Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-11640

Henault .
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dtclamatoriae conciones S . Catheäris piilfae . Praefatiotic eadem , ex L . G . a Renelle , pag . in . Cr bemerket , daß Hutter dieses Verfahren des Königes von Dännemark sehr verdammet hat . Heroicuni iftud Regis Frederici fa rede sehr lobet . Rebinfoniis , pag . 10 . clusdem ad Le & orem praefatio . nis fic concludit . Dens , qui nunquam deelt Ecclefiae fuae , irrequie - torum talium hominum conatus , vt olim per pios Magißratus , in Da . nia praefertim , mire irapediuit ; ita etiam nunc per optimi patris Optimum filium , re et nomine vere Chriftianum , paternis veftigiis feuere infiftentem , pietate , et iuftitia regna fua firmantem , Pontifi . ciorum , Vbiquitariorum , et aliorum fchismaticorum ac turbulento - rum hominum ftudia mature , et prudenter in ipfa herba reprimen - tem , benigne retardauit . Lud . Gerard . a Renefle , ebendas .
( * ) Praefatio Libri Hemmingii , cui titu / us , Immanuel , apud Lu - douicum Gerarduin a Renefle , Not . in Apologeticam Reformatarum in Belgio Ecclefiarum Epiftolam , ad , et contra Auftores Libri fis , dicti , Concordiae , p . m .
( * * ) 'Scribens ad Auguftum Ele & orem fic inter alia , fi Türe» totam tuam ditionem , ferro flammaque vaöaflet , tanta non dediflet damna , quanta ex concordiae difcordis negetio aeeepit , bey selben .
Ich bekenne aufrichtig . daß ich hier nicht aus der Quelle schöpfe , und daß ich kein ander Original , als die Noten Ludwig Gcrards von Renesse , über einen Brief habe , den er zu Breda , wo er Prediger und Professor der Gottesgelahrtheit gewesen , 1651 wieder drucken lassen , und der zum erstenmal ? lateinisch , holländisch und deutsch bereits , 579 gedruckt worden war . Er ist betitelt : Apologeticae , Reformatarum in Belgio Eeclefia . tum Epiftola , ad , et contra Auftores Libri Bergenfis , difti , Concordiae . Sienesse hat den Urheber desselben nicht gekannt ; allein ich weis , daß mar» ihn dem Peter von VillierS ( * ) , einem französischen Prediger , und Hof . prediget des Prinzen von Oranien zugeeignet hat . An . 1579 Petrus Vil . lerius Gallus concionator aulicus Principis Auriaci , Polypragnioni . cus , fub miniftrorum Belgicorum nomine Epiftolam criminatoriam contra A'itores libri Concordiae publicauit . Schyflelburg . Libr . IL TheoL Caluinianae , cap . VII . beyNl Schütting , Bibl . Cathol . Tom . I . pag - sj .
( * ) Siehe in der ? lnmerkung ( 8 ) des Artikels Carl Her V , die Stelle der Jahrbücher des Grotms , wo man diesem Peter VillierS die Schutzschrift des Prinzen von Oranien zueeignet .
( N ) , ein französischer Poet im XVII Jahrhunderte , „ der Verfasser des Sonnets auf die Fräulein von „ Guerchi ( A ) , und Lehrmeister der Frau Deshoulieres , hat bey seinem Leben zu Paris in ziemlichem Ruhme gestanden , und „ derselbe besteht noch , ob er gleich vor vierzehn Jahren gestorben ist « . Es hat sich zwar , da sein Verdienst nicht gedruckt wor - „ den ( B ) , mit dem Menage zu reden , sein Ruhm nicht , wie vieler andern ihrer , ausgebreitet , die in Paris niemals in "
en . Er ist ein witziger und gelehrter Mann gewesen , der ein auserlesenes Vergnügen geliebt erfchwendüng mit Kunst und Zärtlichkeit verbunden hat : Mein er hatte die größte Widerwärtigkeit , bajit ein Mensch fä
sich der Gottesleugnung , und machte mit seiner Meynung auf eine rasende und entsetzlich gezwungene . ein Gepränge . ' Er hatte drey verschiedene Lehrgebäude von der Sterblichkeit der Seele aufgesetzt ( C ) , und eine ausdrück
^en , als er , gestanden haben .
»die Verschwendung mit Kunst un ! WWWW^
„ hig ist : er rühmte sich der Gottesleugnung , und machte mit seiner Meynung auf eine rasende und entsetzlich gezwungene Are „ ein Gepränge . Er hatte drey verschiedene Lehrgebäude von der Sterblichkeit der Seele aufgesetzt ( 0 ) , und eine ausdrückliche „ Reise nach Holland gethan , den Spinosa zu sehen , der gleichwohl nicht viel aus seiner Gelehrsamkeit machte . In der Todes« „ stunde veränderten sich die Sachen sehr ; er bekehrte sich , und 'wollte die Sachen aufö äußerste treiben : sein Beichtvater war „ verbunden , ihn abzuhalten , daß er das Sacrament , nicht mitten in seiner Kammer , mit dem Stricke um den Hals empfing . „ Henault war von keinem großen Herkommen : sein Vater war ein Becker , und ein Zollemnehmcr zu Foreö , gewesen , wo er seine „ Sachen nicht gut gemachet hatte . Er hat die Frau Deshoulieres alles gelehret , was er gewußt , und zu wissen geglaubet „ hat : man will , daß sich dieses in den Werken dieser Dame zeige ( v ) . „ Dich ist der Auszug eines Briefes , den ein gelehr« ter Mann den 27 April 1696 an mich geschrieben . Er hat mir den 19 des HeumonatS 1697 noch einen geschrieben , in welchem er mir meldet , daß Henault ei» , Fa & um des Herrn Clodore , Statthalrcro von Martinique , rvider den Herrn de la Darre , Statthalter der americanifchen Inseln , und ein Manifest deo Herrn von Gadagni , wegen deo Handele von Gigeri , macht hat . Man wird in den Furclimanen , eine Elegie b , und eine Ekloge c von diesem Dichter finden . Vor der Elegie steht dieser Lobspruch : Herr Henault ward von aller Melt hochgesihayet , er war ein sthr rechtschaffner Mann , und sehr verliebt . Er hat ein Sonnet gemacht , welches dem Colbert zu einer schönen That Gelegenheit gegeben hat ( E ) . Er ist ver - heirathet gewesen , und hat eine Tochter hinterlassen , die in einem Kloster zu Paris , Kostaangerinn gewesen ist . Unsere Anmer« kungen sind mit besondern Umstanden angesüllet , die uns mitgetheilet worden . Man suche sie daselbst .
« ) Nämlich 168z . t ) Auf der 77 S . holländischer Ausgabe . < - ) Auf der 238 S -
( A ) Der Urheber des Sonnet« auf das Fräulein von Guevcki . ^I ^tzhe ich in der Anmerkung ( G ) des Artikels 0pinofä , den Auszug des Briefes bekannt gemacht hatte , worinnen diese Worte enthalten sind , so hatte ich bereits in dem Artikel Patin , unter dem Buchstaben d achtet , ( welches ich in dieser Ausgabe weggelassen habe , ) daß man den Henault für den Urheber des Sonnets , die ftüb ; cirige Geburt , gehal - ten , und gezlaubet , daß er es auf die Fräulein von Guerchi gemacht hät - te . Allein seit dem mein Wörterbuch zu London erschienen ist , so hat ein gelehrter Engländer mir die Ehre erwiesen , und an mich geschrieben : 1 , er wisse aus dem Originale , daß dieses Sonnet , zwey oder drey Jahre vor dem Tode der Fräulein von Guerchi , erschienen wäre ; 2 , daß ihm sonen , die es sehr wobl wissen wollten , versichert hätte« ? , daß es vom Subligni , dem Verfasser der falschen Clelia , gemacht worden . Ich habe dieses einem gelehrten Manne mitgetheilet , der mir einen Brief geschrie - den , davon ich einen Auszug in den Artikel Spinosa eingerücker habe . Er hat mir geantwortet : es habe ihn Lucas versickert , daß dieses Sonnet von der frühzeitigen Geburt , ; rvan ; ig Jahre vor dem Zufalle der Fräulein von Guerchi gemacht worden ; dafi^aber alle andre Versmacher , die er ; u Rathe gezogen , gefaget hätten , es wäre auf eine frühzeitige Geburt dieser'schonen Person gemacht worden , aber auf eine andre , als diejenige , welclie ihr das Leben gekostet harte . Zwanzig von meinen Freunden^ sehet er dazu , die zu aleicher Zeit mit dem - Henault gelebt , haben mick versickert , dast dieses Sonnet von ihm wäre , und daß er es selbst bekannt hat - »e Subligni ( * ) > Oer noch in der Sckule geweftn , da dieses es'om , . - , - prlckienen ist ; seine N ) irwc und seine Tockter , haben m der Urheber davon sex . Wir wollen
es als etn^s gewisses annehmen , daß es ein Werk von unserm Henault ist : denn wir werben hier unten sehen , daß es in die Sammlung der Werke dieses Dichters gckbet worden ist : allein daran wollen wir sehr zweifeln , daß es auf das Fräulein von Guerch , gemachet worden . ES wird für ein Meisterstück gehalten , ob eS gleich wlder^die Regeln gemacht
ist " ( siehe le " ^iti>^ sm^tt et ^aur^t« äe
tre IV . ) und sich so aar eine barbarische Redensart darinnen findet
Siehe den P . Bouboii« , Moniere de bien xcnlcr , k> . Z7Z . ho« . Ausg .
Er hat sich bey dem Parlemente Hochachtung «rworben ; man hat auch einige Schauspiele , und die Critik der Andromacha von ihm .
fk ) T>a sein Verdienst nickt gedruckt worden . Z Dieß hat sich falsch befunden : „ Henault selbst hat bey seinem Leben eine kleine Samm - „ lung von seinen Werken zu Paris , bey Barbin , 1670 , in , 2 drucken las , „ sen : Oeuvres diverfes - - par le Sieur D . H . Sie ist dem Herrn „ Doort ohne einigen andern Titel zugeschrieben : sie enthält Prosa und „ Verse , und Briefe in Prosa und in Versen an die Sappho , welche wohl . . die Frau Deshoulieres seyn könnte . Das Sonnet von der frühzeitigen „ Geburt findet sich auch darinnen - - , - Wir müssen da« erste „ Stück des Buches nicht vergessen , welches zum Titel hat : de la Conto , „ lation a Olympe . Es wird mir zwo kritische Anmerkungen an die Hand „ geben : die erste , daß die Sammler der Werke des <3 . Evremonr , die „ vielleicht von einigen , oder durch eine eingebildete Gleiä ) för>nigkejt der „ Schreibart betrogen worden , diesen ganzen Brief , der ziemlich lang ist , „ unter S . Evremonts Werke gesetzet haben ; und viele Leute , die sich für „ Kenner ausgebe«' , haben ihn für ein wahres Stück von ihm gehalten . „ Dieß ist ein Benspiel , welches man denjenigen beyfügen kann , die man „ von den Jrrthümern gesammlet hat , wozu diese Gleichförmigkeit die „ Kunstrichrer alle Tage verführet . Die andre Anmerkung fällt schnür« „ stracks auf einen neuen Richter - - der ein Urtheil von den Werken „ des S . Evremont fällen wollen ( * ) - - Dieser Mensch ist ganz »nd „ gar in das von dem Sammler ausgespannte Netz gefallen . Er hat die , „ sen Trostbrief an die Olympia , wegen der Schreivarr , wegen der Ge - „ danken , wegen der Leidenschaften angegriffen , und ein Viertheil seine« „ Buche« zu dieser schönen Beurtheilung angewendet . „ Dieses habe ich in einer Sammlung von Anmerkungen gesunden , die mir ein junger Sachtvalter bey dem Parlemente zu Paris 169« , gütig überschicket hat , und die mich überzeugen , daß er einen seinen Geist , und eine sehr genaue Kmntniß vieler Merkwürdigen Sachen hat , die sich ungemein in diese« Wörterbuch schicken . ( « ) Siehe oben die Anmerkung ( Q ) , bey dem Artikel des dritten Herzogs von Guise .
( * ) Dissertation für lesOuvrages de S . Evremont 1698 , 0114 , zu ris vom Dumont . Dieß ist eine Maske ; man eignet sie dem Cotolen -

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