sp'fames chrer g - , II Band .
wesen : eine Sache , die ich viele ansehnliche Personen habe sc , hen lassen . Mezerai widerleget dieses durch einen ziemlich chen Grund : dieser ist , saget er im III Bande der Historie von Frank - reich , p . 22 . weil l' - Hospital seit dem XVintermonate aus Frank / reich gereist gewesen . Allein , weis er nicht , wie viel Reisen Renau - die hat thun lassen ? War es denn so schwer , einen von den Mitfchul# digen an den Herrn lHospital nach Piemont abzuschicken ? Dem sey , wie ihm wolle , so bilde ich mir ein , daß , wem , er diese Verschwörung unterschrieben hat . man ihn dieselbe nur von der schönen Seite sehen lassen ; und daß er nimmermehr vermuthet hat , daß die Ausführung da - von auf die Art geschehen sollte , als wie man sie abgeredet .
P . Garasse , den eine blinde Begierde , die Protestanten zu tadeln , ge - reizet , beschuldiget sie deswegen der Verleumdung : weil sie sich bemü - her haben , gan ; Frankreich ju überreden , daß der Ran ? ler von l' - Hospital thres Glauben« sev . Er vergleicht sie mit den Novana - necn , welche durch lügenhafte Schriften ausgesprenget , daß der heil . Cyprian in der Gemeinschaft ihrer Lehre gestorben sey , und er saget , dafi dieses von uralten Zeiten her , eine scharfsinni - ge Tücke der Boshaften gewesen . Er verrät ! ) nur seine heit . Dofbrine Curieufe , p . 918 . 919 .
Ich kann mich nicht enthalten , zwo Beobachtungen hierher zu seften , die ich in einer ungenannten vortrefflichen Schrift finde . Sie belebten uns die Ursachen von der Ungnade dieses Kanzlers . Ich halte nicht'd» . für , saget dieser unbekannte Scribent , „ daß ein großer Staatsbedienter „ der zu großen Geschafften des Prinzen gebrauchet wird , schweigen darf' „ es mag ihm deswegen begegnen , was nur will : anderergestalt würde er „ eben so wohl durch sein Stillschweigen , Ursache an dem Untergänge sei - „ neö Herrn , oder seiner Geschäffte seyn , als die andern durch ihre Un - „ ternehmung und Verschwörung . Und dieserwegen kann ich nicht der „ Meynung derjenigen seyn , welche dafür halten , baß der Kanzler von „ Hospital gar wohl hätte unterlassen können , sich so stark wider den „ Entschluß zu setzen , der * * * gegen den klugen Rath des Herren „ Connestabels gefafzr worden war , den König zu Anfange der andern „ Unruhen , wegreisen zu lassen : denn weil dieser kluge und weise Staats - . . mann geurtheilet , und zwar sehr wohl geurtheilet , wie es der Ausgang „ bewiesen , daß diese plötzliche ins Werk gerichtete Abreise * * * * * „ ungezweiselt die Versöhnung verhindern , und die Sachen aufs äußerste „ treiben würden ; so ist es ohne Zweifel , daß er . wenn er feine Meynuin , „ verheelet , und nicht darauf bestanden hätte , wie er that , eine Nieder , „ trachtigkeit begangen hätte , die einem Manne unanständig gewesen , den „ die Tugend allein zu einer solchen Würde erhoben hatte . Denn ob er „ gleich seit dem schon ganz matt gewesen , und seine Feinde , das heißt , „ die Feinde seiner Tugend . Redlichkeit und Aufrichtigkeit seit dem ange - ^ „ sangen haben , sich wegen seiner Entfernung zu verschwören ; so hat er „ doch dieserwegen seine Pflicht nicht aus den Augen setzen dörfen . weil „ der Zweck derer , die die Ehre haben , zu dergleichen Aemtern gebrauchet „ zu werden , nicht seyn soll , daß sie sich zum Nachtheile ihrer Ehre und ih - , re6 Gewissens , dabey erhalten , sondern daß sie redlich und treu dienen . „ Außer , daß die Geschäffte den Gang genommen , den man seit dem ge . „ sehen ; so muß ein großer Mann voll Redlichkeit und Much , wie die - „ jer würdige Kanzler war , zum höchsten vergnügt seyn , dieselben zu verlas - „ sen . - - - Ein guter und wahrhaftig tugendhafter StaatSbedien , „ ter - - - wird niemals einen Rath geben , der seiner Emvfinduna „ zuwider ist , und wenn ihm befohlen worden . zu reden , und sein Gut - " «cht " ' i» sagen , so thut er solches treulich und beherzt . Dieß hat eben „ ^rselbe Kanjler gethan . al« über die Bullen gerathschlaget wurde , wel , A Erlaubmß enthielten , vier hundert und fünfzig tausend Pfund „ Einkünfte von geistlichen Gutern , zur Ausrottung der Ketzer , zu ver - „ kaufen : denn da diese Clause ! den PaeifiearionSbesehlen zuwider war , „ deren Handhabung der Kanzler lHospital , zum Besten desKöngreichs , „ sür nöthig hielt , außer , daß sie feyerlich verwilliget worden war : so bat „ er dafürgehalten , daß man demselben nicht zuwider handeln könnte , „ und daß dieses eine von den Wirkungen der Ligue wäre , die damals ge - „ schmiedet wurde , und er hat das Gutachten eröffnet , welchem gesolget „ wurde , neue Bullen zu erhalten , dle deutlich und einfältig , und ohne diesen „ Zusatz wären , welches derletzteStein desAnstoßenS und die lebte Ursache „ gewesen , die man ergriffen , diesen großen Mann der Ketzere» verdäch - „ rig zumachen , und ihm die Siegel abzunehmen , um sie in'die Hände ei - „ nes Menschen zu geben , den man viel geschickter für dieZeit hielte ; und „ so gleich schickte sich alles zum Kriege an . Fragment de l'Exarncn du Pnnce deMachiavel , 95 U . f . S Ausgabe von 1622 , in 12 .
( I ) Er hat nicht unterlassen , sehr gute Gesetze ein ) uführen . Z Stephan PaSquier hat mir diese Betrachtung dargebothen . Ich will seine Worte im XIX B . des II Bandes seiner Briefe , p . 520 , 5 - ' , führen : „ Wir haben zu unsern Zeiten einen jungen König , Carl den „ IX , hier in Frankreich gesehen , dem die Schwachheit seiner Zugend an . „ sänglich , und in folgender Zeit , die außerordentliche Hihe seines Tem - „ peraments , nicht die geringste Muße gegeben , Gesetze zu machen , gleich - „ wohl ist niemals vor ihm ein König gewesen , der so viel schöne Befehle , „ als er , gegeben hätte : zum Beweise dienet derjenige , von . 560 , an die „ Stände , die in der Stadt Orleans versammlet waren ; verändere , der „ zu Roußillon > ; 6z gegeben worden ; und der dritte zu Moulins , , 566 . „ Diese drey Befehle enthalten eine Menge Artikel der Policey , und „ schöne Verordnungen . welche unser» alten Satzungen sehr weit vor - „ gehen . Wem aber sind wir diese« Gute schuldig ? Niemanden an - „ ders , als dem Michael von Hospital , seinem großen und weisen Kanz - „ ler , der unter der Gewalt des jungen Königes , seines Herrn , der vor - „ nehmste Vermittler des ersten ; der Angeber , Beförderer und Urheber , ider zween andern gewesen . Ich wollte gern , daß sie in allen mit eben „ derselben Ehrfurcht beobachtet worden wären , als wie sie eingessihret „ worden . „ Ich wundere mich , daß Paeauier nicht von den schönen Befehlen redet , die der Herr von Hospital , unter Franeiseus dem II , hat machen lassen . Ludwig Regnier , Herr de la Planche , ein schreiber derselben Zeit , führet derselben in der Historie Franeiseus des II , 515 u . f . S . dreye an , die sehr gut und heilsam gewesen sind . Ich will sagen , worinnen der erste bestanden hat : dieß war derjenige , der die Testamente und Schenkungen der Witwe» einrichtete , die zur andern Ehe schritten . Ich will mich der Worte eines Schriftstellers derselben Zeit bedienen : Thevet , Flog . Tom . VII . p . 575 . Auf die Borstel - lang des Ranker» von - Hospital sind durch unsere Ronigc von Frankreich , verschiedene Verordnungen , Befehle und veillkühre» , Qqqqq

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