Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10848

Gusse .
68 ?
„ rich Key der keibcompagnle de« Regiment« von Nvrmandie , bey der „ Vertheidigung von Grave , große Proben seiner Tapferkeit gegeben , wo - . . bey er mit einem Musketenschusse am Kopfe verwundet worden ; und „ sich in währender Zeit , da er Hauptmann bey dem Reg'mente der Garde „ gewesen , bey verschiedenen Schlachten und Belagerungen durch seine «Herzhaftigkeit hervorgethan . Er ist in der Belagerung von Ypern „ mit einer Musketenkugel durch den Leib geschossen , und seit dem „ Oberster bey dem Negiinente von Nvrmandie geworden ; an des - „ sen Spitze sein Druder , der Graf von Guiscard , mit großem Ruh - , . me gedienet harte . Amon von Guiscard , den - 7 des Christmonats , „ <6 ; 8 , gebohren , Abt von Vonnecombe in Rouergue und Prior Gottes „ in Souvienne , Genevieve Catharina von Guiscard , ist den zc> des „ Weinmonats , »68z , mit dem Camiüus Savari , Grafen von Breves , „ vermählet worden . „ Genealogie de la Maifon de Guiscard .
Man merke , daß der älteste Ast itzo im >5 Grabe in der Person Lranciscua von Guiscard , Herrn von St . Johann und de la Co - sie ist .
( C ) t t t Ludwig von Guiscard , sein ältester Sohn . Z Er ist den 27 des Herbsimonars , i6z> , gebohren : und , seit dem er sich unter „ das Kriegsvolk begeben , beständig zu nützlichen und wichtigen Perrich - „ tungen in dem Dienste des Königes gebrauchet worden . Denn da er » . durch eben dieselben Regungen angetrieben worden , die dem Grafen „ de la Dourlie , seinem Vater , alle die rühmlichen Belohnungen verschaf - „ fet harren , womir Ihre Majestät seine Herzhaftigkeit beehret hatte , so „ hat er sein Kriegshandwerk mir der Hauptmannsstelle , unter dem Re - „ gimente des Vaisseaux , angefangen , damit er '671 versehen worden . „ In solchem Stande hat er im folgenden Jahre , bey den Belagerungen „ von Orsoy , Rhimberg , Duisburg und Zütphen , und 167z bey der von „ Mastricht und von Unna in der Mark gedienet . Der König hat ihn „ im Märzmonate , 1674 , zum Obersten über das Regiment der Norman - „ die gemacht , und er ist unmittelbar darauf nach Grave gegangen , wel , „ ches bereits berenner war , wo dieses Regiment stund . Cr warf mit „ zc> Reitern von der Besatzung zu Mazeyck , die er zu seiner Bede - „ ckung mitgenommen hatte , eine Wache über den Haufen , davon er 16 „ Gefangene mit in den Platz gebracht . Er ist zu Ende der Belagerung , „ wobey er das Fußvolk commandiret , mit einer Musketenkugel gefahr - „ lich in die Achsel verwundet worden . Im folgenden Jahre ist er bey „ der Belagerung Bouchain nochmals mir einer Musquetenkngel am „ Kopfe verwundet worden : und da er in eben diesem Feldzuge comman - „ diret worden , 6 Geschwader zu der Armee zu führen , die der Marschall „ von Crequi bey Thionville commandirce , so hat er sich in der Schlacht „ bey Consarbrick befunden , und ist so glücklich gewesen , das übrig gebliebene „ Fußvolk , nebst dem Reste von den Regimentern , Nvrmandie und Bourle - „ monr , nach Metz zu führen . Er hat die folgenden Jahre in Deutsch - Jand qcdiener , und sich bey der Belagerung von Fribourg und des „ Forts " Kehl befunden : wie auch . 684 bey der Belagerung von Luxem - „ bürg . Er hat sich jederzeit an allen den Oertern , wo er Gelegenheit „ gehabt , all der Spitze dieser Armee zu agiren , mit solcher Tapfer - „ keil hervorgethan , daß ihm Se . Majestät 1689 eine Brigadierbestallung „ bey dem Fußvolke ertheilten , und ihm Gewalt gaben . in Dinant zu „ commandiren , nebst der Generalaufsicht über die Kriegsvölker , die in „ diesem Platze , und in Charlemont , Rocroy , Beaumont , und Philippe - „ vilie in Besatzung lagen . Die Verrichtungen dieser Bedienung , welche , , er mit aller Wachsamkeit und der thätigsten Aufmerksamkeit erfüllet , Lf * } haben den König bewogen , ihn in folgendem Jahre mit dem Am - Ijte eines Feldmarschalls , und der Bchhlshabersstelle m Rocroy und „ Charlemont zu versehen , mit dem Beseh . e , sich m Philippeville zu wer - „ fen , wenn es angegriffen werden sollte . Weil seine kluge Aufführung und „ sein unermüderer Fleiß , für die Pflichten der verschiedenen Bedienun - „ gen , wozu ihn seine Tapferkeit bestimmet hatte , ihm beständig neue „ Belohnungen verschaffet Habenz so hat es der König für billig gehalten , „ da d - r Graf de la Bourlie die Stadthalterfchaft von Sedan niederge - „ leger , dieselbe dem Grafen von Guiscard , seinem Sohne , wieder zu ge - „ den . Er ist >6 ? - damit versehen worden , und seine Majestät , welche
„ mit dem Eifer und der Unerschrockenst höchst zufrieden war , die er „ überall gezeiget , wo er seine Befehle ausgeführec hatte , haben geurthei - „ let , daß die Bewahrung der Stadt und des Schlosses Namur , des „ allerwichrigsten Platzes von Europa , den sie an der Spitze ihrer Kriegs« „ macht kurzlich unter ihre Gewalt gebracht , niemand als seiner Tapfer - „ keit anvertrauet werden dörfte . Er hatte die Gewalt daselbst , als „ Statthalter zu commandiren , und diese für ihn so rühmliche Wahl ist „ mit der Generallieutenantswürde begleitet worden , womir ihn der Kö» „ nig den 30 März , 1693 , beehret . Se . Majestät gaben ihm das Com - „ mando über eine ansehnliche Armee , Huy damit zu belagern , und da - „ durch , zun , Besten der Belagerung zu FurneS , welche der Marschall „ vonBouflers führte , eine Abwendimg zu machen ; welches glücklich aus - „ geschlagen , indem er von dieser Seite , einen Theil der feindlichen Kriea« - „ macht zurücke gehalten , die von dem Grafen von Athlone commandiret „ wurde . Er hat zu Bossu den beherzten Anfall ausgehalten , den die „ Feinde auf eine Bedeckung gerhan , die er von Maubeuge zu der Armee „ des Herrn von Luxemburg führte , und zwar mit einer , um so Vielaus - „ ordentlichern Slandhaftigkeit , da er nicht mehr , als Schwadronen , „ und den Herrn du Puy . Genera» , cutenant bey der spanischen Armee , „ welcher derselben 1« nnd - 400 Mann zu Fuße von der Desatzuna m „ Charleroi gehabt , gänzlich geschlagen , und mit einer großen Anzahl vor» „ Tobten und Gefangenen in die Flucht getrieben har . Er ist so atörf - „ lich gewesen , sich bey dem Siege zu Nerwinden zu befinden , da er mit „ Anbruche des Tages , von Huy abgereiset war . Luxemburg stellte ihn „ auf den linken Flügel , wo er nützlich gedienet har . Da die Verthei - „ digung Namurs , welches durch die ganze Macht der Verbundenen on» „ gegriffen wurde , denjenigen Ruhm vermehret , den er erworben hatte , s» „ har ihn der König mit dem Orden des heil . Geistes beehret , wozu er „ den 17 des Chrisrmonars , 1695 , ernennet , und den 1 Jenner , 1696 , „ mir gewöhnlichem Gepränge aufgenommen worden . Er hatte sich „ den 24 Hornung , 1677 , mit Angeliken von Langlee , der Tochter de« : „ Claudius von Langlee , Ritters , Herrn von l' Epicheliere , Generalquar» „ tiermeister der Lager und Armeen des Königes und der Catharina Ro - „ ze , vermählet , und aus dieser Ehe erzielet Ludwigen Augusten vo , „ Guiscard , den 20 May , 1680 , gebohren , und Obersten des Reqi , „ ments von Guiscard u . s . w . Cacharincn von Guiscard , den u „ des Brachmonars , 1688 , gebohren . , , D'Hofier dans la Genealoge de la Maifon de Guiscard , dreflee für les Titres au Mois de De - cembre 1696 .
( * ) Ich bin dem Originale gefolget , da« ich in Händen gehabt : allein es ist augenscheinlich , daß es an diesem Orte eine fehlerhafte Abschrift ist , und daß man dem von Hvsier dasjenige nicht zurechnen darf , was mal» darinnen wider die grammatikalische Wortfügung findet .
Also hat Hosier im Christmonate , 1696 , geredet . Er hat damals we , der der Gesandlschaft von Schweden , zu welcher der Graf voi , Guis» card , 1698 ernenne ! worden ( * ) , noch des frühzeitigen Todes von dem einzigen Sohne dieses Grafen gedenken können . Dieser junge Herr war mit aller ersinnlichen Sorgfalt erzogen worden , und hatte sich derselben unvergleichlich würdig gemacht . Er harte die allerschönsten Neigungen von der Welt ; er liebte nicht allein die Kriegsübungen , sondern auch die schönen Wissenschafren und die Weltweisheit , und harte bereits sehr großen Fortgang darinnen erlanget . Er hatte den englischen Hofin dem Gefolge de« Herrn Grafen Tallard . welcher 1698 , franzosis , Abgesandte daselbst war , unk» seinem Vater , 1699 . nach Stockholm begleitet . Er hatte sich fertig gemacht , die Reise nach Rom zu thun . als er bey seiner Ankunft zuWien in Oesterreich daselbst die Kinderblattern bekam , welche ihn zu Ende des Christmonat« 1699 , in wenig Tagen zun , größten Belrübniß aller derer wegrückten , die die Ehre gehabt , ihn zu kennen , und die großen und schönen Hossnun . gen zu bewundern , die er blicken ließ . Eine nicht so standhafte Seele , als des Grafen von Guiscard seine , der diesen einzigen Sohn mit einer ganz besondern Zärtlichkeit liebte , hätte nimmermehr diesem harten Schla . ge widerstehen können .
( * ) Er verwaltete die Verrichtungen derselben wirklich ftit 7 oder ft Monaten . Dieß ist im Märzmonate , 1700 , geschrieben
GlNse , ( Jacob von ) ein Franciscanermönch , war zu Bergen , in Hennegau , g - bohren . Er wurde Doctor der Gottesge - heit , und lehrte diese Wissenschaft , die Weltweisheit und die Mathematik fünf und zwanzig Iahre , mehr oder weniger , in den Klöstern seines Ordens . Er legte sich mit einem außerordentlichen Fleiße auf die Erläuterung der Alterthümer und Histo -
lahrtheir ,
riHWneö Landes - " alleiner hat fabelhafte Erzählungen angenommen ; denn er hat versichert , daß sein Vaterland von den nern aestiftet worden . Die Welt hat nur einen Auszug von seiner henncgauischen Chromkc gesehen ( A ) * , und es ist nicht wahrscheinlich , daß das ganze Werk jemals ans Licht gekommen wäre . Der Verfasser tst zu Valencieimes den 6 Hornung , 1399 / gestorben b . Moreri Hat etliche Schnitzer gemacht ( B ) .
ä ) Au« des Valerius Andreas BibIioth . Belg . p . 411 . b ) Ebend .
( A ) Die Welt hat nur einen Auszug von semer hennegamscken Lbronike gesehen . 1 Dieser Auszug ist nicht lateinisch , wie die Chro - Nike selbst , sondern französisch . Er ist zu Paris . >5 ; ' . in Folio gedruckt worden ( « ) . Hier ist der Titel davon : Les illuftrations de la Gaule Belgique , Antiquitez du pays de Hainault , et de la grand rite des Beiges , ä prefertt dite Bavay , dont procedent les chaufiees de nehaut , et de plufieurs Princes qui ont regne , et fbnde plufieurs villes et citez audict payg , et autres chofes fingulieres et dignes de memoire , advenues durant leurs regnes , jusques au Duc Philippe» de Bourgogne dernier decede . Par Freie Jacques de Guife Reli -
tieux de l'Ordre de Saint Francis , Oeuvre divife' en fix Volunies , efquels il n'y a que les trois preniiers imprimez . Also erzählet dreas Chesne den Titel dieses Werke« , Biblioth . des Hiftoriens de France " p 111 198 - Du Verdier führet es in der französischen Bibliothek , 608 S . ' nicht so weitläuftig an ; allein er hat einen Umstand nicht ver - gessen . den DuCheSne nicht bemerket hat ; daß nämlich dieses Buching ^ran^otikjie ükerlenct rosröen . üa Croix Du Maine hat p . >88 .
versichert , dak ri> auf Verlangen Vcs E'^sen , xiiupeuns ra - Henncgau , verfertiget worvcn , und daß sie lich bis auss^> - 44 ^ahr strecke . Diese letzte Zu kömmt mit dsm Titel des Au - zugö n . cht
überein : denn «6 hat kein Herzog von Burgund Philipp geheißen , der um dieje Zeit gestorben wäre . Philipp von Rouvre . der letztere Herzoz von Burgund , von der ersten Linie , ist den 21 des Wintermonars , 1361 , gestorben . Valerius Andreas , in der nieder ! . Bibliothek , p . beob - achter , daß die pariser Ausgabe , von >5 ; ' . zum Titel hat : Extraiö de * Chronicques de Jaque« de Guife , und daß sich bey Gevart , zu Ant , rverpen , ein anderer Auszug von dieser Chrotüke finde , der auf Befehl Philipps des gütigen , Herzogs von Burgund , gemacht worden . Er sa - get auch , daß die Franeiseaner zuMon« das Manuscript dieser Ehromke vo» Hennegau , in dreyen Baitden , in Händen haben .
( « ) Die Chronik , von Heimegau , zu Paris , , 5 , , . in Folio , gothisch , ist in der That nur ein Auszug der lateii' . ijchen de« Jacob von Guise . Man fer - vc das Ende de« RegijierS und dm Boröericht dieser EhroiM . Lrir . Anm .
Ich habe gestern seinem

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