Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10126


Gorgophone . Gorphäus .
615
L« . die
eißig ,
anza - ver - > lengo Begiic , pet - Icapo fi
gute iPar - ' Zei - I " ken , lelcher 1Giu . di ae lo iine , che Ie
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1 alle l - ettc . . eine IVer , lallen fiten , Nun -
machet : Ol , bella cofa , che per tutta Ia citta voftra fi dica , che non vi pofläte per vecchiezza che vi habbia fouragiunto diftogliere aalle Iibidinofe fchifezze . - - - Fra tutti i nioltri , niiina cofa e piii mollruofa di un vecchio libidinofo . Contemplate almeno allo fpecchio i canuti capcgli , la canuta barba , Ia fronte rugofa , et la faccia fimigliante ad un cadavero . Ebendaselbst , 298 0 . Dasjenige ist nicht weniger stark , was sie an einen andern Mann geschrieben . der an - statt , daß er die Heilung der Unordnungen in dem Ehstande finden sol - len , noch geiler geworden . Io nie credevo , che voi vi forte maritato , perchc il matriinonio vi havefie ad eflere il rifiiggio della voftra in - eontinenza : nia per quanto s'inteude , gli vi e piu tofto ftato im fpro - ne , et uno incitamento alla lufliiria . Ebend . 299 S . Wenn sie alle Personen hätte tadeln wollen , die weder das Alter , noch der Ehstand aus diesem Abgrunde gerissen hat , so würde sie mehr Briese haben schrei - bei , müssen , als zu zween Foliobänden nöthig gewesen wären . Die
zigen , oder Hochmnthigen betreffend , die sie sich zu bessern bemühet hat , sehe man die 29 , >29 , 174 , 2Z2 , zc>q S . in ihren Briefen .
( H 1 - < - und verdienen , nickt weniger gelesen ja werden , als dicsenigen , Sie sie «n einen pricsker gerickret der sick Vcn ve , neriscken XPoflufkm ergab . ] Auf der 2^7 redet sie so mit ihm : Egl 1 e pur forza che pospoilo ogni rispctto , io vi amnionifca , et vi faccia rativedere dei voftri fporchi falli , voi facerdote d'iDDi o , tutto confacrato alle cofe divine , non vi vergognerete toccare la putrida carne di una meretrice , con quella bocea , con laquale , ri - eevete il corpo del nortro Signore ; et non vi vergognerete trattare fi odiofe bruttnre con quelle iftefle mani , con lequali , celebrate tjuello ineffabile mitterio miniftrandovi gli agnoli ? Oh come non Ii patpno infieme , farli quel medefimo corpo , et fpirito con ID DIO , et un medefimo corpo con la malvagia femina .
0OPf>öttC , die Tochter des Perseus und der Andromeda , ist des Perieres , eines Sohnes des Aeolus , und Königes der Messenier , im Peloponnes , Gemahlinn gewesen . Da sie ihren Gemahl überlebet , so hat sie sich wieder mir dem Oebalus verheirathet , und ist die erste Frauensperson gewesen , die zur andern Hochzeit geschritten ; denn vor ihr hatten alle Personen von ihrem Geschlechte ein Gelübde gethan , sich nicht wieder zu verheirachen Diese Neuerung kann ihren Nachruhm nicht cken , so wenig , als Lamech , durch die Neuerung einen Schandfleck bekommen , die er in den Ehstand eingeführet ; da er zwo Frauen heirachete , die zu gleicher Zeit lebten . Allein^es ist doch allezeit ein Schandfleck , wenn die Historie bemerket , dap man der erste gewesen , der von der Uebung der strengen Sittenlehre abgegangen ist . Die Abweichung von der Gorgophone Kill - " dern , ist unendlichem« ! verdammlicher , da sie sich der Blutschande ergeben . Sie hat zween Söhne aus ihrer ersten Ehe gehabt , den ApharäuS und den Leucippus . Aus dem andern Bette hatte sie eine Tochter . Namens Arena , gehabt , die des Apha raus Gemahlinn gewesen . Dieser ApharäuS hat zwar seinen Sohn , nebst sich zu Messen« regieren lassen ; allein die vor - nehmste Gewalt für sich behalten . Er hat eine Stadt gebauet , die er , nach seiner Gemahlinn , Arena aenennet K Gorgophone ist zu Argos , in ihrem Vaterlande , begraben worden c . Sie hat aus ihrer andern Ehe einen Sohn gehabt , der den Namen Tyn - darus gehabt , und der Helena Vater gewesen ist 'K Ich glaube , daß sie Plautus für die Großmutter Amphirryons gehalten hat ( A ) , und nicht für die Muhme .
a ) nfÖTitov ai xaisfifxM rait yvvxi%hi Iir ) IcvSei axobxvSvTt Olm ante fanÄum et folernne feminis fiiiflet , priore viro
mcft - tuo , fecund ! « nuptiis abftinere . Paufan . ex Verfione Romuli Amafaei . Libr . II . p . 64 . b ) Paufan . Libr . IV . p . iu . c ) Ebendas . II 25 . 64 © . O Ebendas . 81 @ .
und von jedem derselben Kinder gehabt : man hätte sie mit einer Tech - ter belchenken können , welche des Alcäus Gemahlinn und Amphi - tryons Mutter aewesen wäre . Dieß wäre noch nicht so seltsam , als wa« man im II B . Apollodors , auf der 97 S . liest , daß nämlich Electrio die Anaro , seine Nichtel , des AlcäuS Tochter , geheirachet hat . Wenn Electryo die Tochter seines Bruders . AlcäuS , geheirathet hat , so rann dieser ja wohl die Tochter der Gorgophone , seiner Schwester , geheirachet haben . Man letze dazu , daß die Schriftsteller , die wir noch haben , we - gen der Gemahlinn des Alcäus nicht einig sind , die des Amphitryo Mutter gewesen . Einige , als Apollodor , am angezogenen Orte , wolle» daß sie eine Tochter des MenöceuS gewesen , und den Namen - Hippo - nome gesiihret habe . PausaniaS , im VIIIB . 248 S . saget , daß sie Lyjidi - ce geheißen , und des Pelops Tochter gewesen . Andere endlich machen sie zur Tochter des Gnneus . der ausPhenänm in Arkadien gewesen , und nennen sie Laonome . Ebendas . Wae verhindert , daß andere Schrift« steller , die zu . des Plautus Zeiten noch nicht verlohren gewesen , nicht könnten gelaget haben , sie sey eine Tochter der Gorgophone gewesen ? Man ziffte hierbey zuRaihe . was u»ten in der Anmerkung ( Fi , des Ar . tikels Cdcbeos , gesaget wird . Uebrigens darf man sich nicht verwun - dern , daß sich Amphitryo auf der Schaubühne , dnrck dieses Geschlecht - register ein Ansehen geben wollen ; denn der einzige Name Gorgophone gab schon Gelegenheit . an den Perseus , den Bezwinqer der Gorgonen , zu gedenken . Von dieser Thar hat seine Tochter den Namen bekommen , den sie geführet hat . Pau & n . Libr . II . p . 64 .
( A ) plantus bat sie für die Großmutter Amphirryons gehal - tm . ] Hier sind seine Worte , Amphitr . A6t . IV . Sc . IV . v . 49 . Ego idem ille funi Amphitruo , Gorgophones nepos , Imperator Theba - norum . Die Frau Dacier machet diese Note darüber : „ Ich habe in „ den Alten das Wort nepos niemals für dasjenige gefunden , was wir „ neveu ^Neffen ! nennen : es bedeutet allezeit Enkel ; gleichwohl glaube „ ich . daß sich OvidinS desselben in eben diesem Verstände bedienet hat ,
„ wie es PlauruS hier brauchet : denn Gorgophone ist de« PerftuS Toch - „ ter , des AlcäuS Schwester , und folglich Amphirryons Vaters Schwee , . ster gewesen . , . Ich für meine Person kann mich nicht überreden , daß PlautuS das Wort nepos in einem andern Sinne , als LLnkel gebrau - chet haben sollte . Man findet nichts gewisses , daß dieses Wort vor dem Verfalle des Lateins eine» , andern Sinn gehabt hätte : und also ge - hen alle Zuschauer und Leser de« Amphitryo von dem Worte nepos den geraden Weg auf Enkel . Wo ist die Wahrscheinlichkeit , daß sie der Poet auf diese Art hätte bekriegen wollen , da er ihnen denjenigen für den Enkel der Gorgophone ausgeben wollen , der doch nur ein Nesse dieser Frauen gewesen wäre ? Ich weis wohl , daß Amphitryo , nach dem Geschlechtregister . welches Apollodorus , im IIB . auf der 97 S . ange - führet hat , nur der Gorgophone Neffe ist ; allein ich weis auch , daß alle diese Geschlechtregister der sabelhaften Zeiten . auf vielerlei , Arten gerichtet worden , und daß es sehr wahrscheinlich ist , daß Plautus einige Schriftsteller gelesen , die den Amphitryo zum Enkel der Gorgophone gemachet haben . Wir wollen uns erinnern , daß sie zween Ehmänner ,
( BiH'filttS' , ( Abraham ) gebohren zu Antwerpen , im 1549 Jahre , machte sich durch die Neubegierde berühmt , eine große Anzahl Münzen und andere dergleichen Denkmaler zu sammle» . Die Ringe und Petschafte der Alten sind nicht seine geringste Leidenschaft gewesen . Er hat eine erstaunliche Menge davon gesammlet , wie aus dem Werke erhellet , welches er im 1601 ^ah - re heraus gab ( A ) . «Neben Jahre darauf gab er eine Sammlung von verschiedenen Münzen heraus . Er hatte die Stadt Delft zum Orre seines Aufenthalts auöersehen , und daselbst ist er den 15 April , 1609 , gestorben . Es ist nicht wahr , daß er mit einer Bedienung bey der Münze versehen gewesen ( B ) . Einige sagen : er habe niemals die lateinische Sprache studieret ( C ) und es sei> die gelehrte Vorrede , die er seiner Dartyliotheca vorgesetzer , von einem andern aufgeschcr worden ( D ) . Seine ben haben sein Cabinet an den Prinzen von Wallis verkaufet Es würde nicht allemal sicher seyn , sich aus seine Münzen zu verlassen , wenn man sich bey den Scaligeranen aufhalten wollte ( E ) .
- ) Siehe den Swcrtius , Athen . Belg . p . 87 .
( A ) Das Xverk , das er im iSoi Ialirc Heraus cj«b . ] Hier ist der Titel davon : Da & yliotheca , feu Annulorum . figillariiim , quorum apud prifcos tarn Graecos quam Romanos vfus ex ferro , aere , ar - gento , et auro Promtuarium . Dieß ist der I Theil des Werkes ge - wesen : der ll hat zum Titel : Variarum Gemmarum , quibus Anti - quitas in fignando vti folita , Scalpturae . Darum sage ich , daß dieses Werk 1601 gedruckt worden , ob ich gleich weis , daß Swertius , Athen .
Belg . p . 87 . »nd Valerius Andreas , Hihi . Belg . p . versichern , daß e6 zu Nürnberg , >^00 gedruckt , und die Zueignungsschrift in diesem Jahre unterschrieben ist . Der Verfasser hat fein Buch dem Chursürsteu von Cöln den > deS Weinmonats , 1601 , zugeschrieben . Ueberdieß ist der ferstich des Urhebers dieses Werkes von eben diesem Jahre . Er bemer - ker , daß er damals 52 Jahre alt gewesen . Endlich beobachtet Grono - viu« , der eine neue Ausgabe von diesem Werke , zu Leiden bey Vander An , , 5 . 95 , herausgegeben , in der Vorrede , 'daß es im ersten Jahre dieses Jahrhundert« gedruckt worden . Die Ausgabe dieses Buches in ThuanS Bibliothek , ist von Leiden . 160s , in des Teillier , Erzbischoss von Reims , seiner , die von Antwerpen . >^c>9 . Der P . Labbe , Bibl . Biblioth . in Mantifla antiquariae Supelleflilis , p . m . 341 . bemerket die Ausgabe von Leiden . • vielleicht haben die Buchdrucker bloß durch die Ver - sehung einer Ziffer ifoo , auS 1605 gemacht . Dem sey , wie ihm wolle , so übertrifft bie Ausgabe von Leiden , 169 ; . al^e die andern z denn sie enthält nicht nur eine viel größere Anzahl von Figuren , sondern auch eine kurze und sehr gelehrte Erklärung , die GrvncvivS dazu gefn -
( B ) Es , st nicht wahr , daß er mit einer Bedienung bey der Mun ; e versehen gewesen . ] Valerius Andreas hat hier einen großen Schnitzer gemacht : Abraham» ? Gorlaeus , saget er , Bibl . Belg . p . 1 . Antverpiae natns , celebri einporio , Delphis Batauorum vixit in Collegio III . virorum nionetalium . Dieß heißt zwey Dinge verstchern : das erste , daß zu Delft ein Collegium aus drey Personen der Münze vor - gesetzt gewesen ; das andere , daß Gsrlaus einer von diesen dreyen gewe - ftn . Nun ist weder das eine , noch das andere wahr . Dieser Jrrthum ist au« diesen Worten des GorläuS entstanden . in Alloquio ad Ledto - rem : Nefcio quo fato in antiquorum numismatuni delapfus ,
reique dulcedine alleehis , totum me trado huic conteinplationi : et tanquam in Collegium III virorum Monetaliuni cooptatus , nihil praeter numos veteres fomnio . SwettiUS , Athen . Bei ? , p . 87 hat sehr wohl begriffen , waS diese Worte sagen wollen , und sie nach dem Sinne de« Urhebers angeführet ; allein Valerius Andreas hat sie ver - kehret : er saget nicht , daß sich Gorläu« auf die Uutersuchuna der alten Münzen geleget , als ober einer von den drey Männern des M'inzwe - fens gewesen : er steller ihn vor . als wenn er wirklich mit dieser Bedie - nnng bekleidet wäre . Gronovius hat sich nach den Ullachen erkundi - get , die diejen AltertHumsliebHaber bewogen , sein Vaterland zu verlas - sen , und sich auf seine übrige Lebenszeit nach Holland zu begeben , und was ihm die Herren zu Delft für Bedienungen gegeben ; allein er bat nichts davon entdecken können . Ipfuni Gorlaeum cognofcere familia - rius ettpiui , et quae caufa illum induxillet , patri . mi Batauia mutare , praefertini quum diflona de eo raemoraientur , lic vt ibi qtioque nio .
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