Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-11206

Saillan .
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war das Collegium zu Tournon , wo er die Gottesgelahrtheit , die Mathematik und die beil . Sprache lehr - ay 1607 , zu Pontamoujson , ^gestorben , wo er Kanzler der Universität gewesen . ^ Er hat sich sehr auf die
Religionöstreitigkeiten gelegt , und verschiedene Bücher wider die Reformirten aufgesetzt ( A ) . Er hat auch eine mündliche Disputation zu Straßburg mit dem Pappus und dem Johann Sturmius gehalten P . Alegambe '—^ ^ ~ -
Man muß den Johann Gi verbannt worden ( k ) . geredet habe .
w - verdienet einigen Tadel
mit dem Jesuiten dieses Namens nicht vermengen , der durch einen Parlementsschluß aus Paris ie haben beyde aus der Familie Hap seyn wollen d , davon ich in dem vorhergehenden Artikel
a ) Nach dem Sotuel , kibl . 8cript . 80c . Icki , p . 459 . denn der P . Alegambe fefeet 1562 , und nicht 1566 . b ) AuS des Alegambe Bibl Script . Soc . Iefu , p . 248 . 0 Siehe die Anmerkung l . v ) . <0 Siehe la Dcfenfe des Demandes de Jean Hay .
( A ) Er hat versckledene Mucker wider die Reformirten setzt . ] Eine Sammlung von Fragen an die reformirten Prediger . Er hat sie nach dem P . Alegambe , in schottländischer Sprache aufgelebt , welcher dazu sehet , daß die französische Uebersekung davon durch Michael Coyssard gemacht worden . Die Vertheidigung dieser Fragen . Nach dem P . Sotuel hat er sie französisch geschrieben ; allein dieß ist ein Irr , thum ; denn Johann Hay versichert in seiner Vorrede , daß er sie latei - nisch geschrieben hat , und daß sie von einigen ihrer Schüler ins sische übersehet worden . Diese Vertheidigung ist wider das Büchel - cden des Jacob pineton , von Chambrun , Predigers zu Nimes ,
„ er einmal vor ihrem Collegio vorbey gienge , er sich am ersten zum Fen , „ ster hinunter auf den Konig stürzen wollte , um ihm dadurch den Hals „ zu zerbrechen . , . Diese - liest man in des Mezerai großer Historie III Band 1135 , 1136 S , Der Urheber des Anticoton wird uns den Tag von dem Parlementsspruche sagen £s sind wider den Alexander - Hayns , emen sckottlandifckenJesuiten , Untersuchungen angestelltworden , der öffentlich gelehrt harre , daß man sich einige Zeit verstellen , und dem Römge gehorchen müsse , wöbe / er öfters diese Worte gesagct : Iefnita eft onmis homo . Ueberdieß ist vieler Jesuite be« schuldiget worden , gesaget zu haben , daß er , wenn der Roma vor ihrem Collegio vorbey gienae , auf ihn vom Fenster hinum er zu fallen wünscke , um ihm den - Hals zu zerbrechen , rveswesen durck einen , den 10 Jenner 159S gefällten Spruch des - Hofes , sagter - Havus auf ewig verbannet , und ihm auferleget worden seinen £>ann bcy Strafe des - Henkens oder Erdrosseln« ohne tere Umstände oder einigen Proceß , zu halten . Anticoton p . m . ? z Der Verfasser der Danksagung von den Vutterhökerinnen , nachdem er eben dasselbe gesaget , sehet auf der i ? S . dazu , ( diese Danksagung ist , 6« , gedruckt worden . ) daß , da dieser Jesuit« seit diesem eben dieselben rvorre in der Stadt Prag wiederholet und bekräftiget , worüber die größten des Ronigreicks angehalten , ihn nach Frankreich führen zu laßen , man geantwortet , daß er eine Gerskengraupe verschluckt , die nickt wohl gekocht gewesen , und eben so ploalicb rodt gefunden worden , als der prevofk der Schmiede von plu , vier« - - - - in dem Chareler an einem Nestel von seinem - Hose» erwürgt , der kaum so stark gewesen , eine Fliege zu halten . Wenn wir dem Pasquier Cat & hifmedes Jefuites Livr . II , chap . XX p m 47z glauben . so hat Alexander Hayns , in wahrenden Unruhen , 'die erste Äasse in dem Collegio der Jesuiten zu Paria regiert .
Hmllm ! ( Bernhard von Gerard , Herr du ) Geschichtschreiber von Frankreich , aus einer asten und edlen Familie entsprossen ( A ) , war zu Bourdeaux ungefähr 1535 gebohren . Er warf sich bey guter Zeit zu einen , Bücherschreiber auf . und nachdem er in der Republik der Gelehrten unter dem Titel eines Poeten , und eines Uebersehers ( B ) erschienen war , so legte er sich darauf , historische Bücher zumachen , und war dabey so glücklich , daß er durch seine^ ersten Werke von dieser
gemacht , und zu Lion , 586 gedruckt worden . Die Zuschrift , vom 2 bei Heumonats >585 , bezeuget , daß der Verfasser seit fünf Jahren die Got - tesgelahrtheit zu Tournon öffentlich gelesen . Antimonium ad Refponfa Bezae . Difputatio contra Miniftrum anonymuin Neinaufenfem . Sein Helleboron Ioanni Serraiio , das unter seinen Schriften gefunden wor - den , wird zu Rom unter den Urkunden der Gesellschaft verwahrt . Sotuel , Bibl . Script . Soc . Iefu , pag . 4 , - 9 . Dieses ists alles , was UN« die zween Bibliothekschreiber der Jesuiten berichten . Sie haben nicht gewußt , daß Johann Hay wirklich ein Buch wider den Serres , nämlich eine Ant - wort auf den II Anrijesuiten dieses Predigers herausgegeben hat . Siehe la Defenfe des Demandes zu Ende der Antwort in der Vorrede . Die andern Werke des Johann Hay sind : Scholia breuia in Bibliothecam Sandtem Sixti Senenfis» und eine lateinische Uebersetzung einiger jesuiti - schen , aus Japan und Peru geschriebener Briese . Sie ist zu Antwerpen in 8 . ifios gedruckt worden . Siehe den P . Aleqambe .
( B ) Der Jesuit dieses Namens ist durch einen parlementsschluß aus Paris verbannt worden , ^ Er hat Alexander - Hay geheißen : er „ ist überführt worden , daß er oft , seit der Bezwingung von Paris , wi - „ der den König aufrührische Reden geführt , und so gar gesaget , daß , wenn
Hen ( F ) . Er hat aber dieses Versprechen nicht gehalten . Dasjenige , was ihn zur Fortsetzung verbunden hatte , ist dem Philipp von Comines nicht rühmlich Er hat das Herz gehabt , verschiedene Sagen zu widerlegen , die ein unbesonnener Eifer für die Ehre Frankreichs genährt hatte , und frey von allerley kützlichen Sachen , zum Exempel von dem Mägdchen von Orleans , zu reden ( G ) . Diese Freyheit ist den kleinen Geistern unangenehm gewesen , und denen , welche der Staatökunst alles aufgeopfert haben wollen . Ich weis nicht , ob er wohl gethan hat , gewisse Dinge heraus zu geben , die er nur vom Hörensagen gewußt ( H ) . Man hat ihn sehr getadelt , und er hat durch die Sprödlgkeit Verdruß darüber bezeuget , mit welcher er seine Richter zurück ge - wiesen hat ( I ) . Man hat nicht in allen Dingen Unrecht , die man tadelt : ich will es mit einer Stelle des Sorel bewei» sen ( K ) . Die Art , mit welcher er von sich selbst redet , ist ein Zeugniß , daß er weder in Ansehung der Ehre , noch des Glückes , uneigennützig genug gewesen . Er erhebt seine Arbeiten und den Fortgang seiner Bücher , ihre verschiedenen Ausgaben , lieber - setzunqen u . ff w . allzusehr ; und er zeiget allzudeutlich , daß er hat belohnet seyn wollen ( L ) . Ich weis nicht , ob er denen mit seiner eiser - ncn Feder gedrohet , die seine Arbeiten nicht für tüchtig erkennen würden d , und ob er sie für so . geschickt gehalten , sie zu be . flecken , als er vorgegeben , daß seine goldne Feder die Verdienste seiner Wohlrhater zu verewigen vermögend wäre . Er ist M Paris , den 23 des Wintermonats 1610 , in seinem sechs und siebenzigsten Jahre gestorben , und zu S . Eustachius begraben wor - den e . Man muß nicht vergessen , daß er den Bischof von Acqs , Franciscus von Noailles , bey seinen Gesandtschaften nach England und nach^Venedig begleitet hat / V Man wird in den Anmerkungen verschiedene Stücke seiner Zuschriften und seiner
aen . . . ^ y . . . ^ vi vii vw_ m mi vt [ )
Büchern ßnde , wo sich die Schriftsteller selbst abgemalt haben . Dieß sey einmal für allemal gesagt . E ? an " könnte " ub'er die . ' ses Bildniß des du Haillan eine so große Anzahl Betrachtungen machen , daß es , nach meiner Einbildung , niemand übel nehmen wird , wenn ich auch einige darüber mache ( M ) . Dieß wird mir Gelegenheit geben , die Bescheidenheit des Car - resiuS zu loben .
<0 Sie ist zu Paris bey Peter l'Huillier in Folio und s . im 1576 Jahre gedruckt worden ; das folgende Jahr ist sie durch Petern von S . Andreas ( zu Genf , wenn ich mich nicht irre ) in zween Octavbänden gedruckt worden , P ) Siehe die Anmerkung ( C ) . f ) Siehe die Anmerkung ( H <0 Siehe die Anmerkung ( L ) zu Ende . 0 Mercure Francis , Tom . II , p . m . 61 . / ) Du Haillan , Preface de l'Hiftoire de France .
( A ) Lr war aus einer alten und edlen Familie entsprossen . Z Wenn er von denen Materialien redet , die er zur Verfertigung seiner Hi - storie zusammen getragen ; so vergißt er des Beystandes seiner Anver - wandcschasc nicht . Franciscus von Girard , niein Vruder , - Herr von haillan , saget er in der Vorrede der Historie von Frankreich , hat mir von ^zurdeaur viele Sclirifren , die Sacken von Guienne betref - fcnd , , uaesckickt , die von de»n sel . - tl . uörvig von Girard , unserm Vacer , und von Gilles , Marcus und Xickard von Girard , un -
ferm Großvater , Aclrervater und Oberalrervarer gesammlerwor - den , davon die , wcen lewern m Vordelo . « m anschnlickcnBed . e - nungen zu der Zeit gelebt , da die Stadtbourdeaux und dastand Guienne 1454 , unter den Gehorsam derFran^osen gebracht worden . Er berichtet uns in dem Lltac et8ucce^i des Alleres de l - nincc , Livr . IV , fol . 111 . 321 . verfo ö«ß , sein Vater , ein auf die Alrerthumer semes Vaterlandes sehr mugicriger XX>Mn , über fünf und vmi$ 11 Sand .
Jahre Lieutenant bey der Admiralität von Guienne gewesen' und daß es , sehet er dazu , nack diesem Franciscus von Girard '^err von - Haillan , sein Sruder , über ; el ? n Jahre bey gemeldeter Ad - miralirar , unter den Ronigen von Navarra - Hemrick und Anro - nius qcwcfcn .
( B ) Nackdem er unter dem Titel eines Poeten und Ueberseyer» ersckienen war . Z Er hat 1559 zu Paris ein Gedicht herausgegeben , betitelt : Die Vereinigung der Prinzen durck die Vermählungen Philipps , Ron , ges von Spanien , mit der Prin»eßinn Elisabeth von Frant ? relck , und Phillbcrt V ? 9P *

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