Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10062

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ster Sohn , ist Herzog von Urbmo gewesen : Der jüngste ward Herzog von Sore und Cardinal ; Hippolyte , die älteste von den Töchtern , ist des Antonius von Arragonien , Herzogs von Montalro , Gemahlinn gewesen . Julia , die andre , hat sich mit dem Alphonfus von Este , Marggrafen von Montecchio , vermahlet : Isabella , die jüngste von allen , ist mitdenAlbericus Cibo . Prinzen von Maiespina , und Marggrafen von Massa , vermählet worden " .
a ) Aus des Hilarion cle Lotte , Kloßes des varn . Illuttr . Tom . 1 , 544 und folgende S .
„ Namen verlshren , am Ende ihres Lebens Tag und Nacht nur aufMit - „ lel dachten , junge , einfältige und unerfahrne Maglchen zu verderben „ und ins Unglück zu stürzen . Auch ist sie noch eines ewigen Nach , „ ruhms würdig , daß sie niemals ihre Güter geschonet , die verführten , un - , >sckuli ? ! gen Tauben aus den Klanen der Raubvögel zu reißen , und sie den „ Altären zu widmen , wo sie nach diesem in Ansehung der Tugend Wun - „ der gethan . . , Hilanon de Corte , Elogcs des Dames Illuftres , Tora . I , pag . 546 , 547 . Dieß heißt , die Pflichten einer tugendhaften Prinzeßinn erfüllen ; denn man könnte sagen , daß sie dieselben nicht erfüllet hätte , wenn sie sich allein mit einer genauen Beobachtung der ehlichen Treue
( A ) Sie ist des Franciscus Maria de la Rovere , - Herzogs von Urbino , Gemahlin» , gewesen . ) Er ist Julius des II Neffe , und jenigen Johann de la Rovere S°hn gewesen , dem Sixtus der IV , das Fürstenthum Sora und Senegaille gegeben , und , welcher Johannen von Montefeltro , die Tochter Friedrichs von Monteveltro , Herzogs von Ur - bino , geheirathet hatte . Unser aus dieser Ehe entsprossener Franciscus Maria , ist nach dem Tode Veit Ubald» von Monteseltro , seines müttcrli - chen Oheims , der keine Nachkommenschast hinterlassen , Herzog von Ur - bino geworden . Leand . Albert . Defcript . Ital pag . m . 445 .
( B ) - - , Und bar ihm eine trcue Gesellschaft in seinen XDi> derwartigkeiren geleistet . ) Leo der X , welcher den Laurentius von Mcdicis , seinen Neffen , zum Herzoge von Urbmo gemacht , hat den Fran - ciscus Maria de la Rovere dieses Herzogthums beraubet . Dieß ist die unglückliche Zeit , da Meonora eine große Sündhaftigkeit gegen die U ? iderwarrigkeiten uns schändlichen Streiche des Glücks ge - ? eigr . die ihrem Gemahle begegneten , da er auf einige Feit seines Sraars beraubt worden . Sie hat dieftrwegen niemals von rer ordentlichen Grofimuth , nock von der vollkommenen Treue gegen ihren Gemahl nacbgelasien , sondern ihm Gesellschaft gelei - stet , und ihn in seinen Widerwärtigkeiten getröstet , an welchen sie als eine ehrliebende Frau jederzeit Theil nehmen wollen . rion de Corte , Eloges des Dames Illuftres , Tom . I , pag . 545 . Sie ben den Besitz des Herzogthums von Urbino , nach dem Tode des Lauren , tius von Medicis , wieder erhalten . Leander Albertus ebend . Der Ge - niahl ist 15Z8 gestorben . Ebend . Paul Joviue lobet ihn sehr . Elog . bellica virt . Illuftr . Libr . VI , pag . 111 , 497 .
( C ) Sie hat ihre { Liebe zur Reuscbheit durch die Schärfe be - zeigt , die sie gegen die Fral , en bewiesen , welche ein böses Leben führten . ] Denn sie hat sie nicht bey sich sehen , noch den geringsten „ Umgang mit vornehmen Frauen haben wollen , welche den geringsten „ Ruf oder Verdacht gehabt , daß sie die Ehre ihres Geschlechts durch eine ^unordentliche Aufführung befleckt . Sie ist eine Todtfeindüm aller de - „ rer gewesen , welche sich den schändlichen Wollüsten der Unkeufchheit er - „ geben haben , indem sie viele aus ihren Landen verbannen und verjagen ,
„ und diejenigen boshaften Alten mit vieler Schärfe strafen lassen , wel - „ che , nachdem sie in ihrer Jugend , Scham , Ehre , Gewissen , und guten
Gonzaga ( Isabella von ) die Gemahlinn Veit Ubalds von Montefeltro % Herzogs von Urbino , verdienet unter die berühmtesten Damen gerechnet zu werden . Einer von ihren Lobrednern nennet sie , eine wegen ihrer Gute , ihrer Frommig - keic , ihres Mucho und ihres Adels , mehr gottliche als menschliche Frau . Sie ist so keusch gewesen , daß sie Bewunde - rung verdienet ; allein , man erzahlet Umstände davon , die fabelhaft zu seyn scheinen ; denn man saget : sie se» , nachdem sie zwey Jahre bey ihrem Gemahl geschlafen , ohne , daß man an die ehliche Pflicht gedacht , völlig uberzeugt gelvesen , daß in ihrer Ehe nichts fehle ( A ) , und daß alle andre Ehmänner dem ihrigen ähnlich waren . Endlich ist ihr aus diesem ^rrthume geholfen worden , und ihr Gemahl hat ihr selbst sein Unvermögen bekannt , da er wahrgenommen , daß sie die Narur desselben wußte ( B ) ; allein , sie hat nicht aufgehöret , viel Zärtlichkeit gegen ihn zu haben . Sie hat ihn getröstet , und sich niemals beklaget , auch nie - manden den Zustand ihres Ehstandes offenbarer . Gleichwohl ist dieses Geheimmß der Welt bekannt geworden ( C ) , und sie ist sehr getrieben worden , auf eine andre Heirath zu denken : man hat ihr gezeiget , daß es sehr leicht seyn würde , ihre Ehe für
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ihres Widerwillens ein Maal der Ehrlosigkeit einzudrücken " Dieser Schandfleck ist eine viel kräftigere Lehre zur guten Aufführung , als die allerberedtesten Verwöhnungen eines gottesfürchtigen Prediqcrs - und es ist gewiß , daß die Unordnungen , welche von der Buhlerey der Weiber herkommen , dem Leben einer Fürstinn ein Flecken sind , so tugendhaft sie auch für ihre eigne Person seyn mag . Denn kurz , wem , sie die rüchtigten Fraue» von ihrem Umgange ausschließt , wenn sie ihnen den Eingang in ihren Pallast verbiethet , wenn sie dieselben wenigstens durch Kaltsinnigkeit und Verweise kränket ; in währender Zeit daß sie ihre Hoch - achtnng und Freundschaft gegen keusche Frauen ausbrechen läßt : so muß sie unfehlbar die Verbesserung guter Sitten hervorbringen . Hieraus kann man schließen , daß , wenn die Buhlerey mir erhobenem Haupte einher tritt , dieses ein Zeichen ist . daß die vornehmste Dame nicht viel äußerli - chen Unterscheid unte» denen machet , welche zur Übeln Nachrede Anlaß ge« ben , und unter denen , die sich sehr wohl aufführen . Man sehe was in der Anmerkung ( M ) bey dem Artikel Ludwig der Xll , davon gesagt wird Man schreibe immer diese Nachsicht nicht dem Mangel des Eifers für die Fortpflanzung der Reinigkeit , sondern einer gewissen Gelindigkeit des Naturells zu , welche nicht erlaubet , daß man sich dem Strome mit der nothigeu Großniuth entgegen sehet . Allein dieser Entschuldigung unqe« achter . werde ich dennoch behaupten , daß die Weichlichkeit , oder , wenn man lieber , v will , die Gelindigkeit des Naturells in dergleichen Fällen ein großer Fehler ist .
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nichtig erklären zu lassen , und man hat ihr noch vid andre fehr^ starke wankend gemacht ( v ) ; * t— - i u< -
etrachtungen vor Augen gelegt . Allein ,
mahlet , ich will sagen , mir dem Franciscus Maria de la Rovere , dein Man wird hieraus sehen , zu welcher Zeit sie gelebet hat , und wenn man großes Lob finden und begreifen , daß der Hof von Urb Bembus von dieser Herzoginn gesagt hat ( F ) .
achsolger ihres Gemahls , in dem Herzoathume Urbino» i Balthasar Castillons Hofmann liest , so wird man ihr ino damals vollkommen artig gewesen . Ich will anführen , was Peter
<0 Und nicht de la Rovere , wie Hilarion von Coste auf der 697 S . des I Bandes seiner Lobsprüche der berühmten Damen saaet . feph . Betuffi , delle Dounc illuftre vom Hilarion von Coste , I Th . 697 S . angesühret . Siehe auch Chriftofano Bronzini de IIa
Jofeph . .
Dignita , e Nobilita delle Donne , Giomata qumta , pag . 116 .
697 und folgende S .
( A ) Nachdem sie ; wey Jahre bey ihrem Gemahle geschlafen , ohne daß man an die ehlicbe Pflicht gedacht , so , st jie völlig u - bezeugt gewesen , dafi nichts in ihrer löhc fehle . Z Wir wollen uns der Nckiensarten des Minoriten , Hilarion Coste Eloges des Dames Iltu - ftres , Tom . I , p . 697 , 698bedienen ; denn dieUebersehuug , die ich von sei - ncm Französischen machen wollte , würde vielleicht ehrbaren Lesern fallen . Sic war von der Zahl derer , davon der Apostel redet , die ver - „ heirathet sind , als wären sie es nicht ; dem , sie ist entweder aus „ Schwachheit ihres Alters , oder aus natürlicher Einfalt , die ersten zwey „ <^«Hr ? ihres Ehstandes in einer Co tiefen Unwissenheit desjenigen Saera - „ ments gewesenen welches sie sich eingelassen , daß sie dafür gehalten hat , «alle Berehlichten lebten so , wie sie . Sie ist hierinnen der Frau de« al - „ ten Hieron gleich gewesen , die sich über den bösen Athem ihres Gemahls „ nicht " beklagt , weil sie dafür qehalten , daß alle andere Mannspersonen „ eben dergleichen hatten : allein , da sie das Alter durch eine geheime und „ nicht unempfindliche Lehre dasjenige gelehrt hatte , wa« auch den aller - „ barbarischten Nationen lind den allerschläfriqsten Complexionen »«cht „ unbekannt ist , da unsre verderbte Narur mehr als zu geneigt zu den „ sinnlichen Wollüsten ist ? oder , da ihr der fraie Umgang , den sie als eine „ verheirathete Frau Mit Frauen hatte , Dinge «lehret , die siemcht ge - „ wüßt : so sind ihr die Seppen ihrer Unwissenheit von den Augen ge - „ fallen . ^ Es ist nicht wahrscheinlich , daß sie >n e . ner solche , ' Sache so lange blind gewesen seyn kann Die meisten von denen , die das Buch diese« Mino - rite . , gelesen , Habm ohne Zweifel g sagt , daß , wenn man e , n so gar unschuld . a Mägdchen wAnÄLArTheorie finden wollte , man e . neö von 5 oterS Jahren nehmen müsse , ^n der That honlchet eine seht Mfe ^wvhlcheitin den Familien ; ennvedcr , weil man dieselbe Nicht vechmdem kain^vder weil II
c ) AUS des Hilarion de Loste , Lloßes de , Dame ; illuftres , Tom . I ,
man einen Nutzen davon hoffet , oder weil eine geheime Vorsehung diesel - be zum zeitlichen Besten der Welt zuläßt . So bald die Kinder ein ge - wisses Alter erreicht haben , so schwatzet man ihnen von nichts , als Lieb« sten und Liebhabern vor - . den kleinen Töchtern , bey denen man etwas bes - fern will , saget man , daß sie niemals Männer kriegen würden , wmn sie sich darinnen nicht änderten ; man vn spricht ihnen die Erlangung eines Liebhabers , wenn sie dieses oder jenes thun würden . Siehe Nouvelle« Lettres contre le Calvinifme de Maimbourg , pag . 66z , 664 . Hundert Versprechungen und eben so viele Drohungen , aus diesem Tone , liegen beständig zu Felde . Die Mägde im Hause , die Wascherinnen , die Nathe - rinnen , die Kammerfrauen u . a . m . gehe« , noch viel weiter ; sie sagen ih - nen alles ins Ohr , was dieses zu bedeuten habe . Es biethen sich tausend Gelegenheiten ganz natürlich dazu an . Es werden von Zeit zn Zeit in der Nachbarschaft , in der Freundschaft , Hochzeiten gemacht ; man ist neuaieria unter währender Trauung in die Kirchen zu geben , „ ni> dieß geschieht oft • biet ist eine weitläuftige Materie , die kleinen Schülerinnen nicht allein mit lau -
ter , sondern auchmitleiserSrimme . von dieser gehnmen Unterweisung zu
unterhalten Diese Unterweisung wird vornehmlich zur Reit der reitung zur Verlobung , oder vielmehr zwischen der Verlobung und dem Hochzeittage gegeben . Durch dieses Mittel wird die Tbevrie des Eh - standes vvr dem mannbaren Alter genugsam bekanm . Allein , wir wollen den »all setzen , daß man ein A . agdchen vvr dergleichen geheimen Gespra - chen verwahren können , wobey die Mägde und viel andre Weibsbilder sich angelegen eyn lassen , der Neubegierde der Natur eine Genüge zu thun , oder derselben gm : zuvor zu kommen ; wir wollen , sage ich . den Fall voraus setzen , daß ein Mägdchen ihrem Bräutigame eben so unwissend in der Theorie , als in der Ausübung , übergeben worden - würde sie wohl lange
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