Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-12501

Hospital .
Vernunft gehorchte , fo gab er zu erkennen . Geistes besonders blicken : ücfa
nen , die bey Unterredungen viel schwatzen , sondern auch den Scribenten : ich will sagen , daß sie einigen dasjenige geben , was den andern zugehöret ( 0 ) . Er hat em schönes Testament gemacht , welches gedruckt worden , und er hat unter andern Dingen die Neigung bemerket , die er gegen den Frieden gehabt ( P ) , und seine Gleichgültigkeit gegen die Leichengepränge ° . Er ist den iz März 157z , ungefähr acht und sechzig Jahre alt , gestorben ( ( ^ ) . Er hat seine einzige Tochter zur Erbinn eingesetzt , die mir den Robert Hurault vermählet war , und seine Bibliothek hat er dem Michael Hurault , dem andern von seinen Enkeln , vermacht , der unter dem Namen des Herrn du Fay sehr bekannt gewesen ist ( R ) . Ich könnte noch viel andre Dinge anführen ; allein ich habe sie ausgelassen , weil man sie im Moreri , oder in Teißiers Zusätzen zu des Thuanus Lobsprüchen , oder in ThevetS chen , oder in des Brantome Nachrichten finden kann . Dieser letztere , der ein Soldat war , ist in dem Lobe dieses Kanzlers p , glücklicher , als alle Gelehrte gewesen , die ich gelesen habe , ob ihn gleich Thuan und Scävola Sammarthan sehr wohl qelobt haben . Ronsards Ode i zum Lobe dieses Hauptes der Gerechtigkeit , ist für vortrefflich gehalten worden ; allein ich finde in gewissen Absichten nichts , daß des Brantome Beschreibung gleich käme . Sie beweist uns , daß der Herr von Hospital eine Person ist , die man allem demjenigen entgegen stellen kann , was das alte Griechenland , und das alte Roin großes und großmü - thiges unter den Nathsperjonen gehabt hat . Ich werde in meinen Anmerkungen viel andre Stellen anführen , und mich , um nicht allzuläuftig zu seyn , enthalten , dasjenige vorzubringen , was Brantome geschrieben hat . Ich bitte meine Leser , nur Zwey Dinge zu betrachten : das erste ist , was er über den Streit bemerket , den er mit der äußersten Standhastigkeit gegen den Cardinal von Lothringen behauptet , welcher wollte , daß die Kirchenversammlung von Trident angenommen werden sollte : ' das andre betrifft die Unerschrockenheit , welche der Herr von Hospital nach der pariser Bluthochzeit sehen ließ , da er Ursache zn glauben hatte , daß die Schlachter Befehl bekominen hätten , sein Haus zu durchsuchen ' . jch will noch dieses sagen : Ein be - rühmter Schriftsteller f , „ nachdem er die Stärke der Seele , als eine gewisse Natur und Neigung des Geistes erklaret , der alle - «zeit in sich selbst gleich , fest , standhaft und vermögend ist , alles zu sehen , alles zu hören , und alles zu thun , ohne sich zu beun - „ ruhigen , zu verlieren und zu entsetzen , , , setzet dazu , daß dieses fast eben so ist , wie sie Iuvenal durch sechs schone Verse der >o Satire geschrieben hat " , TS * " ^ — —
„ als ein andrer von i
„ mit kühnern Worten , daraus er auch seinen Wahlspruch zusammen „ ruinae y . „ Man sehe unten ® . Sollte ich die Dienste vergessen , die er noch nach seinem Tode geleistet hat ? * Ist es nicht lig , D beobachten , daß dieGrundsaße des Staats , nach welchen er sich gerichtet , für Frankreich sehr nützlich gewesen sind , weit er Schüler gebildet , die sich von Zeit zu Zeit den gefährlichen Anschlägen der Liguisten widersetzet , und selbige krebsgängig qe - macht ( 8 ) ? Ich werde der Anmerkung etwas beyfügen , welches den Herrn von Fay , seinen Enkel , betrifft aa ( T ) .
« ) Pasquier Lettr . Lib . XXII , pag . 7 * 8 , Tom . II . b ) La . Planche Hift . [ de Francis II , pag . m . a - z . c ) Gegeben im Monate Miy '560 . d ) Diese Einschränkungen haben den eifrigen Katholiken misfallen . Siehe die Anmerkung ( E ) zu Ende . <• ) Siehe itt der Anmerkung ( F ) die angeführte Stelle des Beaucaire 29 Buch . / ) Siehe die Anmerkung ( H ) in der angeführten Stelle des Davi - la , Hift . Lib . II . g ) Pasquier Lettr . Tom . I , Liv . IV , pag . 226 . Siehe auch Baptifte Je Grain , Liv . I , de l'Hift . d'Henry IV , p . nu 129 , 130 , wo er ihn so sehr lobet , als er diejenigen tadelt , die ihn von dem Kriegsrathe ausgeschlossen haben , b ) Siehe bieNegotiationsetc . in der Mitten der Anmerk . ( tt ) . , ' ) Siehe Varillas ttift . de Charles lX , Tom . I , pag . i ; > . k ) In der Anmerkung ( H ) zu Ende . / ) Na - ^ mens Vignai und nicht Vignan , wie es Mezerai nennet , auf der 186 S . des 3 Band , seiner großen Historie . Er ist gar nicht aufmerk - sam bey den eignen Namen gewesen . m ) Brantome , au Difcours du Connctable de Mommorenci , Tom . II , pag . 87 . n ) Sieht Thuan . Lib . XLI , pag . 840 , 841 , aufs 1567 Jahr und Varillas , Hift . du Charles IX , Liv . VI , pag . 111 . 39 i» . f . Tom . II , siehe auch die - - 56 S . des I Bandes . - > ) Siehe die Anmerkung ( PI ) in der Anführung der Bibl . Choifie des ColomieS . / - ) Es ist dem Lobe det Connestabel von Mommorenci eingeschaltet . q ) Es ist die 10 des IjB Richelet , der sie ausgelegt hat , saget , daß es ein Meisterstück der Dichtkunst ist . Siehe auch Pasquier , Liv . XXII , seiner Briefe p . ! 75« . - ) Brantome . Memoir . Tom . II , pag . m . 8s Siehe Varillas Hift . de , Charles IX . Liv . VI , pag . 111 . 5 u . f . eine große umständliche Beschreibung dieses Streites . j ) Brantome , Memoir . Tom . II , p' 87 / 88 . 0 Naude Coups d'Eftat ch . V , pag . m . 784 . « ) Portern potce animum , mortis terrore carentem etc . x ) Naude' , Coups d'Eftat p . 78 ; , 786 . y~ ) Diese Worte sind aus des Horaz Od . III , Lib . III , und bedeuten , wie sie der Ausleger des Naude über - - fetzt hat : Xvenn gleich die V ? elt einfiele , so würde mich ihre Stücke treffen , ohne daß ick Mick darüber cnrstrzre . 2 ) Die Herzhaftigkcit , die der französische Hof 1563 gegen den Pabst bezeuget , welcher die Königinn von Navarra vorgeladen hatte , » . s . w . und cher genöthiget war , seine Schrift aufzuheben , ist das Werk des Herrn von Hospital und des ConnestabelS von Mommorenci gewesen . Siehe Thuan . Lib . LXXXII , pag . m . 32 und 33 . < * « ) Dieß ist die Anmerkung ( R ) .
( A ) ( Bt tvav ans Auvergne , und aus einer mittelmäßigen La - Sern , so wurde er ^tgleick der - Hoffnung beraubet , die er so wohl milie : er sckwang sick stufenweise und nack und nack empor . ^ von emem als dem andern Theile hatte : denn das Audicoramc Sein Vater ist ein Arzt gewesen , und hat dem Connestabel Carl von rvurde einem andern gegeben , und der Tod , der den Cardinal Bourbon als ein solcher asdient . Er bat ihn niemals verlassen , er Grammond wegrückte , machte ferne - Hoffnung rückaangia , die
ist ibm in verstellter Kleidung gefolgt , er har an allen seinen Un - ihn nack Frankreick zurück gcbrackr hatte . Da er sick also er -
glücksfällen Cheil gehabt , und ihm in allen seinen Anschlagen tvü tappen lassen , so hielt er sick an das parlemenr , wobev er nicke
der den Ronig , wider den Raiser , und wider Rom , die Cardinale drey Jabre gewesen war , als er Marien Morin , die Tockter de»
und den Pabst selbst beigestanden . Naude , Coups d'Eftat . ch . V , Criminallieurenanrs Morin , zur Ehfrau nahm , die zur Morgen -
pag . m . 787 . Als er ihm folgte , da er sick Jtt dem Raiser Carl be - gäbe die Besoldung eines Parlemenrsrarhes gehabt ( * ) , voeU
geben , hat er „ alle feine Kinder , sowohl Söhne als Töchter in Frankreich cke er ungefabr neun Iabr verwaltet hat , worauf er von den»
„ gelassen , die noch sehr jung waren , und die Unglücksfalle und Beschwer - Ronige , - Heinrick , als Gesandter nackBononien geschickt worden ,
„ lichkeiten einer solchen Reise nicht ausstehen konnten . Unser Michael wo der allgemeine Rath aller Bischöfe wegen einiger Vcrbesse -
„ war zu Toulouse in einem Alter von achtzehn Jahren , und ob er gleich rungen eingeführt und kund gemackt worden war . Thevet ,
„ nurStndierens wegen da war , so wurde er doch aus Verdacht ausgeho - Elog . Liv . VII , pag . 371 , setzet noch hinzu , daß er hierauf Kanzler
„ ben , uud so lange in die öffentlichen Gesängnisse gesetzt ; bis ein ausdrück - der Herzogin» von Berry , und hernach Oberaufseher der Einkünfte der
„ licher Befehl des Königes kam , ihn loszulassen , und ihm zur Fortsetzung königlichen Rechnungskammer , nach dem Tode König Heinrichs aber , ge -
„ seiner Studien Freyheit zu geben , weil er ihn mit keinem Verdachte be - - heimer Rath gewesen . Man merke , daß sein Vater , nach des Coimesta -
„ flecket gefunden , der ihn hätte strafbar machen können . , , Thevet , bels Tode , einige Zeit dem Hofe Kaiser Carls des V , gefolgt ist , ( Tcftam .
Elog . Tom . VII , pag . 368 , Ausg . in 12 . Er nimmt dieses , wie er beken - de l'Hofpital vom ColomieS , Bibl . Choifie pag . 55 angeführet ) und daß
net , aus dem Testamente des Kanzlers von Hospital . Siehe Bibl . er , nachdem er sich hierauf bey der Schwester , seines altenHerrn , der
Choifie de Colomies , pag . 53 . Er hat seinen Vater und den Connesta - Renata von Bourbon , des Antonius , Herzogs von Lothringen , Gemah -
bel besuchet , als er nach Italien zurückgekommen war , und dasilbst die linn , in Dienste begeben , darinnen seine ganze übrige Lebenszeit zuge -
Karten sehr vermischt gefunden , ( p . 369 ) dennFranciscus der I hatte bracht hat . Belcarius , Lib . XXVIII , num^ . Man machet ihn zum
Mavlaud belagert : ( was er saget , findet sich in des Kanzler« Testamente , Sohne eine« Menschen , der m der Stadt Avignon , als ein Iude ge ,
Colom . Bibl . Choif . pag . ; , ) und weil sick diese Belagerung in die bohren worden . beständig so gelebt bat , und auck so aefiorbm
ßattae ; u verziehen schien , und dicftr Arzt befürcktete , daß sein iß . Varillas , Hift . de IHerefic' Liv . XXII , pag . ni . 170 , Holl . Ausg .
«obn . durck eine allzulange Aussetzung , einen aufierordemlicken Er hat dieses aus Belcars XXVIIIB . Num . 57 , aenommen . Varillas ,
«ckaden in seinen Studien leiden möckte ; so trug er einigen dem ich diese Worte abborge , saget in der Historie Franciscus des II , pag .
Stihrientrn auf , ihn mitzunehmen , mir welckcn er , als ein Maul - w . 194 , daß Michaels von Hojpital Vater , ein Jude gewesen . Derqlei ,
verkleidet , von Mailand abgereisec , und Nickt ohne chen Verwirrungen sind ihm sehr gewöhnlich . Teißier . Addit . am Elo -
aco8eßfihen«äefabc über den Fluß Abdua . und dann nack Padua ges , Tomj , pag . 396 , Ausgabe von 1696 , versichert , e« führe Mezerai cm ,
9 5 • i «ah orifot - a ( ^ciit daß der Vater Oes Ranzlers , der Sohn eines Leibarztes der R6 -
^elkr^ verkleidet , von Mayland abgereiftt , und Nickt ohne chen Verwirrungen sind ihm sehr gewöhnlich . Teißier . Addit . aux Elo -
acoße Sehen «nefabc über den Fluß Abdua . und dann nack Padua ges , Torn^I , pag . 396 , Ausgabe von 1696 , versichert , es führe Mezerai an ,
aeaanaen «i / vie Recktsstudien von Alters her geblübet . Sein daß der Vater des Ranzlers , der Sohn eines Leibarztes der Ro -
Vater bat iE» auf dieser hohen Sckule secks Iahre gelassen , wo - mgmn von Navarra , Antons von Vourbon Gemahlinn , gewe -
^uf er ibn na^i Vonouien und Rom gerufen : daselbjk ist er ftn se^ Er führet , Ton . II . p . g . 4 . 3 , in derAusgabe von . 6«z , die . . 5«
mit einer versehen worden , die man Auditores der S . des II Bandes , von der Historie Frankreichs , des Vcezerai an . Ich finde
XötrStSr« öen Rath seines Vaters wegen der nichts von dem Kanzler von Hospital im - Bande dieses Schriftstell^ ich
Verspreckunqenn Zerleste die ihm der Cardinal Grammond sehe nur p . 22 bee ! 3 Bandes , daß er e - nSohn des Leibarztes der Re -
gegeben har^ ihn zu gSßern Bedienungen im Urte zu befor - nm von Äoucbo^Aruons von Lothringen , Gemahlinn gew^n .

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