Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-12344

Honoris . Honorius . Hoornbeck .
8z ?
Sem Ronigreiche nickt dulden sollte , damit sie durch Trennung ver Gemücher , über den sc» garten Punct von der Religion , den Frieden nickt beunruhigten . - - - - Ebendas . aufs , 555 Jahr . Allein Sa die Roniginn bald Hernack verstarb , und Selim , der sich wenig um die Religionsunruhen bekümmerte , seinem
Vater Solimann gefolget war , der in der Belagerung vor Sigeth an einem Schlagflusse starb : so sind die Lutheraner Cal - vinilken und Arianer wieder nack Siebenbürgen gekommen und haben , unter dem Vorschübe des perrowiy , daselbst mehr Frey - heit , als jemals , bekommen . Ebendas . aufs 1556 Jahr .
HonorM , Valentinians des III Schwester , hat sich durch ihre Unkeuschheiten den Haß dieses Kaisers zugezogen , und durch ein ander Verbreche , , zu rächen gesucht . Sie ließ den Attila ersuchen , die Eroberung des Reiches zu unternehmen , und versprach ihm , ihn zu Heirathen . Die Scribenten sind hierüber ein wenig veränderlich . Einige geben vor , daß sie sich dem lü - dcrlichen Leben nicht eher überlassen , als bis ihr gemachter Anschlag , diesen König der Hunnen zu heirathen , fehl geschlagen ( A ) : andre sagen , daß sie sich schon , ehe sie diesen Gedanken gehabt , übel aufgeführethabe ( B ) .
( A ) Einige Seribenten geben vor , daß sie sick dem lüderli - cken Leben nickt eher überlassen , als bis ihr gemackter An - scklag , diesen Ronig der - Hunnen zu heirathen , fehl gescklagen inar . ] Ein neuerer Schriftsteller , der denSigonius und Marcellin an - führet , giebt vor , daß Honoria , durch eine unkeusche Flamme verzehret , einen Verschnittenen an den Attila geschickt , und sich demselben nebst dem Kaiserthume zur Heirath anbiethen lassen ; daß Attila Gesandten an den Kaiser Valentinian geschickt , um die Honoria anzuhalten ; daß er sich aber , vor ihrer Zurückkunft , dermaßen in ein junges Fraulein , von seiner Nation , verliebt , daß er es geheirathet , und sich am Hochzeittage durch starkes Trinken , und vielfaltige Umarmungen seiner Gemahlinn , ums Leben gebracht ; daß hierauf Honoria , die ihre Hoffnung vernichtet gesehen , sich den Buhlern überlassen , die sie geschwängert haben , worauf man sie nach Constantinopel geschickt . Haec libidine inflammata eu - nuchuni legatum ad Attilam Hunnorum regem mißt , coniugium et regnum ei offerens . Mißt igitur Attila legatos ad Valentinianum , qui fuafionibus minas adiicientes Honoriam petebant , fed priusquam legati Roma reuerterentur , Attila - - puellae cuiusdam . - . amore captus . . . nuptias cum ea celebrauit . - - - ria igitur , cum fpe fua fruftraretur , aliis fe fubfternit : inde grauida
HonoriUs / römischer Kaiser , ein Sohn des Tbeodosius . Um nicht zu widerholen , was man schon in dem Moreri fin« det , so will ich nur bey seinen Vermählungen stehen bleiben . Er hat nach einander zwo Töchter Stiliconö geheirathet ( A ) , welche alle zwo , wie man saget , gestorben , ohne daß sie ihr Gemahl erkannt hat . ZosimuS erzählet hiervon einige seltsame de ( B ) , die man in den andern Historienschreibern nicht findet ; allein man wirst ihm einen starken Widerspruch vor ( C ) , der allen Lesern in die Augen fällt .
faÄa , Conftantinopolim mittitur . Chriftian . Matth . Theatr . Hill , p . m . 733
( B ) Andre sagen , daß sie sick , ehe sie diesen Gedanken gehabt , ubel anfgefuhrer habe . 1 „ Honoria , des Kaiser Valentinians rer , die sich mit dem Hosmeister ihre« Hauses gemein gemacht hatte , „ ist mit Schanden aus dem Pallaste ihres Bruders gestoßen , und darauf „ gezwungen worden , nach Orient zum Theodosius zu fliehen Sie hat „ eine so wütende Nachbegierde gefaßt , daß sie , da sie kein ander Mittel „ finden können , dieser Leidenschaft eine Genüge zn thun , ins geheim an „ den 'Attila geschickt , denselben zur Eroberung von Italien zu überreden , „ welches ihm die Schwachheit Valentinians , und die Verwirrung der „ Reichsgeschäffte sehr leicht machen würben . „ Maimb . Hirt , de l'Arian . Liv . IX . Tom . III . pag . 6 . 7 . Holland . Ausg . Nach Bonfins Erzählung , Hiftor . Hungar . Dec . I . Libr . VII . ist sie in einem Kloster gewesen , da sie an den Attila geschickt , ihn auszuforschen , welcher , da er den schlechten Fortgang der Sache gesehen , geglaubet , daß man ihn hinters Licht führe : welches ihn bewogen , sich mit der Tochter des Königes der Bactrianer zu vermählen . Wenn Honoria in einen» Kloster gewesen ist , so ist dieß ein Merkmaal , daß sie sich übel aufgeführet gehabt .
( A ) Lrhat - > - die ; woTochter Stiliconsgeheirathet . )
Die erste hat Maria , und die andre Thermantia geheißen . Ihre Mut - ter Serena , die von Herrschsucht eingenommen war , hat nicht so lange gewartet , bis Maria das mannbare Alter erreichet hatte , um sie mildem Kaiser zu verheirathen ; und nach der Maria Tode hat sie nicht weniger geeilt , eben diesem Prinzen die Tbermantia zu geben . Die Worte , die ich anführen will , bezeugen , daß sie beyde als Jungfern gestorben sind . Stilico Comes , cuius filiae diiae , Maria et Thermantia , fingulae vxores Honorii principis fuerant , vtraque tarnen virgo defun & a . Marcell . Comes in Chronic , beym Barth , in Claud . pag . 766 . Ausgabe in 4 . Gleichwohl versichert der Poet Elaudian , de Bello Gildonico , verf . 327 . daß Honorius und Maria bcy einander geschlafen haben .
Tyrio qua fiifus Honorius oftro ,
Carpebat teneres Maria cum coniuge fomnos .
Man sehe was uns Zosimus sagen wird .
CB ) - t t Zosimus erzählet hiervon ctlicke sehr seltsame Umstände . ) Serena , die sich nicht entschließen können , weder die Hei - rath ihrer Tochter mit dem Kaiser zu verschieben , noch zuzugeben , daß der Natur durch Vollziehung der Ehe mit der Maria Gewalt geschehe , die noch nicht in mannbarem Hilter war , hat ein Mittel erfunden , nämlich dem Honorius die Nestel knüpfen i» lassen . Sie hat eine in dergleichen Zauberkünsten erfahrne Frau gefunden , welche gemacht . daß Honorius , wenn er bey seiner jungen Gemahlinn geschlafen , dasjenige , was man die ehliche Pflicht nennet , weder leisten wollen noch können . Maria ist bald darauf und mit ihrer Jungferschaft gestorben . Honorius hat etliche Zeit um die Thermantia , der Maria Schwester , angehalten . ^ o' ü ß»9>Mä ;
kno 7TcAKb Mafia« etirü TiMmc & tiK ri ? c t * v raurtK ccStAQi»v S«x .
fucvtIuv >fth ol So^ii / on 7cfi ( y & pov . Imperator autem Honorius , Maria coniuge iainpridem rebus humanis exemta , fororcm eius Therman - tiain fibi matrimonio iungi petebat . Zof . L . V . p . m . 533 . Der Vater ist nicht geneigt zu dieser Heirath gewesen ; allein die Mutter Serena , hat sie begierigst gewünscht , um ihre Gewalt zu behaupten . Die Heirath ist vollzogen worden , hat aber nicht lange gedauert , und Thermantia ist bald , und mit eben dem Schicksale , als ihre Schwester , gestorben . Dieses will sagen , daß sie bey einem Menschen geschlafen , der sie weder erkennen wollen noch können : die Hexe , deren sich Serena bedienet hatte , hat die Wirkung ihrer Zauberkünste erneuert . Zosimlis saget dieses nicht aus - drücklich ; es ist nur eine Folgerung , die ich aus seinen Worten ziehe Ich will sie ein wenig weitläuftig anführen : sie verdienen es wohl , weil sie
Hoornbeck ,
eine seltsame Sache enthalten , t * y & \iH xgot t> } v magiav o'vuft *
ftim , y & tim ugocv Zxu rifv MgVfi ayutxr if umg ogut« , Sri xvußx - M & oi tqv y & yLOv cuiexontw , vjfj To nag' fattlav « ( ixSSvai , ( purtut IcSikIuv t ( tf ] üliv fTtfov H - JU1 vopl & ff« , yvvaixl toi toixBr« äigccirtiny irira - pivy xefiTU%stoi , ngirlu 2ix raunte ro avvüvou piv rtjv SvyecrigM tu ßg . ff'A« yetf jfioatxlfov «v«< . Tov ii / itlri lätAtt * jitjrt S6va£oi4 , t« tm t & n» TfOff^'xoyTa rgMu * . Ev tu toi rijc MftK ccth ? h yifuuv tmixvvftit , hkc - ru ( i Ztgita ßxatAbM yoyvj ( imSvuSffa i ( H rS fiij rijv rotaurtiv aCry Su~ varn'a» Ux - nuänvon , t * ievrigef . ävyarg ) rov dvügiov farevtiv . S
Sit yevo / z^H riAtvrä liiv * xo^ iJ . tr' b woAO rruira jp ■Kgortga . nxäSscc .
Qiium Honorius matrimonium cum Maria contraheret , niater eius Serena , quae puellam needum nubilem aetatem attigifle cerneret , ac neque fibi poflet imperare , vt nuptiae difterrentur , et immaturam ma - ritali confuetudini tradere , nihil efle arbitraretur aliud , quam iniu . riam naturae facere ; nafla mulierem , quae rebus huiusmodi reme - dium adferre feiret , eius opera perfecit : vt filia cum principe qui - dem viueret , ac tori confors eiusdem eflet , verum ille nec vellet nec poflet , ea , quae matrimonium requireret , implere . Interim puella virgine mortua , non abs re Serena , quae fobolis imperatoriae confe . quendae percupida eflet , ob metum , nequid fibi de tanta potentia de - cederet , id operam dabat , vt Honorium alteri filiae copuiaret . Qiio fadto , puella non multo poft vitain cum morte commutat , quum ideni ei quod priori accidiflet . Zolim . Lib . V . p . m . zzz .
CC ) f - Man wirft ihm einen starken tviderspruck vor . 1
Man hat gesehen , daß er gesaget , Thermantia sey kurz nach ihrer Ver - heirathung gestorben . Unterdessen versichert er in eben demselben Buche , daß Honorius . nachdem er den Stilico hinrichten lassen , die Therman , tia ihrer Mutter wieder zurück geschickt habe . 6 Ii ßxMiüt njy
Ith yantrw Qigumrlxv t« ßxnAtlx 5 ? o»h itgoci -
t«t7« * uguSlSo<$ou ) 3iv Siit rSre vrnd Philippus , im 408 Jahre . Die andre Tochter Stilicons betreffend , so hat sie der Kaiser im 398 Jahre geheirathet , welches das Jahr des Krie - ges wider den Gildv gewesen . Man sehe ClaudianS Stelle , in der An - merkung ( A ) .
t und Leiden , ist einer von den berühmtesten Gotteögelehr -
ten gewesen , die im XVI I Jahrhunderte in Holland " erschienen sind . Er war zu Harlem «1617 , gebohreii , und studierte daselbst bis ms 15 und 16 Jahr feines Alters ; worauf er nach Leiden geschickt^wurde , wo^er unter den Ehrten Professoren , damit die
Akademie versehen war , viel Einsicht erlangte .
Nachdem er zwey Jahre in dieser Stadt zurück gelegt , so studierte er 1635 zu ' Er wurde 1639 Prediger , und übte sein Amt heimlich zu Cöln .
^ ^ Gefahren , denen er
Utrecht , von da er das folgende Jahr nach Leiden zurück gieng . Er wurde . 639 Prediger , und übte sein An ( ? , . " ^füllte alle Pflichten desselben mit vieler Gottesfurcht und Klugheit , und entsetzte sich memals vor denen in einer so papistischen Stadt , wie diese , ausgesetzt war . Er kam 154z nach Holland zurück ; und wurde *
anboth ( A ) .
zum Doetorate der " er von seiner , der seit des
c ««v . « . . PH _ T - , . . . . . . andern Städten
Er ward im Hnimonate 1644 , als Professor der Gottesge ! lahrtheit zu Utrecht eingeführet . Er wurde ordentli -
So mühsam auch die Bedienungen dieser zwey Aemter waren , so hat er sie Gaben dem gemeinen Wesen so nützlich gemacht , daß er sich vielen Arbeiten nickt unterliegen möchte , so hat ihm der Rath
cher Pastor derselben Stadt in folgendem J^hre . So mühsam auch doch mit e ? ner aroßen Sorgfalt verwaltet ( k ) , welche seine schonen d
die ^ . 'ebe » k t ? »^^ , ina aller Welt erworben . Damit er aber jo vlr . r . , «rveiren mm unterliegen moa ; ie , , 0 yar iym verbat« - nc «iassm . Er wu . d . «chiM« bojjlW mL A . M . » ju b .
kleiden , dieerzuUttcchtbesaß , und er hat diesen Beruf 1654 angenommen . Er . st e . ne große Zierde dieser berühmten Akademie

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