Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10838

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Gutscard .
bet , sein Werk herauszugeben , und sich mit dem Verdrusse vereiniget , so ist dieses ein zureichender Grund gewesen , ihn J8 dessen Vernichtung zu vermögen
« ) Aus des Don Lancelot de Perouse , im Difinganno XXVII , des I Bandes des Hoggidi , pag . 273 . Er führet An . Campo , Libr . III , Aug . Iu . Libr . V , an .
( A ) Er hat Kine gelegene Zeit erkiest . ^ Alle diejenigen , die einem großen Herrn Werke zu überreichen haben , müssen folgenden Rath deS Horaj in Acht nehmen :
Vt prokciicentem docui te faepe diuque ,
Augufto reddes fignata Volumina , Vinni ;
Si validus , filaetus erif , fi denique pofeet .
Ne ftudio noftri pecces , odiitmque libellis Sedulus importes , opera vehemente minifter .
Epift . XIII , v . i . Libr . I . Dieß heißt , daß man die ungelegene Zeit vermeiden nn'isse ; denn alle Prinzen sind in diesem Stücke von des Auqustus Gemüthsneigung ; sie wollen nicht zu ungelegener Zeit gestört seyn .
Nifi dextro tempore , Flacei Verba per attentam non ibunt Caefaris aurem .
Horat . Sat . I , Libr . II , verf . ig . Es ist genug , in seinem Vorhaben unglücklich zu seyn , wenn ein Schrift - steller nicht die gelegene Stunde in Acht nimmt , und dieses nennen die Lateiner molles aditus , moUiflhna fandi tempora . Unser Guindanv hat dieses Unglück gehabt : er kam zu unrechter Zeit ; er wollte ein Ge - dicht von zwölfBüchern einem Kaiftr überreichen , dem ein schwerer Krieg auf dem Halse lag . Habea quefti compofto dodici Libri de fatti dl Carolo V , Imperadore intitulati Außriados . Lancelot . de Peroufe , Hoggidi , Part . I , cap . XXVII , pag . 27z . O eilendo prefentati con
Soco garbo , o non ä tempo , trovandofi egli occupatiflimo nelleguerr« ' Alemagna , non hebbe mai niente . Ebendaselbst .
Gutscard . Dieß ist der Name , welchen die Herren de la Coste , de sa Bourlie , de la Laurie u . s . w . ihren Hausern gegeben Haben , welches eines von den edelsten und ältesten in der Landschaft Quer« ist . Sie erwählten ihn auö Hochach * tung gegen einen von ihren Vorfahren , welcher den Vornamen GuiöcarduS gehabt . Der Gebrauch war zu derselben Zelt noch nicht eingeführt , daß man die Beweise von dem Ursprünge der Familien zum Besten ihrer Nachkommenschaft ver - wahrte ; allein dieser Mangel verhindert nicht , daß diese Herren nicht fast von fünfhundert Jahren her Adelsbriefe anfuh - ren ; denn sie beweisen nicht nur , daß sie Landgüter besitzen , die seit so viel hundert Jahren nicht aus ihrer Familie gekom - men , sondern auch , daß der rühmliche Adel , den sie sich erhalten , ohne Unterbrechung bis auf die Person des Grafen von Guiöcard fortgepfianzet worden , welcher mit einem , seinen Vorfahren anständigen Ruhme , alle von der Geburt erhaltene theile behauptet a . Bernhard von Guiscard ist der erste in dem Staminregister dieses Hauses . Die Zeugnisse , die man von seinen Thaten übrig hat , geben Anlaß , zu uttheilen , daß sein Geschlecht einen Ursprung hat , der über das Jahrhundert hinausgeht , darinnen er gelebt . Er ließ sich in allen seinen Pachtbriefen über seine Landgüter vom 1247 ^ahre bis ins 128z Jahr den Titel eines Ritters geben . Dieß ist ein gewisser Beweis , daß er sich bereits im Kriege hervor gethan , und daß ihm die Dienste , die er geleistet , diesen Titel erworben gehabt , der damals und noch viele Jahrhunderte hernach die rühm - lichste Belohnung gewesen , die man der kriegerischen Tapferkeit aeben konnte . Es sind vierzehn Grade in gerader und männlicher Linie von diesem Bernhard bis auf den Grafen von Guiöcard , und man jmdet in dieser Erbfolge viele erlauchte Heirathen , und verschiedene Personen von einem ausnehmenden Verdienste ( A ) . Allem man muß gleichwohl bekennen , daß diejenigen , welche diesem Hause den größten Glanz gegeben , George von Guiöcard , Herr de la Bourlie ( B ) , und Üubtrig von Guiöcard , sein ältester Sohn , sind ( 0 ) . Man lest die folgenden Anmerkungen . Dieses Haus führet imWapen , ein silbern Schild mit einem rochen Balken : zu Schildhaltern zween goldene Löwen , und auf dem Helme einen ten goldenen Löwen t .
* ) Man hat dieses im Marzmvnate 1700 geschrieben . I> ) Aus dem Geschlechtsregister des Hauses von Guiscard , nach den Ti - teln im Christmonate 1696 durch den von Hosier ausgesetzt .
( A ) Viele erlauchte Heirathen , und verschiedene Pci n von einem ausnehmenden Verdienste . ^ Ich will einige davon . rken .
Bernhard von Guiscard , Damoiftau ( * ) der dritte Sohn Bernhards von Guiscard ( * * ) hat einen Sohn , Namens Gaillard von Guiscard hinterlassen , „ von welchem die Schatzkammer der Charten eine Hand ,
„ lung enthält , die wenig ihres gleichen hat . Wie er nach dem Beyspicle „ seiner Vater zum Ritter gemacht worden war , so hat er , da er von ei - „ ner Privatperson , Namens Peter de la Tour , der vermuthlich unter „ ihm gedient , und in letzten Zügen gelegen , gebethen worden , ihn mit „ demselben Titel zu beehren , demselben 1334 diese Ehrenstaffel ertheilet .
„ In infirmitate qua deceflit , fecit fe militem fieri per Gaillardum „ Guifcardum militem , et per eundem Guifcardum infignia mili : aria „ fibi dari . Und der Konig Philipp von Valois , der diese That >urch . feine zu Paris im Augustmonate >337 erlheilten Briese gebilliget , hat . 'diese Ritterschaft bekräftiget und gewollt , daß die Nachkommenschaft „ desselben , der sie erhalten hatte , zu Folge derselben , alle Vorrheile des 'Adels genießen sollte . Derselbe Gaillard von Guiscard hat noch in „ den ga'eognischen Kriegen , >33 ? , mit vier Edelleuten , unter der rung Peters von Marmande , Seneschalls von Pengord , gedient , wie „ eine in diesem Jahre durch den Kriegszahlmeister Bartholomäus von „ Drack , abgelegte Rechnung , bezeuget . Allein man weis nicht , ob er „ verheirathet gewesen , und Kinder gehabt . , , D'Hofier , Genealogie de la Maifon de Guifcard , siehe weiter unten .
( * ) Dieser Titel war ein Unterschied , den man Kindern von guten Hause gegeben , die noch nicht Ritter waren .
( * * ) Dieser ist der Sohn desjenigen Bernhard von Guiöeqrd gewe - ftn , mit welchem die Stammtafel anfangt .
Bernhard von Guiscard , der I V dieses Namens , Herr de la Coste , und de la Laurie , Damoiseau , hat sich den 28 April >315 mit Helis von Montaigu , einer Tochter und Erbinn Bernhards von Montaigu , Herrn von Monteur , verheirarhet . . . Wie sein Schloß de la Coste damals eine wichtige Festung gewesen , so hat ihm Galois de la Beaume , Herr von " Valfin , der die Aufsicht über den Langucdockischen Krieg hatte , und da - mal« ! »u Cahors war , die Hauptmannschaft gegeben , und ihn im Solde " des Königes Carls des V , vermöge der Bestallungsbriefe vom . 0 May . 348 , nebst sechs gewaffneten Mann und sechszehn Mannzu Fuße be - . halten , um für die Sicherheit dieses Platzes zu wachen . Man hat Ur - „ sache , zu glauben , daß er aus Eigennutz und Eifer denselben erHa ren ,
„ wie er sich dazu verbindlich gemacht hatte , denn er hat den »7 April 135z , , seinen letzten Willen daselbst gemacht . „ Ebendas .
Wilhelm Bertrand von Guiscard der II dieses Namens , hat sich das erstemal , den 5 des Weinmonats 1413 , mit Margarethen von Veirac , einer Tochter Veits von Veirae , Herrn von Merle und von Cossac , im Kirchensprengel von Tulles . und zum andernmale mit Helis von Lan - dore , der Schwester Bernhards von Landore , Vicomtens von CadarS in Rouergne verheirathet . Anton von Guiscard , Herr de la Coste und von Monteur , ist den 16 des Weinmonats 1492 mir Jsabellen von Lomagne , der Töchter Johanne von Lomagne , Herrn von MoiUagu im Agenois vermählt worden . Johann von Guiscard der I dieses Na - mens , ein Kammerjunker des Königes , verheirathere sich den 11 August im Jahre >5 - 8 , mit Souverainen von Rieeard von Genouillae , hannes von Rieeard , beygenamt von Genoinllac , Ritter , Baron Gourdon und Herrn von Genouillae und von Vaillae , und Margariten iv'Aublsson , Tochter . Johann von Guiscarv , sein Sohn , einer von den 100 Edelleuten des königlichen Hauses , ( dieses ist damals eine Cvmpagnie
gewesen , die aus lauter Standespersonen bestanden . ) hat den l - des Win - rermonats 1554 , Franeiscen de la Barthe , eine Tochter des Matthäus de la Barthe , Barons von Monteornel , und ersten Barons von Astarac , und der Carharine von Lomagne , Frauen von Montarae , geheirathet . Johann von Guiscard , sein anderer Sohn , Herr du Puy von Sireets , hat Agnesen von Temines den 5 Jenner 1625 geheirathet .
( B ) George von Guiscard , - Herr de la Bourlie . ^ Es sind zwe» - ne neue Aeste , zu Ende des XV Jahrhunderts entstanden , der Herren Du Puy von Sireets , ( dieser ist erloschen , ) und die Herren Du Cai - rou und de la Bourlie . Das Haupt der ersten , ist der andere Sohn des Johann von Guiscard , des II dieses Namens , gewesen . Das Haupt des andern ist Gabriel von Guiscard , Herr de la Gardelle , du Cairou und de la Bourlie , dritter Sohn Johann von GuiSeard des II dieses Na - mens , gewesen . Dieser Gabriel von GuiScard hatte acht Söhne , unter wel - chen der sechste der Graf de la Bourlie ist , dessen Name im Texte dieser An - merkung erscheint . Er wurde den 9 August . 1606 , gebohren : „ Er ist nach „ und nach Hauptmann zu Fuße und zu Pferde , bey den Regimentern „ von Vaillac und von Evalin gewesen . Bey der Landung auf den In - „ sein der h . Margaretha und des h . Honoratuö ist ihm durch einen Muske - „ tenschuß ein Schenkel entzwey geschossen , und in der Schlacht bey Roeroy „ ein Arm mit einer Pike durchstochen worden : und nachdem er sich in der „ Schlacht bey Lens , ( man merke , daß solche 1648 , geliefert worden ; Also hat „ man hier einen Namen für einen andern genommen , oder einen kleinen „ Zeirrechnungösehler begangen . ) in der Belagerung von ArraS , und bey „ vielen andern Gelegenheiten hervvrgethan : so ist er würdig geschätzet „ worden , 1644 zum Pensionarins des Königes ernennet zu werden . Er „ ist 1647 zum Generaladjutanten von Courtray ernennet worden . Im „ folgenden Jahre hat ihn die königliche Mutter würdig geschähet , die Stel - „ le eines Unterhosmeisters des Königes zu bekleiden . Er ist darauf „ 1649 zum StaatSrathe , >6 ; > zum Feldmarschalle gemachet worden : und „ das Vergnügen des Königes über die Dienste , die er Sr . Majestät bey „ diesen Aemtern geleistet , hat dieselben vermocht , ihm , 66 - die Regie« „ rung über die Städte , und die Suverainitäten von Sedan , Raneour „ und von St . Mange zugeben , und mit der Statthalterschaft dieses „ wichtiqen Platzes ist er 1671 versehen worden , von welcher man ihn Aberamkmanne gemachet hat . Sie hat geglaubet , sie könne dtn „ Befehl über die Städte und das Schloß von Dunkirchen , Bergues , „ Furnes und Gravelingen , und das zur Vertheidigung dieser ganzen „ Grenze bestimmte Kriegsvolk in keine treuem Hände liefern ; weSwe - „ gen sie demselben 1672 die Gewalt eines GenerallieutenantS tragen hat . Im folgenden Jahre hat er mit ; oo Reutern , bey Fur - »nes , gegen 800 Mann von den Feinden geschlagen , davon ein guter „ Theil auf dem Plahe geblieben , und >40 Mann Gefangene nach Dun - „ kirchen zunicke gebracht worden . Endlich ist er mit Ruhme überhäufet , den „ leine Klugheit und Tapferkeit ihm unter einem sehr langen Leben mit , , Recht erworben hatte , den iy des Christmonats . >693 , sieben und acht - »8>9 Jahre und vier Monate alt , gestorben . Er war in dem königli - „ chen Pallaste , in Gegemvart des Königes und der königlichen Mutter , „ den - 8 des Wintermonats , >64« , mitGencvievenvon Longueval . Frauen „ von Fourdrinoy in der Piccardie , einer Tochter Antons von Longueval , „ Herrn von Tenelles und von Lemont , und der Elisabeth von Margival „ vermählet worden : und hat vier Kinder von dieser Dame hinterlassen . „ Ludwigen von Guiscard , Grafen von Neuvv , von dem ich in der „ folgenden Anmerkung reden werde , Johann Georgen von Guis - „ card , den - ? des Herbstmonats , »657 , gebohren . Er hat als Fähnd -
„ nch

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