Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10497

6 ; z
Grillon . Grynäus .
Italis , quos Patauii docuerat , recufante Caluino dextram illi porri - gere , nifi prins de primaria Chriftianae fidei articulo , id eft de fa - cra Triade et Deitate Chrifti inter eos conueniret , nulluin poftea lo - cum villi admonitionibus vel argumentis reliquit . Jtaque quod ei iam tum praedixit Caluinus , gratie nimirum Dei iudicium pertinaci ipfius impietati imminere ; hoc reipfa poftea expertus eft , Tubin . gaprimum profugus , quo fuerat Vergerii fauore introdmSUis ; Bemac poftea captus , fimulataque abnegatione liberatus , ad ingenium poftea rediens , et Gentiiis illius , de quo rnox dicemus , fautor et hofpes , fu - perueniente deimini pefte correptus , paratum tibi in terris fuppli - cium anteuertit . In Vita Caluini , ad ann . 155 ; . p . m . 378 . Siehe auch den CCXXXVIII Br . Calvins , p . m . 440 . Man findet in diesen ten nicht , in welchem Jahre Gribaud gestorben ; allein man weis , daß er nicht mehr in der Welt gewesen , da ihn Valentin Gentilis , 1566 , auf seinem Landgute , im Canton Bern besuchen wollen . Veluti trahente ilium ad pocnam ipfius Chrifti manu m Sabaudiam ad futttn Gribal - dum venit ( GentiIis . ) At illam peftem altera iam peftis fuftulerat . Ebendas . 308 S . Und man hat Beweise , daß er im Herbstmonate , 1564 , gestorben ist . Siehe die Vorrede Theodors Beza , vor Calvins Ausle - gung über das Buch Jvsua , 24 S . Man sehe oben eine Stelle Lan - guets , in der Anmerkung ( E ) , zu Ende . Key dem Artikel Govean .
( B ) Gribaud hat verschiedene Averk geschrieben . ] Hier sind
die Titel davon : Commentarii in legere , de rerum iniftiira , et de iure fiici , sie sind in Italien gedruckt worden . Siehe die Bibliothek der An - ritrinitarier , >8lS . >md das Bücherverzeichniß von Oxford ; Commcnta - rii in Pandettas Iuris , zu Liou gedruckt ; Lommentar» in aliquot praecipuos Digefti , Infortiati nöui , et Codicis Iuftinianei titulos at - que leges vtiliffimis conclufionibus illuftrati , zu Frankfurt , 1577 , M Folio ; Hiftoria Francifci Spirae ( cui anno 1548 . familiaris aderat ) fecunduin quae ipfe vidit et audiuit , ZU Basel , >5^0 ; De omni genere homicidii , zu Speier , 1583 , in 8 . De methodo ac ratione ftudendi in iure «iuili iibri tres , zu Lion , 1544 und , 556 . Bermuthlich ist es in diesem lebtern Buche , wo er behauptet , daß ein Rechtegelehrter die storiewissen müsse , und wo er die Unwissenheiten gezeiget hat , worein einige Rechtsgelehrte gefallen sind . Siehe Alberic . Gentil . de Iuris In - terpretibus , fol . 54 verfo . Er hat zur Verfertigung dieses Buches nur acht Tage gebrauchet . Ebend . 65 Bl .
Man merke , daß Sleidan versichert , er sey «in Ztlschauer bey dem kläglichen Zustande des unglücklichen Spira gewesen , und daß er eine Er , zahlung davon geschrieben und herausgegeben habe : Multi praeterea Spierain in eo ftatu viderunt , magni norainis viri , et in his , Mat - thaeus Gribaldus , Itirccoiifukus Patauinus , qui et rem oamem , quam ipfe coram vidit et audiuit , fcripto - complexus , in lucein edi . dit . Sleidan . Libr . XXI . fol . 111 . 59a
selbst Grillon genennet ; als wie man , ungeachtet der Wortableitung , gnl , grotte , migraine , ausspricht . ( Trit . A»m .
0riUon t ein Edelmann aus der Provence , einer von den Tapsel - sten seiner Zeit unter Heinrichen dem Iis , lmd Hein - richen dem I V . Man sehe seine Historie in der Vorrede zum Heinrich dem III . vom Varillaö . Dieser Geschichtschreiber nennet ihn beständig Crillon , und dieß ist die wahre Rechtschreibung , ob sie gleich fast allen andern Schriftstellern unbekannt ist ( « ) .
§ . ( « ) Dieser Edelmann hat sich Crillon , nach der Rechtschreibung der alten Briefe seines Haufts , unterschrieben ; allein vermuthlich hat er sich
Grynäus « , ( Simon ) eines Bauern Sohn , aus Schwaben , zu Beringen , in der Grafschaft Hohen , ollern , 149z , ge . bohren . Er studierte mit dem Melanchthon zu gleicher Zeit in Pforzheim , und dieses hat unter ihnen eine Freundschaft von langer Dauer gestiftet . Er setzte seine Studien zu Wien in Oesterreich sott , und erhielt daselbst die Magisterwurde der Philo , sophie und die Profeßion der griechischen Sprache . Nach Annehmung der protestantischen Religion , war er vielen Gefahren ausgesetzt , und vornehmlich in Baden , wo er einige Jahre Sckulrector gewesen . Man schte ihn , aus Anstiften der Mönche , ge - fangen ; allein er wurde , auf die Vorbitte der ungarischen Edelleure , wieder in Freyhcit gcsetzet , und begab sich nach Wittenberg , wo er Luthern und Melanchthonen besuchet , und sich mit ihnen unterredet hat . Nach seiner Zurückkunft in sein Vaterland , ist er 152z , nach Heidelberg , zur Profeßion der griechischen Sprache , berufen worden . Er verwaltete dieses Amr bis 1529 , da er nach Bafel berufen worden , öffentlich daselbst zu lehren . Er erklärte daselbst verschiedene Schriftsteller , und auch den Brief an die Römer . Er wurde , nebst etlichen andern , 1594 , gebrauchet , dieKirche und Schule zu Tübingen zu verbessern . Er kam 1556 wieder nach Basel , und wurde dem Melanchthon , dem Eapiton , Bucern , Calvinen , u . a . m . zu den Unterredungen in Worms , 1540 , beygesellet . Er starb zu Basel an der Pest , den i August , 1541 Er hatte 15z» eilte Reise nach England gethan , und vom Kanzler , Thomas Morus , welchem ihn Erasmus angepriesen , alle ersinnliche Höflichkeiten erhalten ( A ) . Er ist ein ge - lehrter und arbeitsamer Mann gewesen , und Hat der Republik der Gelehrten viel Dienste geleistet ( B ) . Man sehe sein Lob in der Sammlung des VerHeiden c , und in der Vorrede des Joachim CamerariuS , über den Theophrastus . «wein Sohn , Sa - muel Grpnauo , ist 1539 , zu Basel gebohren , und hat daselbst die Profeßion der Redekunst im 25 Jahre seines Alters , und dann die Profeßion der Rechtsgelehrsamkeit erhalten . Er ist den z April , 1599 , gestorben <
a ) Man weis nicht , warum ihn Moreri Gci'ncr nennet , ö ) Aus dem Melchior Adam , in Vit . Philofoph . p . uz u . f . Heiden , in Elogiis praeftant . aliquot Theologor . p . 61 . d ) Melchior Adam , in Vitis Inrisconf . p . zzz u . f .
0 Ver -
lA ) Mr hat vomRan ; ler , Thomas Morus , t - * alle er - slnn ! i ; 4 , in lio gedruckt , worden . Daselbst redet Grynäus , zurBezeiaung seiner Er - kenntlichkeit . den Johann Morus , des Kanzlers Sohn , also an : Annu ? eft ( vt nofti ) tcrtius iam , cum in Angliam . . . . venicns , ac Erasmi noftri conimendatione velut vento fecundo ad illas mufis to - tas facras aedes veftras delatus , humanitate mira acciperer , niaion traftarer , maxinia dimitterer . Non folum enim ainplilTiinus vir pa - ter tuus ac tum quidem conditione , per caetera vero rebus omnibus egregiis facile toto regno princeps , priuatum hominem ignotumque me , litterarum tan tum ergo , ad colloquium inter tot publica priuata - que negotia admifit : menfae fuae , fceptra regni gerens , adpofuit : in aulam abiens rediens fecum traxit , laterique adiunxit fuo : fed omnem nieam de religione fententiam locis non paucis diuerfam ab ipfius efle , haud difficulter praefentiens placide benigneque cognouit : ac cum ab illa non paruni tum difcreparet opera confiiioque fic iuiiit not tarnen , vt omne mihi negotium fumtibus etiam fuis confecerit . Nam et itineri comitem Harrifium doÖum iuuenem addidit , et Oxo - nieniis Gyinnafii Proceribus lic litteris infinuauit , vt ad earum con - fpeftum omnes nobis collegiorum omnium non folum bibliothecae , fed ftudioforum etiam animi velut mercuriali qnadam virgula tafti patefcerent . Simon Grynaeus , Epift . ad Io . Morum Operibus Piatonis praefixa . Man hat ihm zu Oxford einige Manuseripte des Proklus mitaetheilet , und ihm erlaubet , dieselben mitzunehmen : Thomas Morus hat noch eine andere Gnade dazugefüget ; er hat ihn gar damit befchen - ket Qiiibus de velut thefauro inuento gratulantem pater tuus dona - tum liberaliter ac beneficiis fuis plane cumulatum in patriam remi -
üt . Ebendas Die Stelle deö Erasmus , die ich anfuhren werde , geben - ker dieser Reise des Grynäus .
5 ? ' , gegeben worden : Simon Gririaeus . . . eft homo Latine Graeceque ad vnguern doäus , in Philoföphia et Mathematicis difeiplinis diligenter verfatus ; nullo fupercilio , pudore pene immodico . Pertraxit hominem ifthuc BrU ■tanniae vifendac cupiditas , fed praeeipne bibliothecarum veftrarum amor . Erafmus , Ep . XXXIX . Libr . XXVI . p . m . 1464 . C . Man ist ihm die Ausgabe vieler Buch« der Alten schuldig . Er ist der erste ge , wesen , der das Almagest des PtolomänS griechisch herausgegeben hat , zu Basel , bey Johann Veldcrn , 1558 : er hat eine Vorrede , von dem Ge - brauch der Lehre dieses Schriftsteller« , dazu gefüget . Er harauch einen griechischen Euklide« , nebst einer Vorrede , zu Basel , bey Herwagen , und die Werke deö Platv mit einigen Auslegungen des Proklus , zu Ba - sei , bey Johann Veldcrn . >554 , herausgegeben . Er hat in einigen Steh len die lateinische Ueberletzung des MarsiliuS Ficinu« wieder übersehen . Man sehe die Ausgabe des Plato , i ; zy , zu Basel , bey Froben . Wer gern eine umständliche Beschreibung , von seinen Uebersehungen , Vorm den und andem Schriften sehen will , der darf nur einen Blick in die ges , neri'che Biblivlhek> 755 . und , 7 ; ^ Seite , der Zürcher Ausgabe , von 1583 , werfen .
2» dem Bücherverzeichnisse von Oxford eignet man ihm einige Werke
Sil , die nicht von ihm feyn können , deCometa , qui fulfit annis 1577 . 7g . e inufitata magnitudine et figura Veneris , annis 1578 - 79 . Denn wir haben gesehen , daß er 1541 gestorben ist . Ich zweifle nicht , daß der Tra , etat , de ignitis Meteoris et de Cometarum caufis ac fignificationibus , welches ihm dieses Bücherverzeichniß auch benleget , wie die zween an - dem , nicht vom Simon Granaus , einem Arzte und Mathematiken - dtflcn zu Heidelberg , und einem Sohne eines Thomas Grynäus feyn sollten , der ein Nesse desjenigen gewesen , davon dieser Artikel handelt . D . e andern Werke , die das Verzeichniß von Oxford dem Simon Gry - näus zueignet , sind wirklich von unfern , Grynäus .
GvytMUs , ( Thomas ) ein Neffe des vorherstehenden , war ungefähr 1522 zu Ven'ngen in Schwaben , gebohren . Er — r ' - ~k . . . . . - s lehrte die lateinische und griechische Sprache in der Stadt Bern ,
studierte unter seinem Oheime zu Heidelberg und zu Basel , und l , , ^v . —
eilf Jahre , worauf ihn die Liebe zur Ruhe und der Ekel vor den Zankereyen nothigten , diese Bedienling zu verlassen , weil man ihn in Religionöstreitlgkeiten verwickelte , welche die Prediger theilten . Er gieng von da wieder nach Basel , wo er 1547 in die
Zahl der öffentlichen Lehrer aufgenommen ward . Er hielt seine öffentlichen Vorlesungen , und predigte manchmal auf den Dör - fern . Der Marggraf von Baden , der die Glaubensverbesserung in feinen Ländern eingeführet hatte , machte ihn zum reformir - ren Prediger in Rotelen « . Er stund diesem Amte acht Jahre , bis an seinen Tod , rühmlich vor , nämlich , bis den 2 August , 1564 . Er hat vier Söhne hinterlassen , die sich durch ihre Wissenschast hervorgethan haben , Äheophiluo , Simons Johann
ten Prediger in Rotelen
Jacob , und Tobias
a ) Im Obermarggrafthnme Baden , eine Meile von Bafel . kel< . <• ) Aus Melchior Adams Vitii Theologor . p . 398 .
h Siehe zu Ende der Anmerkung ( L ) , des vorhergehenden Arte
( Bvy *

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