Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10528

Grotius . 6 ; ;
des GrotiuS , vor seinen Werken , Und unter denen , die Batesius zusam - qui fub DuciBuf Burgiindiae ex Gallia in Belgium migrauerant , nu .
mengetragen hat . Die Stelle verdienet ganz abgeschrieben zu werden : ptura , matrimonium mm iniit , nifi fa & a conditione : nc , qui ex co
Auus ei fuit ille Hugo de Groot , qui ex illuftri Cornetaiorum gehte nafcerentur mafculini fexus liberi > alio quam Grotiano nomine nun -
prognatus , primus Grotianum nomen in faniiliatn fuam tranftulit . cuparcntur ; itanatus Hugo de Groot eins Htigonis , de quo loqui .
Quippe cum circa annum trigefiinum feculi decimi quinti in Dideri - mitr , auus , vir fupra quam ea tempora ferebant , Latinanun , Grae -
co de Groot eiusdem itidem ciuitatis Confule , et nort paucis , deputa - caruni , et Hebraearum quoque litterarum fciens . Die Folge dieser
tionibus fatis claro , defecillet ftirps mafculina , filia eins Ermgarda Stelle belehret »nS , daß dieser ^ugo Bürgermeister zil Delft gewesen ,
de Groot , domus fatis opulentae heres , viro Nobüiflimo Cornelio und daß er Elsclingen ^eemskerk , ein Fräulein vdn hohem Adel , ge«
Lornet - io , qui genus Amin ex ea Cornetziorura profapia ducebat , heirathet hac .
Grotiuö , ( Hugo ) einer von den größten Männern in Europa , war zu Delft den 10 April 1583 gebohren . Das Wachs» thum seiner Studien war so geschwind , daß er schon vor seinem neunten Jahre Verse machte , und im fünfzehnten Jahre viel Philosophie , Gottesgelahrtheit und Rechtsgelehrsamkeit verstund . Er war noch viel fertiger in den schönen Wissenschaften , wie es aus der Auslegung erhellet , die er in diesem Alter über einen sehr schweren Schriftsteller gemacht hat Er begleitete den schen Abgesandten 1598 nach Frankreich b , und erhielt daselbst viel Merkmaale der Hochachtung von Heinrichen dem großen . Er hat auch den Dottortitel der Rechte daselbst angenommen , und sich bey seiner Zurückkunft in seinem Vaterlande , auf die gerichtlichen Sachen gelegt , und vor seinem siebeiizehnten Jahre einen Sachwalter abgegeben . Er ist noch nicht vier lind zwanzig Jahre alt ge« wesen , als er das Amt eines Generaljachwalters erhielt . Er ließ sich 1613 zu Rotterdam nieder , und wurde Syndicus derftl - den Stadt C ; allein er nahm diese Bedienung nicht anders , als unter der Versprechung an , daß man ihn derselben nicht entsetzen wollte . Er brauchte diese weise Vorsicht , weil er wchl voraus sah , daß die theologischen Streitlgkntenüber die Materie oer Gnade , welche damals tausenderley Parteyen indem Staate machten , eine Ebbe und Fluch von Veränderungen in den vor - nehmsten Städten verursachen würden . Er wurde in eben demselben Jahre b - y Gelegenheit der Irrungen , nach England ge - schickt , die unter den Kaufleuten der beyden Nationen herrschten , worüber er etwas geschrieben hat ( A ) . Er ward so sehr iii^ie Geschäffte verwickelt , die dem Barneveld das Leben kosteten , daß er im Monate August 1618 gefangen genommen , und den - 8 May 1619 , zum ewigen Gefängnisse , und zum Verluste aller seiner Güter verdammt worden . Man verschloß ihn den 6 des Brach - monats desselben Jahres , auf das Schloß Löwenstein . Jedermann weis , auf was für Art er sich gerettet hat ( B ) , nachdem
er auf diesem Schloff ' ' J " ~~J "
wohl aufnahm ,
Königes anzufc Zeugniß ( C ) .
er sich in Frontcau ; n«evergn«ficil yuut , wui " ii im »• - " / • ; f " ! " v■y«— " ' \^s'
verließ Frankreich nach einem eilfjährigen Aufenthalte , und kehrte nach Holland zurück , wo er viel Dinge hoffre ; dabey er sich auf die Gnadenbezeigungen gegründet , die ihm der Prinz Friedrich Heinrich , in einem Schreiben , gegeben hatte : allein seine Feinde machten alle gute Wirkungen derselben krebsgängig ( E ) . Er war also gezwungen , sein Vaterland noch einmal mit dem Rücken anzusehen . Er entschloß sich , nach Hamburg zu gehen , wo er sich so lange aufhielt , bis er die Anerbiethungen der Krone Schweden 1634 angenommen . Die Königinn Christina beehrte ihn mit dem Titel ihres Rathes , und schickte ihn , als Both - schafter , an den König Ludwig den XI II . Nachdem er diese Bedienung ungefähr eilf Jahre gehabt , so reiste er aus Frankreich ab , vey der Königinn von Schweden , Rechenschast von seiner Gesandtschaft abzulegen . Et' gieng über Holland , und genoß zu Amsterdam viel Ehre . Er wartete der Königinn Christina zu Stockholm auf , und bath , nachdem er von denen ihm anvertrauten Gefchäfften , sich mir derselben unterredet , ganz demüthig um seine Erlassung^ Er erhielt dieselbe mit vieler Mühe , und diese Prinzeßinn bezeigte ihm viel Merkinaale einer großen Hochachtung . Er hatte viel Feinde an diesem Hofe ( F ) . Das Schiff , »vorauf er an Bord gieng , wurde von dem Sturme fo übel zugerichtet , daß es auf den pommerischen Küsten strandete . Grotius setzte seine Reise krank und drießlich zu Lande fort ; allein seine Krankheit zwang ihn , in Rostock zu bleiben , wo er in wenig Tagen den 28 August 164 ; , gestorben ist . Sein Körper ist nach Delft in das Begräbniß seiner Vorfahren gebracht worden ' . Seine Gefandtschasc^atte ihn nicht ver - hindert , viele Bücher über verschiedene Materien herauszugeben ( G ) . Er hat sich in einen verdrießlichen Streit verwickelt , da er die Religionsstreitiakeiten zu einem Vergleiche bringen wollen . Ein Gotresgelehrter zu ^eiden / , ein Franzose von Geburt , hat ihn wegen dieser Sache angegriffen , und nichts vergessen , was ihn bey den Protestanten verdächtig machen , und die Krone Schweden wider ihn reizen konnte . Hier hat man ein Exempel von der Maxime gejchen , oatz ftch der verstand von den , Her« zen betrieben laßt . Grotius , der die Vereinigung der Christen gewünschet , hat dieselbe auch für möglich gehalten ; seine Begier - de hat ihn verhindert , die unüberwindlichen Hindernisse einzusehen , welche die vorgefaßte Meynung einiger Privatpersonen , leichtlich machen konnte , wenn sie gleich nicht Ursachen zur Trennung hatten . Die Verleumdungen , die seine Feinde wegen seines Todes ausgesprenget , sind durch den Bericht des Predigers , unumstößlich widerleget worden , der ihn zu dieser letzten Reise zubereitet Hat ( H ) . Man unterläßt nicht , dergleichen falsche Gerüchte , zu verschiedenen Zeiten , aufzumutzen : allein , niemand hat die Sache so weit getrieben , als der Urheber von dem Buche , Esprit äe Mr . Arnauld ( I ) . Er hat sich unterstanden , vorzugeben , daß Gro - rius , als ein Gottesleugner gestorben wäre . Vielen hat es befremdet , daß seine Enkel keine Ehrenerklärung , wegen dieser Be . schimpfung gefordert haben , und daß sie wegen dieses Punctes unempfindlicher geschienen , als die Anverwandten des Jansenius * , wegen viel geringerer Schimpfworte gewesen . Allein sehr vernünftige Personen billigen es stark , daß man dieserwegen keine ge - richtliche Untersuchung angestellt hat ( K ) . Es ist auf diese Stelle des obigen Buches , eine sehr starke Antwort ans Licht ge - treten ( L ) , welche , da sie ohne Gegenantwort geblieben , deutlich beweist , daß sich der Anklager der Verleumdung überzeugt zu seyn geglaubet . Allein daraus entsteht ein doppeltes Aergerniß , weil er eines Tbeils zur Ersetzung eines so heftiaen Schimpfes nicht das geringste gethan ; und daß ihm im andern Theile , die geistlichen Obern niemals wegen einer so offenbaren Verlaumdung , einigen Verweis gegeben , noch ihr Misfallen darüber bezeuget haben , daß er dergleichen Werke , als der Efprit de Mr . Arnauld ist , herausgegeben hat . Man arbeitet an einem Leben des Grotius h , welches sehr ausführlich und lehrreich werden wird ; es ist nur Schade , daß man es nicht in einer allgemeinern Sprache , als die hollandische ist , aussetzet . * Man wird ihn darinnen auch wegen seines Gedächtnisses sehr loben : er hat es so stark gehabt , daß er den Namen eines jeden Soldaten behalten , da er der Musterung einiger Regimenter beygewohnet hat Man hat vor einigen Tagen einen Bnef des Salmasius herausgege - ben , worinnen ihm sehr übel begegnet wird ( M ) . Er hat drey Söhne und eme Tochter hinterlassen ( N ) . Der älteste Sohn von einem seiner Söhne , ist Drossard * zu Bergenopzoom .
Weil das Buch , de Iure Belli et Paris , ein Meisterstück , und mit ganz besondrer Ehre aufgenommen worden ist , so erfordert es die Billigkeit , ein wenig weitläuftig davon zu reden ( 0 ) . Ich werde etwas von dem Werke sagen , welches Grotius über die Historie der Niederlande geschrieben hat ( P ) * Er har es in seiner Jugend , und nach der lateinischen Schreibart des Tacitus , gemacht .
<0 Martianus Capella . Siehe Baillet , Enfans celebres , p . 232 . u . f . man wird darinnen alles finden , was die Beweise von dt« tius Gelehrsamkeit , vor seinem zwanzigsten ^ahre , betrifft , ö ) Dieß ist der berühmte Barneveld gewesen . 0 Die Holländer nennen den» jenigen Pensionär , »« , der diese« Amt verwaltet , d ) Vbi poftquam vltra fesqui annum fuftentatus borns vxoris , afpernantis iudicuin largitionem , qui vicenos et quatuor in diem afles captiuo totique ipfius familiae aflignauerant , ftudiisipraecipue linpendidit , plurimaS - que ab iis , qui cuftodiae eins praeerant iniurias perpefliis ftiiflct etc . Vita Grotn beyrn Batesius 423 0 . 0 Au« seinem Leben vor sei - nen theologischen Werken zu Amsterdam . 679 gedruckt , und in der »u London - m Ä^re gedruckten Sammlung , betitelt : Vitae fe - iectorum aliquot virorum . / ) Andreas Rivetus . L ) Siehe dieAnmerkung ( I ! ) zu Anfange , b ) Ich habe 1695 also geredet ; allein Caspar Brand , der arminianische Prediger zu Amsterdam , der dieses Werk auf>escht , ist seit dem gestorben , t ) Borremans , Var . Le ©orte de« gi ? «ur ( ius Athen . Batau . p . 206 . Cum intelligerct nauigario - vermittelst des Rathes , und der Geschicklichkeit der Maria
nem in Indiani foederaaue eins Orbis ingentia efle praefidia patriae „ von Neqclsberq , ( ihr wahrer Name ist Maria Renqersbei gen gewesen . )
suae , quo »7vTre - tu« excitaret , ad eas r« magno animo «seiner Ehftau geichehen , welche , da sie bemerkt , daß seine Wächter , wel -
fufeipiendas de ile Commrcii Indtcani libellum compofuit . Dieser „ che es endlich uberdrußig geworden , daß sie einen großen Kasten voll
Traetar hat '»um »it - i - Vsare liberum , fiiie de Iure , quod Batauis „ Bilder Und leinen Gerathe , die man nach Goreuni , in eine benachbar -
competit ad Indicana LoMmercia . DifTertatio , und ist 1609 gedruckt , „ te Stadt zu waschen jchickte . so oft durchsehen und durchsuchen müssen ,
Man sehe dir auserlesene Bibliothek de« Cvlvmie« , 157 Seite . „ denselben « „ eröffnet durchgehen ließen , welches sie anfänglich nichtige -

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