Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-11950

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niiok »crf ( jjv yif xorhv ) tSto ftiv ( ara r / * & ) l»«pw ry yy , vjfj icvi - ßAäntmi av ) i { . Ei clauam ab Hercule dedicatam perhibent , fa & ani ex oleaftro . Quod adiiciunt miraculum , haud fcio an cuiquam fide dignum videri poßlt , eam clawam radicibus aöis regerminafle . Pau - fanias , Libr . II , p . 74 . Ich setze dazu , daß dieses die Trozenier erzahlet haben . Sie hatten das Götzenbild des Mercurius Polygius , welchem Herkules seine Keule geweihet hatte . Jedermann weis , daß sie von Oli - venholze gewesen . Pausanias saget , man habe den Baum noch gezeigt , davon sie genommen gewesen . Herkules hatte ihn an dem Moraste SaroniS gefunden . Ebend . Dieß ist ein Artikel für denjenigen , der eine Samm - lung von historischen Parallelen , in Ansehung gewisser Mährchen der Heiden und Christen , zu machen , unternehmen will ; denn wir erfahren von den Reisenden , daß vor dem Thore der Festung Smyrna ein großer wilder Kirschbaum stehe , welcher , wie die Griemen des Landes sagen , des heil . Polykarpe , des ersten Bischofs von Sm^rna , Stock gewesen , der so bald , als er in die Erde pflanzt worden , Aeste gerrieben habe . Spon , Voiage de Grece , Tom . I . p . 232 . Holl . Ausgabe .
( K ) Er hat auch keine Säulen auf dem Vorgebürge
- - - Fimsterre aufgerichrer . ] Die Fabel von der , Stiftung der Stadt Corunna , davon ich in der folgenden Anmerkung reden werde , hat einige Gelehrte überredet , daß Herkules an diesem Orte Säulen aufgerichtet hatte . Paul Jovius ist auch in diese Verblendung gefallen : und wig Nonnius , in I Iifpania , cap . LIV . p . m . 170 . radelt ihn deswegen folgendergestalt : Ab hac tabula perTnali nonnulli , credidere arcem Herculis fuilfe , et altera» colitmrws ab illo hic fixas , non feciis ac ca Gades , dictamque vrbem hanc Coi unna tamquam columnam • quod egregium etymon apud Pauhim Ioiiium , virum alias grauem et do - änni , taiitum valuit , vt ab imperito aliquo Hifpaniae antiquitatis perfuafus , huic opinioni etlam fubfcriberet , cum in vita Gonfaltii Ferdinandi d'Aguilar , agens de adnentu Regis PhHippi I . in Hifpa - niam , ita fcriberet : Ntc diu Philippus amicorum fuorum Jludia , vo - taque fi - ußratus , vt fua regna ex arbitrio adminißranda fufciperet , in Cantabriam Oceano deiteflus , peruenit in portum , qui vocatur ad Co - lumnas , fort äffe quod ibi quuque alterae Herculis columnae , Jicuti Ga - dibui , foßtae fiteruhi , quum eo externa litore terrae Hifpanicae finis . Sed opinio haec infinniori tibicine fulta , quam vt rationibus con - ■elli mereatur .
( L ) * t 1 er bat auch keinen Spiegel von einer wundere baren Rrafr dahin gesetzt . J Ludwig Nonnius , nachdem er gesaget , daß das Flavium Drigannum der Alten das heurige Lorunna ist , setzet darzu : daß die Einwohner die Stiftuug derselben dem Herkules gnen , und sagen , daß er einen Thurm daselbst gebauet , wo er einen Spie - gel eingefasser , der die allerentfernresten Schiffe gezeiget hätte . Incolae ab Hercule conditani referunt , turrimque hic eile ab eodem exftru - 6iam , in qua fpecuhmi arcana arte fabricatum erat , vnde naues vel longiifimo fpatio diftantes contemplari liceret . Ebendas . p . 196 . Der Ursprung dieser Fabel ist fast eben so lacherlich , als die Fabel selbst . In tan , ridiculam opinionem vocuin ignorantia et antiquitatis imperi - tia ita lapfi funt , nam cum turris illa fpecula dicatur , fpeculum illud mirandum fine opifice vllo confinxere . Ebend .
( M ) Er har sicli verbrannt - - - rveil er nicht mehr die Stärke gehabt , seinen Bogen zu spannen . ] dt aihov äuM
itm - itlf to oiKtiov ivTtivou Toj - ov * «vtynipiva ; . Vt iglie vitam tibi abftulerit , quod arcum fuum intendere non poflet , annos lam natus quinquaginta . Ptol . Hephaeft . beym PhotiuS , Cod . 190 . p . 472 . Einige Personen , welche ihre Muße misbrauchen , Allegorien zu suchen , bilden sich ein . ma» habe unter verdeckten Worten hierdurch an - zeigen wollen , daß sichHerkules nicht mehr vermögend befunden , eine Frau zu vergnügen , und daß er , bey Wahrnehmung dieser entsetzlichen änderung , in eine so tiefe Schwermuth gefallen sey , daß er nicht länger in der Welt bleiben wollen . Cr ist viel ungeduldiger gewesen , als der Fechter Milo , ( siehe den Artikel Achilles , in der Anmerkung ( L ) , ) der nur geweint , da er bey seinem Alter die Schwache seiner Arme gesehen , die in seiner Jugend so stark und tapfer gewesen waren . Wir wollen den dem Artikel penelope von diesen Allegoriensuchern reden : denn sie erklären das nemo ineo melius arcum tendebat Vlyffe auf eben be Art .
( N ) ( Sc ist das lettre Rind gewesen , womit Jupiter die Sterb - wichen geschwängert p«t . Diodor aus Sicilien machet diese Anmer - kiing , den Ruhm Herkuls zu erheben . Er setzet voraus : Jupiter habe allem Umgange mit den Frauenspersonen abgesager , weil er nicht gewollt , daß seine letzten Geburten weniger gelten sollten , als seine ersten . In hac ipfa ( 'Alcmena ) ( andern deliit , nec cum vlla deinceps mortali rem bere fobolemque procreare voluit , nc praeftantioribus fcilicet de . teriora fubftitueret . Libr . IV . cap . XIV . Siehe die Anmerkung ( C ) , des Attikels Alkmene . Er hat also befürchtet , daß die Kinder , die er nach dem Herkules zeugte , demselben nicht gleich kommen würden . Pli - ntud der jüngere , saget in Trajan« Lobrede etwa« , welches mich dieses Gedankens erinnert : klunc ( Netuarn ) Dii coelo vindicauerunt , ne quid polt ilüid diuinutn et immortale fathim mortale faceret . PI in . in Pa - negyr . Traiani . Diese« geht darauf , daß Nerva kurz darauf gestorben , da er den Trajan an Kindesstatt angenommen hat . Ich habe im Lacranz eine »ehr scharfe Spötterey darüber gelesen . daß der größte Gott endlich auf , hörte , Kinder zu zeugen : Cum vero dicantur aliqui ( D / 7 ) ex aliquibu« nati , confequens eft , vt femper nafcantur , liquidem aliquando funt nati ; vel fii aliquando nafei defierunt , feire nos conuenit , cur , aut quando defierint ? Non illepide Seneca in libris moralibus Philofo - phiae : QV1 p ergo eft ( inquit ) quare apud Poetas falaciflimus In . piter defierit Iiberos tollere ? Vtrum fexagenarius faftus eft , et illi lex Papia fibidam impofuit ? an impetrauit ius trium liberorum ? An tandem illi venit in mentem ,
Ab alio expefles alteri quod feceris ?
Et timet , ne quis tibi faciat quod ipfe Saturno ? L . I . c . VI . p . m . si . ja .
( O ) Man saget , dafi er drey Tage in dem Bauche eines u ? all - stsches gewesen . ^ Ich will mich der Worte , von dem Ausleger de« Philostratu« bedienen , um diese Begebenheit , und die Gelegenheit dazu auszudrucken . Da sich die Götter einmal mit einander verschwo , ren , ihren obersten Jupiter gefangen ; u nehmen ; so ist er denstl - ben . da er . durch die Themis , N>ind davon erl>alten , zuvorge - kommen , und hat diese auf eine , und jene auf eine andere Art ge - straf« . Den Apollo und ^eptunus hat er aus Verdruß nach
Ilium geschickt , daselbst den Maurern Hey der Mauer ; u die , nen , die man damals baute , wo sie sich bey dem K . aomedon vcr - düngen ; der nach vollendetem Nverke den wahren Apollo mit vielen Opfern und Gaben belohnet , aber an des Neprunus Ge - nugthuung nicht gedacht har . - Hierüber har dieser erzürnte Gort einen entsetzlich großen rvallsisch geschickt , der ein ganzes Meer N ? asier auf diese Gegend gespieen und sie gan ; überschwemmet har : undL . aomcdon isi nach dem Ausspruche des Orakels , sich von diesem Uebel ju befreven . verbunden gewesen , seine Tochter , - Hesione , mit königlichen Rleidern geschmückt , diesem Ungeheuer auszusetzen , um von ihm verschlungen zu werden . - Herkules , der von ungefähr durchgereist , hat sich , aus Mitleiden gegen den Vater , erborhen , sie zu befreyen , wenn er ihm die Pferde geben wollte , die von der unsierblicben Art gefallen waren , und die er vom Jupiter für den von ihm geraubten und gen - Himmel ge - führten Ganymedes , der ihm zum Mundschenken dienen sollte , erhalten hatte . Nach angenommenem Vorschlage , hat sich - Her , kules ganz gewaffnct in den Rachen dieses Ungeheuers , ohne De - dacht , geskürzet , und , da er sich von da bis in den Dauch durch - gedrungen , darinnen drey Tage mir zimmern zugebracht , bis er ihn völlig niedergemacht . Nachdem ^ . aomedon hierauf den ab , geredeten Sedingungen kein Genüge thun wollen : so ist - Hcrku , les mit sechs mit Rriegsvolke besetzten Schiffen , nach Tro , a zu , rückgekehret , und hat es geplündert ; den K . aomedon gerodret , Und die - Hesione gefangen weggeführet , welche er dem Telamon , des Asar Vater , zum Geschenke gegeben , weil er die Mauer zu , erst überstiegen hatte . Vigenere , in den Summarien des Pcrseu« des Philostrarus , p . m . 4S6 . Es ist ärgerlich , daß Vigenere niemand anführet . Diesen Mangel zu ersehen , will ich eine Stelle des Tzetzes an - führen , die mir Drelincourt , nebst verschiedenen andern Sachen , den Text dieser Anmerkung betreffend , mitgetheiler har : yhg
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Tzetzes ad Lycophronem , p . iz . Der Scholiast Homers , über die Jlias , XIX B . 145 B . erzählet das meiste von denen Dingen , die ich aus dem Ausleger des Philostratus angeführet habe , und belehret uns , daß sich diese Historie in dein HellanicuS findet . Uebrigens ist Herkules nicht da wieder herausgekommen , wo er hinein gegangen war ; er ist durch das Loch , ich will sagen , durch den Bauch des Wallfisches , herausgekom - men Ich kann nicht beweisen , ob Natalis Comes , Mythol . Lib . VIII . cap . III . p . m . 821 . dasjenige «ohl erzahlet har , was er aus dem An - drötas von Tenedos , wegen der Haare erzähler , die Herkules verlohren : Vbi vero cetus accefliflet hians in eins os Hercules irruit , vbi cum per triduum fiiiflet , ceto disrupto exiit omnibus aniiffis capillis ca - pitis , vt scriptum reliquit Androetas Tenedius in nauigatione Pro - pontidis . VoßinS , von den griech . Geschichtschr . p . z - 1 , saget : daß An - drökas von dem Scholiasten des Apollonius , im II B . angeführet wird . Lykophron saget deutlich , daß HerkulS Haare von der Hitze des Wall - fischbaucheS ausgefallen sind .
Ejujrkuc Si ! airfC ( yrdrojv tpAoiSufitvot ,
Tijäü Xißi ) ro { ä ( ptoyoit en hy & gutty Zpfoyyctc nuhioct ir ( $u .
Viuus autein difle & or inteftinoruni ainbuftut ,
In calido campo , in ollae focis non ignitis Iubas capitis deftillauit . v . Zs .
( P ) ( £c ist von der Juno an Rindesstart angenommen wor , den ; allein man saget , daß er sict , geweigert , in das Collegium der zwölf großen Götter aufgenommen zn werden ] Juno , die ihn so sehr verfolget , so lange , als er geleber , hat sich sehr geneigt gesun - den , ihn nach seinem Tode zu lieben . Dieses bekräftiget dieser VerS des Horaz , Epift . I . Libr . II . v . 10 .
Diram qui contudit Hydram ,
Notaque fatali portenta labore fubegit ,
Comperit inuidiain fupremo fine dotnari .
Folgendes erzählet Diodor ans Sicilien , im IV B . XL Cap . Nachdem Herkules in die Zahl der Götter aufgenommen war , so ist er von derJuno an Kindesstatt angenommen worden , die ihn seit dem als eine gütige Mutter geliebet har . Das Gepränge von dieser Kindesannehmung ist folgendes gewesen . Juno har sich ins Bette geleget , und als eine wahr - hafte Wöchnerinn den Herkules auf eine solche Arr gestellet , daß er unter ihrem Rocke hervor auf die Erde gefallen . Die Barbarn haben dieses Gepränge bey ihren Kindesannehmungen , noch zur Zeit Diodors aus Sicilien , beobachtet . Herkules ist darauf mit der Hebe vermählet wor - den ; allein er har die Ehre verberhen , die ihm Jupiter durch die Auf - nähme in die Zahl der zwölf großen Götter erweisen wollen , und seine Weigerung damit gerechtfertiget : daß kein lediger Platz in diesem Colle - gio wäre , daß er deswegen nicht hineinkommen könne ; und daß es sehr ungerecht seyn würde , eine andere Gottheit abzusetzen , damit er hinein kommen könne . Juno hat sich schon lange als eine Mutter gegen den Herkules aufgeführet , ohne daß sie ihn gekannt hatte . Hier ist die Ge - schichte : Alkmene , die sich vor der Eifersucht dieser Göttinn gefürchtet , hat sich nicht erkühner , sich Herkuls Mutter zu nennen^ sie hat ihn da - her gleich nach der Geburt mitten ins Feld weggesekt . Minerva und Ju - , 10 sind gar bald vorbey gegangen : und wie Minerva dieses Kind mit Be - wundernng angesehen , so hat sie die Juno gebethen , es zu säugen / Juno hat es gethatt ; allein das Kind har die Warze ihrer Brust so scharf gebis - sen . daß sie einen unerträglichen Schmer , darüber empfunden , und das Kind liegen lassen . Hierauf hat eS Minerva genommen , und zu der Alkmene zum säugen getragen , als wenn sie ihr von andern angepriesen worden wäre . Ebend . IX Cap Hieraus könnte man sast eine Gleichheit zwischen dem Moses und Herkules machen
( Q . ) Ls must etwas von dem gallischen Herkules gesagct wer - de» . ] Audigier , Origine des Francois , et de letir Empire , I . Parf . 22 ; u . f . S . hat sich zum Nachahmer'der Griechen gemacht , da er sie widerleget : er har diesem Herkules fast alle Thaten der andern beygele - get , und er hat der Griechen ihrem mir die moraiischeliEroberunge» g^ lassen ; da« heißt , die Sicge über die Leidenschaften . Nach ihm hat der gallische Herkules die Stadt Alise in Gallien gebauet : er ist vom 3k bion , dem Könige von Großbritannien und vom Bergiona - zweenen Söhnen Neptuns , angegriffen worden . Er har ne >n Pro - vence durch die von seinem Varer Jupiter erhaltene - Hülfe ge -
schlagen ,

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