Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-11325

kium commodum alcntes , plurima Anteceflortim Iura fibi arrogare tentabant . In hac temporuin difficultatc qua facultas in partes fcindi videbatur animum tantisper fuftinuit , donec illa inuidiac tempeftate feliciter pacata , et concordia facultati reftituta , animum a negotio omni alieno reuocani , fedulo fummaque diligentia ad reftauranda Iu - ris ftudia totus incubuit . Vita Hallaei .
CD ) tttan muß lhm den Vortheil Meignen , dessen die soren zu Paris seit 1679 genießen . ] Vorher haben sie daS bürgerliche Recht nicht gelehrt . Ab eo praecipue doccndi reflani rationem in - choatam a Rege probatam et confirmatam fuille affirniauerim . Stu - diis enim latius efflorefcentibus ab inui & iflimo Rege Ludouico Magno , promouente illuftrifluno viro Michaele le Tellier , Franciae Cancel - lario , publica ciuilis Iurisprudentiac profeflio Parifienfi fcholae , qua fuperiori faeculo male exciderat , reftituta eft r et afierta Anteceflori - bus Iuris Ciuilis interpretandi autoritas menfe Aprili 1679 . Ebend .
( E ) iLr har sehr g»re Bücher verfertiget . Z Hier sind die Worte
Hamadryaden . 7 ? ;
seines Lvbspruchs : In auditorum fauorem praeter Inftitutiones Cano - nicas , quas inlucem anno iö8s , velut in famae teftamentum emiferat , varios ad ius canonicum et Ciuile tra & atus de Conciliis , de fummi Pontificis autoritate , de Regalia , de Sitnonia , de Vfuris , de Cenfuris , de Regularibus , de Beneficiis Ecclefiafticis , de Matrimonio , de Tefta - mentis , et alia plura reconditae dodlrinae monumenta exarauit . Er hat auch 1655 eine Sammlung von lateinischen Gedichten und Reden in 8 herausgegeben .
( F> Er ifi sehr wohl vorbereitet gestorben . ] Ich ziehe die Vermächtnisse dahin , die er der Zuristenfacultät zugewendet . Er hat verordnet , viermal de« Lahres eine Messe zu lesen , wobey alle die Pro - fessoren und die gegenwartigen Doctoren eine gewisse Summe erhalten : Legata prius Iuris vtriusque Facultati ad facro fanftae Miflae facrifi . ciuni ftatis diebus quater in anno celebrandum fumma , ab Antecef . foribus et Doftoribus vtriusque ordinis praefentibus percipienda . Vita Halaei .
Hamadryadett : also hat man die Nymphen genennet , deren Schicksal von gewissen Bäumen abhieng , mit welchen sie gebohren worden , und gestorben sind ( A ) . Vornehmlich haben sie diese große Vereinigung mit den Eichen gehabt Man saget , daß sie denjenigen manchmal eine ungemeine Erkenntlichkeit bezeuget haben , die sie vor dem Tode bewahrten ( B ) und daß diejenigen , die keine Acht auf ihr demüthiaes Bitten hatten , die Bäume zu verschonen , von denen sie abhienqen deswegen gestraft worden ( C ) . Es pat unter den sterblichen Naturen nichts so lange gelebt , als diese Gattung von Nym - phen ( D ) . Die Poeten haben zuweilen die Hamadryaden für die Najaden genommen ( E ) : sie haben sich nicht fb genau an die Beschreibung einer jeden Gattung gebunden , daß sie dieselben nicht vermengt hatten , wenn sie «1 für dienlich er - achtet haben .
- - ) Siehe die Anmerkung ( A ) .
( A ) Ihr Schicksal hicng von gewissen Zäumen ab , mit chen sie gebohren worden , und gestorben sind . ] Wir wollen die Note des Sprachlehrers Servius über den 62 V . der X Ekloge Virgils sehen . Hamadryade« , saget er , Nymphae , quae cum arboribm et na - fcuntur et pereunt , oard rS upct rtfc ägydq , qualis fuit illa , quam Eryfichthon occidit : qui cum arborem incideret , et vox inde erupit , et fanguis , ficut docet Ouidius . Der von diesem Sprachlehrer ange - führte " OvidiuS hat die Klagen und das Unglück der Hamadryade zier - lich beschrieben , die der gottlose Erysichthvn sterben lassen . Sie hat in einer alten Eiche von einer erstaunlichen Größe gelebet , welche die ganze Well verehret hatte :
Stabat in his ingens annofo robore quercu» ,
Vna , nemus . . . . .
. . . Menfuraque roboris vlna«
Quinque ter implebat .
Ouid . Metam . Libr . VIII , v . 749 .
Erysichthons Knechte haben sich nicht unterstanden , dem Befehle zu ge - horchen , dm er ihnen gegeben , diesen Baum umzuhauen : er hat also selbst Hand anlegen müssen .
Dixit , et obliquos dum telum librat in iäiu ,
Contremuit , geinitumque deditDodonia quercun Et pariter frondes , pariter pallefcere glandes Coepere , ac longi pallorem ducere raini .
Cuius vt in trunco fecit manus impia vulnus ;
Haud aliter fluxit difcuffo cortice fanguis ,
Qiiam folet , ante aras ingens vbi viftima tauru®
Concidit , abrupta cruor e ceruice profundi .
Editus e medio fonus eft cum robore talis :
Nympha fub hoc ego fum , Cereri gratiflima , ligno ;
Quae tibi factormn poenas inftarc tuorum Vaticinor moricns , noftri folatia lethi . Ebend . ? 6zV .
ES ajebt Sprachlehrer , die dasjenige von einander sondern , was ServiuS verbindet . Sie wollen , daß die Hamadryaden deswegen also genennet worden , weil sie entweder mit den Eichen gebohren wurden , oder mit denselben zugleich starben . aW«3«« " > ! ■ " ■ * » Up * tx7 ( s ? ua ) ywmeSou . ü '' * * } SoxStn «fix ral ? Sfveri ( p3fl ? sf$ou , vup ( poti gv & fos Aiyoyrocf . Scholiaft . Apollon . Rhodii Libr . II , v . 479' p . m . 191 . Siehe auch den Plutarch , de Oraculor . defechi Mg 415 . wo er diese Worte des Pindarus anführet . Man muß diese Theilung verwerfen , weil die allgemeine Meynuug ist , daß das Leben vieler phen aus das genauste eben dieselbe Dauer gehabt , als das leben ihrer Bäume . Daher hat Pindarus in einem verlohren gegangenen Gedichte aesaget : 2mJ * v3 ? b riututg «Wve« , ßnem aeui acqualis arbon
nacia . Callimachus , Hymno in Delum , Verf . 8> . hat sich dieses Aus - drucks bedient : Ja«« » - ? '« Ä ? «»« . coaetaneam lngenufcens
propter quercum , wenn er von der Hamadryade Meli« redet . Apol - tonius hat ihm nachgeahmt , wenn er eine Hamadryade einführet , welche zebethen , daß man einen gewissen Baum nicht umhauen solle .
hV " oSveopfni äSivä fteM / ffffiro fioSu ,
jjj ) Tanten »rf^ / xvov SfVOf tjAixoi ) $ M * «Aäv
jiläva Tflßicxe Siwexte -
Qiiae ipfi flens blandiebatur voce miferabili ,
Ne coaeuam extirparet arborem , in qua multa Vfque faecula degiflet . Apoll . Rhod . Libr . II , v . 480 . p . m . IYZ .
Agilen mit diesen Zeugnissen noch einen Beweis verbinden : näm - seinen Wir lesen in einem von seinen Lobgesängen , ! ? e ? / Fsume qegeben , die mit den Nymphen zu gleicher Zeit gebohren Än XfU gest°rbm , wenn jene verdorret sind .
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Tüii Si x' Vi i w M * «
Simul autem cum his Nymphis aut »biete» , auf quercus altis capitibus praeditae
Nafcenttbus nafeuntur fuper terram alentem viros ,
Sed quando iam parca aftiterit mortis ,
Siccantur quideni primum fuper terram arbores pulchrae .
Cortex autem circum - cirea corrumpitur , cadunt vero ab ipfis rami .
Harum autem fimul anima relinquit lucem folis .
Homer . Hymn . in Vener . p . m . 85» .
Stativs gedenket eines Holzes , dessen Dauer die Nymphen und Faunen überstiegen ; allein dieses thut der gemeine Sage keinen Abbruch , welche die hamadryaden ins besondre betroffen hat . Wer weis über dieses nicht , daß die Ausschweifungen dieses Poeten gegen nichts eine E ! , rei - bierbung gehabt haben ? Es wäre also unbillig , wenn man dieselben , als solche Dinge in trachtung ziehen wollte , die einer allgemeinen Meynung entgegen gesetzt werden könnten . Man wird seine Worte in der Anmerkung ( D ) finden . Ausomus , der weter von der Quelle entfernet ist , hat sich gleichwohl der al - ten Sage gemäßer bezeigt . Non fine Hamadryadis fato , cadit arbo - rea trabs , saget er , EidyH . XII , p . m . 483 . Man ziehe Balzacs Verse zu Nathe , die in der Anmerkung ( Ii ) des Artikels Thomas ( Paul ) ange^ führt werden .
Man merke , daß sich Pausanias auf eine Art ausdrücket , die zu weisen scheint , daß die Hamadryaden viel jünger , als ihre Bäume gewesen sind . ri%e ( m Si , saget er im X B . z^Cap . pag . 879 , wenn er von einer Stadt reder , die Tithorea geheißen hat , d hi%ü ? i „

cicn liPX'Aa Myu r£v Hpvevro uro rs «aa®v
yen Ii & iifx äftc TS» Sgvüj . Tithoream incolae vocatam efle dicunt a Tithorea Nympha , de iis vna quas prifei Poetarum fermo - nes , quum ex ceteris arboribus , tum vero e quereubus niaxime geni - tas prodiderunt . Dieß heißt , uns die Baume als Mutter der Hama - dryaden vorstellen ; es ist also nicht wahr , daß sie mit ihnen zu gleicher
teit gebohren worden . Ich glaube aber nicht , daß man sich auf die
Borte des Pausanias allzusehr verlassen dörse ; es ist seine Sache nicht gewesen , die Natur dieser alten Fabel genau zu beschreiben . Wir wollen uns also hieran halten ; daß nämlich die Poeten ' . 'ersichert haben , daß diese Nymphen und die Bäume zu gleicher Zeit gebohren worden Man gebe auf die Beobachtung des Pausanias Acht , daß sie vornehmlich von der Eiche gebohren worden . Ich sehe nicht , daß man dieses durch das Zeugniß des PheremcuS bestreiten könne ; denn meines ErachtenS betrifft das , was er saget , die eigentlich so genannten Hamadryaden nicht Er erzählet beym Athenäus im HI B . pag . 78 , daß der Feigenbaum von dem Namen einer Tochter des OxyluS , genennr worden , und daß dieser OxyliiS , der bey seiner Schwester Hamadryas geschlafen , acht Töchter zeuget habe , die alle hamadryadische Nymphe . , genennet worden ; allein sie hatten jede einen besondern Namen gehabt , den man nach diesem den Bäumen beygelegt . Diejenige unter denselben , die den Namen cC^ , Syce , geführt , ist die Wortableitung von dem Namen des Feigenbaums gewesen . Mich deucht , daß Hamadryas , die Schwester des Orylns nicht von derselben Gattung gewesen , als die Nymphen , davon in diesem Artü fei die Rede ist . Dieß sey mit Erlaubniß eines berühmten Schriftstel« lers gesagt . SieheSpanhem . in Callimach . Hymno in Dehim , verf . 8z , pag . , 78 -
( B ) Man saget , dast sie densenlgen manchmal eine ungemeine jLrkennrlicbk'ei'r bcxeuctct haben , die sie vor dem Tode bewahrten I Ein gewisser Mensch , Namens Rhöcus , der wahrgenommen hatte dak eine Eiche so gleich umfallen wollen , hat seinen Kindern befohlen diesen Fall durch Befestigung der Erde um den Baum , oder durch nntemesette Stutzen zu verhüten . Die Nymphe , welch ? durch den Fall dr ? Eiche umgekommen wäre , hat sich vom Rhöcus sehen lassen , sich aeaen ilm da - für bedankt , daß er ihr das Leben gerettet , und ihm erlaubt ? eine Beloh - nung zu bitten . w , e er si - verlangte Er hat geantwortet , daß er ihrer zu genießen wünsche . Die Nymphe hat ihm j „ diesem Stücke alles Vergnügen versprochen , und ihm anbefohlen , sich alle - andern Frauen , volks zu enthalten . Sie hat dazu gefetzt , daß ihnen eine Diene zum Do - then dienen wurde . Allein , da die Biene einmal kam , als Rh - eus eben spielte , so hat er solche Unhossichkeiten ausgestoßen , welche die Hamadryas Ermaßen erzürnt , daß er verstummelt worden . " / ! ? » »ntfuSfiiitu uCto j . Schol . Apoi r4 r , v " 479 - Dieß hat Eharon von LampsakuS erzählet , wenn wir des ^polloniuS Scholiasten glauben . Er hat noch eine andere Erzähluiia gemacht , die besser schließt , ^»er ist sie , sowie ich sie im NatalisEomes fin - de , der den Urheber nicht anführet , welcher ihm diese« dargebothen hat Areas

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