Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10948

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„ Verleumdungen mit den allerheftigsten Schmähungen ausgestreut , da - „ von die geringste ihn einen Tyrannen und Abtrünnigen genennet ; und „ seine Wapen , seine Bildsäulen , seine Bildnisse , seine Gemälde , mit tau - „ send Vermaledeyungen gegen ihn zerschmissen , zerrissen , mit Füßen ge - „ treten , durch den Koch geschleppt , verbrannt , in den Fluß geworfen , in „ währender Zeit man den Herzog von Guise und seinen Bruder als „ Märtyrer verehrt , und ihre Bildnisse sogar auf die Altäre gesetzt . , . Maimbourg . Hift . de la Ligue , pag . 300 . Man gebe wohl Acht , was Maimburg kurz zuvor gesagt hatte ; so bald der Schluß der Sorbonne in Paris kund gemacht war , saget er , ist man auf einmal ju solchen abscheulichen Ausschweifungen und ; u verfluckenswürdigen Ra - streben wider dasjenige geschritten , was die Unterrbanen ihrem rechtmäßigen Prinzen schuldig sind , daß , ob sie gleich unsere Scribenren begannt gemacht , ich es gleichwohl für besjec halte , sie ju unterdrücken , als meine - Historie durch eine Erzählung j« entweihen , welche dieselbe unangenehm und verhaßt machen würde . Eine Acte ( * ) des vermeyntlichen Parlements , die in alle Städte geschickt worden , welche es mit der Ligue hielten , hac die Xvurh de« Pobels vermehrt , der es noch arger machte , als zuvor : so gar , daß einige darunter durch eine abscheuliche Vermischung des Rönigsmordes , der Rirchenschandung , und der Zauberkünste , Bilder von , rvachse nach der Aehnlichkeir des Roniges auf die Altäre gejeyt , und sie mir Aussprechung gewisser teuflischen U ? or - rer , Key einer >edei , von den vierzigMessen , die sie in verschiedene« Rirchen halten laßen , an verschiedenen ( vettern gestochen , um ihrer Zauberey mehr Rraft zu geben , und bey der vierzigsten haben sie dieselben bey dem Orte des - Herzens gestochen , als wenn sie . ihm den Todesstoß geben wollen . Ebendas . zoo S .
( * ) ■ Vermöge derselben haben sich alle Glieder diese« Parlements an der Zahl >26 , die Prinzen und Prälaten mit darunter begriffen , auf das Crucifix verschwcken , daß sie niemals von ihrem Bunde abgehen und auf alle Art und^Weise die gerechte Rache des Todes der Guisen wider alle diejenigen verfolgen wollten , die desselben Urheber oder Mitschuldige gewesen . Ebendas . S -
( H ) Die Sorbonne hat - - - ganz republikanische Schlüsse ge« macl>t . Z Ich habein dem ArtikelGregoriusVerl , in derAnmerf . ( H1 »nd Gregorius der XII , zu Ende der Anmerkung ( E ) gesaget , warum ich mich MaimbourgS eigner Worte bediene , ich werde deswegen keine weitere Entschuldigungen machen : Wir wollen ihn also hier ohne Widerwillen , ohne Verminderung und ohne Zusähe anführen . Ebendas . »97 , 298 S . auf« 158 ? Jahr . „ Diejenigen , welche die Gemeinschaft der Stadt aus - „ machten - - - sind darauf gefallen . denen Herren der Sorbonne nicht „ allein mündlich , sondern auch durch eine glaubwürdige Urkunde , von „ dem Rache unterschrieben und mit dem Stadtsiegel bekräftiget , diese . Lween große Gewissenssälle vorzutragen : ( Mcm . de la Ligue , Tom . III , M . deNevers , Traite' de la priie des Armes . ) „ der eine , obdieLran» „ zosen wirklich von dem Eide der Treue und des Gehorsams enr - „ Kunden waren , den man dem Ronige geleistet hättet Der andere , „ ob sie sich waffncn und vereinigen , und ob sie Geld aufnehmen „ und zur Vercheidizung und Erhaltung der katholischen , schen , römischen Religion in Frankreich etwa» beitragen können , ( Mem . del . vit . di Morof . Libr . III , cap . XXIII . ) „ um sich den ver , „ fluchten Anschlagen und Bestrebungen des Roniges und aller „ seiner Anhänger zu widersenen , seit dem er zum Nachtbeile der „ karbolischen Religion , des Befehls der Keil . Union und der na« „ türlichen Freyheir der Stande , den öffentlichen Glauben zu «Blois gebrochen hätte . Nachdem sich die Facultät hierüder den „ 7 Jenner an der Zahl von siebenzig Doctoren , nach einem solennen Um - „ gange und der Messe des heil . Geistes , versammlet , so hat sie wegen „ dieser zween puncre mir allgemeinem Beysalle , und ohne daß „ sich jemand darwider gefitzr , ( dieß sind die eignen rvorre des „ Entschlusses ) mir I« geschlossen ; und daß man diesen Entschluß „ dem pabsre überschicken solle . damit er ihn durch seine Gewalt „ billigte und bekräftigte und die Gütt'gkeit harre , der gallicani« „ feben Rirche beizustehen , welche viel erlirre und sehr unter« „ drückt würde . „ Den 5 April 15 * 9 , har die Sorbonne einen andern Beschluß gemacht , kraft welcher sie erklärt , daß man für den Heinrich Valesius in keinem Rirchengeberhe , noch weniger in dem Canon der Messe wegen des Bannes bitten könne , worein er gefallen ; und daß man aus dem Canon diese XPocte , pro Rege noftro , lassin müsse , damit man nicht glaube , daß man für ihn bitte ; ob sie gleich der Priester in einer andern Absicht auf diejenigen len laßt , welche regieren , oder auf denjenigen , dem Gott das Ro» nigreich vorbehalten har . Sie will , daß man statt dessen in der Messe , außer dem Canon , dreyGebether sage , pro Chriftiani» Prin - eipibus noftris ( Mem . de laLigueTom . III . ) welche gedrucktwor« den , und die man noch heuriges Tages sieht . Sie setzet endlich dazu , daß diejenigen , die sich dieser Meynung nicht gemäß bezei« gen wollten , der Gebethe und Rechte der Facultar beraubet und aus derselben als Verbannete verjagt werden sollten : welches mit gemeinem Beyfalle aller Doctoren gebilliget worden . Diese republikanischen Grundsätze haben . sich dermaßen unter den französischen Gotlesgelehrten ausgebreitet , daß Genebrard , einer von den vornehmsten Abgeordneten der Clerisey an die Stände , welche >59 ; zu Paris ver - sammlet gewesen , vor der Versammlung eine Predigt gehalten , in wel - cher er sich , anstatt die Abgeordneten durch das rvort Gorres zu ermahnen , in ihren Beratschlagungen weiter nichts , als die Er - Haltung des Staats und der Religion , welche die festeste Stütze desselben ist , vor Augen zu haben ; bemüht hat , durch sehr hafte Gründe zu beweisen , daß ibre Versammlung das faltfche ffiefeße verändern und abschaffen konnte , tveldjes das Grundge - fm s ? s Staates ist , das man seit Stiftung der französischen Mo - narchie bis ino beständig und unverbrüchlich beobachtet hat . Maimbourg , Hift . de la Ligue , pag . 45g .
( I ) üarl . - ment zu Paris hat die Rlagen der tvirwe von ( ÄS jm Ä wegen des Todes ihres Gemahls wider - Hcmrichxn ocn lll , Gerechtigkeit gefordert . } Wts der Urhe - ber der allgemeinen Cntik . des CalviniSmuS Maimbourgs «m XIII Bne - fe paß . 22 * . der dritten Ausgabe , wobey er eine sehr me^wurdige Stelle des Perefixe , aus der Historie Heinrich« de« großen , anführet , von dem Proeesse erzählet har den man wider diese» jungen Monarchen ange -
IlBand .
Met , ist sehr artig ; allein hier ist eine Sache , die noch weit artiger ist . Sie ist mir von dem sehr geschickten Hrn . Bourdelot , Arzte bey dem Kanzler von Frankreich Boucherat , nachmaligem Leibärzte der Herzoginn von Burgund , mitgetheilt worden ; er har unzählige gelehrte Seltsamkeiten gesammlet und sich unvergleichlich wohl aus alle Gattungen von Büchern verstanden , so unbekannt , und so schwer zu finden sie auch gewesen sind . Er hat die Gütigkeit gehabt , mir zu Meiden , daß er ein Buch habe , wel« cheS aus i<» . S in 8 besteht , davon dieß der Titel ist : Advertiflement et premieres Efcritures du proces pour Mefirs . les Deputez duRoyaumo de France , aux pretendus Eftats , qui fe devoient tenir en la ville de Blois , demandeurs d'une part . Le peuple et les heritiers des dp . fiuits Duc et Cardinal de Guife , aufll demandeurs et joints d'une part . Cöntre Henry de Valois troiiieme de ce nom , jadis Roy de France de Pologne , autremeiit dit Thefiälonien , au nom et en la qualite qu'il procede , de'fendeur d'autre part . Avec l'approbation des Dodeurs . Et fe vendent chez Denis Binet , avec permilfioa IJ89 . Das Buch fängt also an :
Eingang Ses proccfles .
„ Die Herren Abgeordneten des Königreichs Frankreich , nach der Bey - „ läge und Klage des Herrn Peter du Four , Bischofs , unter dem iz des „ Jenners 1589 , Kläger an einem Theile , und das Volk und Consorten , „ gleichfalls Kläger an einem Theile : wider Heinrichen von Valois in» „ Namen und kraft des vorhergehenden Beklaaten andern Theil« : brin - »gen vor euch Herren Gerichtöbcdiente und Räche der Krone Frank - „ reich , bey gehaltenem ParlementShofe zu Paris , an , daß wegen hier un« „ ten ausgeführter Ursachen , Gründe und Schlußreden :
„ Besagrer Heinrich von Valois , wegen der begangenen Mordchat un ! > „ des Meuchelmordes an den durchlauchtigsten Personen , der Zerren , „ Herzogs und Cardinals von Guise , zur Ersetzung dieses Meuchelmordes „ verdammt werden soll , Kirchenbuße in bloßem Hemde , mit entblößtem „ Haupte und Füßen , dem Stricke um den Hals , in Gegenwart de« „ Nachrichters , eine brennende Kerze von dreyßig Pfunden in der Hand ^haltend , zu thun , in der Versammlung der Stände auf beyden Knieer» „ zu sagen und zu erklären , daß er gemeldten Meuchelmord an wohlge - „ dachtem Herzoge und Cardinale von Guise wider Recht und ohne Ursa - „ che begangen habe , oder begehen lassen , weswegen er Gott , die Gerech - „ tigkeit und die Stände um Verzeihung bitten soll : daß er von nun an „ als ein Missethäter , und dafür erklärter , der Krone von Frankreich ent - „ setzt , und mit Begebung aller auf solche habender Ansprüche derselben „ unwürdig erklärt werden soll ; und dieses wegen der im Proeesse oft ge - „ dacht und vollkommen ausgeführter Fälle , welcher er sich zu Recht be , „ standig schuldig und überzeugt finden wird : überdieß soll er auf ewig in „ die Gemeinschaft und das Kloster der Hieronymiten , bey Bois de Vin - „ cennes gelegen , verwiesen und versperret werden , um daselbst bey Was« „ ser und Brodt seine übrige Lebenszeit zu fasten ; nebst der Erstarrung „ der Unkosten , und sagen zu diesem Ende » . s . w . AuS diesen und andern „ Gründen , welche das mildrichterliche Ann noch besser ergänzen kann , be« „ schließen die Kläger mit den Unkosten . Wegen Abwesenheit des Sach - „ walters unterzeichnet Chicor .
„ Spruch des obersten Gerichtes der pairs von Frankreich „ wider die Todschlager und Meuchelmorder der - Herren , „ Cardinals und - Herzogs von Guise , zu Paris bev Nicolas ' „ Nivelle >5ß ? in 8 . mit Befreiung .
„ Auf überreichte Bittschrift von Frauen Catharinen von Cleve , ver« „ witibten Herzoginn von Guise , an das Parlement bey allen versamm - „ leten Kammern u . s . w . Nachdem der Generalproeurator hierüber „ verhört , welcher hierzu erfordert worden und alle« genau betrachtet Kar : „ so hat besagtes Parlement geordnet und verordnet , daß zween Rat hei» „ desselben diese Sache aufgetragen werden soll , um den Inhalt in besag - „ ter Bittschrift , die Umstände und was dem anhängig ist , zu untersuchen , „ nach welcher Erkundigung und dießfall« erstattetem Berichte bey dem „ Parlemente , und erfolgter Mittheilung an den Generalproeurator , fer - „ ner ergehr , was Rechtens ist . Geschehen im Parlemente den letzten „ Tag des Jenners 1589 , unterzeichnet Boucher .
„ Aufdie diesen Tag durch Frau Catharinen von Cleve überreichte „ Bittschrift , har das Parlement bey allen versämmleten Kammern den „ Herren Peter Michon und Johann Courtin , Rathen desselben Voll - " wacht aufgetragen und tragt ihnen dieselbe auf . den Inhalt inbesaater „ Bittschritt , die Umstände und was dem anhängig ist . zu untersuchen und „ gegenwärtigem Spruche , kraft dieses Auszugs desselben , eine Genüge zu „ thun . Geschehen im Parlemente den letzten Jenner 1589 .
Boucher .
Auszug der Gerichtsbücher des parlements . »Nachdem von dem Parlemente , bey allen versämmleten Kammern , „ die an dasselbe von Frau Catharinen von Cleve überreichte Bittschrift „ durchgesehen worden u . s . w . welche über die andere von ihr überreichte „ Bittschrift enthält u . s . w . und der Generalproeurator darüber verhört „ und alles überlegt worden , so hat besagtes Parlement die besagte von „ Cleve , Appellantin von dem Rechte der besagte» Commißion , der Voll - „ streckung derselben , und von allem dem , was nur kraft derselben ge - „ folgt , und daraus folgen könne , angenommen , und nimmt sie an : ei „ verordnet derselben die Commißion desselben Parlements niederzusehen „ um bey ihr alles dasjenige anzuzeigen , was zu besagter Berusnn« „ gehöret , und verbiethet unterdessen , insonderheit den Commissanen und „ allen andern weiter zu gehen , noch bey einigem Gerichte , oder GerichtSbar - . . keit , etwas zu unternehmen , oder über den Inhalt besagter Bittschrift , „ die Umstände und wa» demselben anhängig , bey Strafe der Nullität „ des Verfahrens erkennen zu lassen . Ueberdieß verordnet besagtes Par - „ lement . daß alle Vorladungen die überhaupt und vermittelst öffentli - „ chen Ausrufs m den nächsten Oettern , wohin man sichern Zuttitt hat . „ geschehen werden , gültig und von gleicher Wirk»na fem , sollen ; als wenn „ sie den Personen , oder in die Wohnungen derer uberliefert worden tvä - „ rm , wider welche die Ausfertigung der Vorladungen norhig feyn wird . „ Gegeben im Parlemente den ersten Homung 1589 , unterzeichnet .
Du Tiller .
. ( K ) Ick will einen Lobspruch anführen , den man in den Ge - sprachen Balzacs findet . ] Ich zweifle Nicht , daß Balzac nicht der heber davon ist , und daß er nicht eine gute Dose Hvperbole , als seine ae - Tttt liebte

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