Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10023

Gontaut .
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>oh , iS , ge« >aß sie gut unkenyeit hatten . » ,
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wider den Staat , geschmiedet / den zi des Heumonats , 1622 , der Kopf abgeschlagen ( D ) . Er gab auf dem Blutgerüste tau - send Merkmaale der Heftigkeit zu erkennen ( E ) . Er war noch nicht 40 Jahre alt « . Sein Ehrgeiz hatte keine Grenzen ; und ob er gleich keine Religion hatte ( ? ) , so that er doch abergläubisch , um die Ligue wieder zu erwecken ( G ) . Er machte sich die Lehre zu Nutze , die ihm sein Vater gelassen hatte , daß ein Kriegömann , so viel , als er nur könne , den Friedensschluß hinaus ben mußte , weil man seiner zu Friedenszeiten entbehren könnte , und ihn auf seinem Landhause ließe K Aus diesem Grunde gab er , unter wahrender Belagerung von AmienS , nicht alle die nöthigen Befehle , den Beystand abzuhalten , welchen der Herzog in den Platz werfen wollte . Er harre es nicht ungern gesehen , wenn man dem Orte zu Hülfe gekommen wäre , weil dieses den Frieden verzö - gert hätte . Er konnte kaum leiden , daß man Heinrichen den großen , Theil an der Ehre des guten Fortganges nehmen ließ ; und er drohte den Historienschreibern , die sich nicht genugsam nach seiner Eitelkeit bequemten ( H ) . Ich kann kaum glauben , was man
von seiner Gelehrsamkeit vorgiebt ( l ) . Dasjenige , was man von seiner Erinnerungskraft erzä " ' " —lV - '— * — —
den ( K ) . : a —— - —
Er ist anfänglich protestantisch erzogen worden
, erzählet , verdienet angeführet zu wer - Er ist ein großer Spieler gewesen d ; allein er hat sich niemals
mit Frauenspersonen , noch mit andern Wollüsten des Leibes besudelt <■' . Heinrich der IV hat ihn zu seinem Schwiegersöhne machen wollen ( L ) ; und sich gerühmet , saget man , daß er ihm das Leben gerettet hatte ( M ) . Ich werde nur zween Schni - tzer des Morerl bemerken ( N ) . 0
a ) Matthieu , Hiftoire de la Paix , Livr . IV . p . 218 . i ) Siehe einen Discurs über die Lieblinge , welcher den Zusätzen des le La - boureur zu den Memoiren des Casielnau , Tom . II . p . 135 . eingeschaltet ist . <• ) Siehe die Anmerkung ( E ) . d ) Er hat in einem Jahre mehr als fünfmal hundert tausend Thaler verlohren . Mezerai , Abrege Chronol . Tom . VL p . 270 , aufs 1602 Jahr . e ) Cayet , no ! . Septeitaire , fblio 317 .
CA ) Sein Vater bat nichts vergeben , ihn zu befördern , noch , hn würdig ? u machen , befördert zu werden . ^ Im > ; 8o Jahre , da er seine Armee gegen Jsle en Jourdain , 4 Meilen von Toulouse , ge - fubrct , ( Dupleix Historie . Heinrichs des III , »2 S . ) hat er durch einen Pserdesturz den Schenkel an zweyen Orten zerbrochen , wovon er hinkend geworden , daß er die Führung seines Kriegsheeres andern überlassen müssen . Und damit er keine Eifersucht erwecken wollen , so hat er dieje - nigen gebethen , die Recht zum Commando gehabt , selbst ein Haupt zu erwählen . Sie haben seinen Svhn erwählet , der mir >5 Jahre gewesen . Ebendas . Andere Gcschichtschreiber , als Peter Matthäus , im V Buche , der Fricdcnsbistorie , auf der 218 S . bey mir , versichern , daß eben dieser Sohn im XIV Jahre Oberster über die Schweizer in Flandern , bald darauf Feldmarsckall und dann Generalfeldmarfckall geworden . Allein , man kann dieses mit demjenigen nicht vergleichen , was andere erzählen , daß ihn sein Vater nach dem Tode feines ältesten Sohnes , Baron von Biron nennen lassen , und ihn nack - Hofe ge« führet , rvo er fs gleick einen Streit mit dem - Herrn von Carency , dem ältesten Sohne des Grafen de la Vauguyon gehabt , wel , cher sich durch ein Gefeckte von dreien , gegen dreye , im > ; 8 ; Iah - re geendiget . Biron , Loignac undJanisäc von einer Seite , ha - ben den Gatency , den Estifjäc und la Bastie getödter . , - - - Der - Herzog von Espernon hac seine Begnadigung erhalten . Cayet , Chronol . Septenairc , folio , 319 verfo . Er Halle ihn nach Pau geführet , als er dahin gieng , dem Könige von Navarra seine Auf - Wartung zu machen . Ebendas . folio 320 verfo . Seitdem ist der ter de« jungen Birons unter der Armee von poitou , bep der gerung von Marans , Generallieutenant geworden , welcker ihn fein ganzes - Haus und feine ganze Compagnie Gensdarmcs com - niandircn lassen ; cr hat ihn auck den - Herrn Baron genennet , und darauf ? er so befehlerifck und frey in Ivorren geworden , daß nichts darüber gewesen . Ebendas . Man merke , daß er , nach dem Vi - ctor Cajet , >6 Jahre alt gewesen , da ihn der Marschall von Biron , sein Vater , von seinem Lehrmeister weggenommen har . Ebendas . 31p Bl . Man merke auch , daß dieser Marschall einen Sohn im > ; 83 Jahre , bey dem Blutbade zu Antwerpen verlohren hat . Dieß ist vermuthlich sein ältester Sohn gewesen , weil er nach dem P . Anselm , auf der 197 S> mals schon Kinder gehabt , und der Herzog von Biron , nach des Mat - thaus Friedenshistorie , im V B . auf der 218 S . bey mir , noch nicht 40 Jahre alt gewesen , da er >602 enthauptet worden . Es ist sehr scheinlich , daß Dupleix »nd Peter Matthäus dasjenige dein Carl von Gontaut zueignen , was seinem Bruder zukömmt .
Folgendes wird mir einen viel gründlicher« Beweis darbiethen . Der Marschall von Biron , da er nach Heinrichs des III Tode eine große Gewalt gehabt , hat weiter an nichts gedackt , als den Baron von Biron zu erheben , und ob er gleick jung und unerfahren war , so hat er nickt» Oestoweniger emen unnörhigen Streit mir dem •Herrn vonDampicrre , Marschall de Camp , angefangen , ihn um seine Bedienung gebrackt , und besagten Baron von Biron , als Generalfeldmarfckall , damit versehen lassen ; und weil er nichts von dieser Bedienung verstund , so hat er Tag und Nackt für ihn gearbeitet , und ihm die Ehre allein gelassen : welckes besagten Baron von Biron in solckemRuhm und solckes Ansehen bey den Soldaten gesetzt ; daß ihn der Rönig , da der Marschall , sein Vater , vor Epernai durck eine Kanonenkugel ersckossen worden , zum Admirale gemackt . Er hat dem - Herrn von Villars , da er in des Roniges Dienste gegangen , die Admiralfckaft abgetreten , und ist zum Marschälle von Frankreick gemackt worden . ( Aus einem historischen Diseurse , von dem Glücke und Unglücke der Lieblinge , vem Franeiseus dem l , bis auf Ludwigen den XIII , in den Zusätzen des le Laboureur , zu den Memoiren des Castelnau , II Band , >34 Seite , ge - nommen . ) Er ist nach diesem absonderlich unter dem Titel , Memoire» de Mr . de Beauvais Nangis , gedruckt worden . Es ist schwer , übler französisch zu schreiben , als der Schriftsteller , daraus ich diese Worte ent , lehne ; denn nian muß beständig durch Schlüsse , oder durch Zurathzie , hung der Historie errathen . wohin sich seine Er beziehen . Wir wollen diese Anmerkung mit einer Stelle des Mezerai , aus dem III Bande , der Historie von Frankreich , auf der >026 S . beschließen - DieRatholiken haben den Marscliall von Biron nickt so fehr bedauret , als der Rönig , welcker darüber eine viel größere Berrübniß , als über alle andere Verluste bezeiget , die er jemals erlitten : und er würde nock inehr Mühe gehabt haben , fick deswegen ? u trösten , wenn er nickt geglaubet , daß ihm der Baron von Biron , fein Sohn , der von seiner - Hand gebildet worden , eben so große Dienste lei - sten könnte , um so vielmehr , da er alle Erfahrung des Vaters , aber nock nickt dessen Arglist und boft Grundsätze hatte .
( B ) Er wurde 1602 in die Schwei ? geschickt . ] Vic und Siliert hatten viel Mühe gehabt , die Erneuerung des Bündnisses einzurichten , und als sie alle Schwierigkeiten überstiegen zu haben glaubten , sehen müssen , daß alles durch die spanischen und savoyischen Abgeschickten zerrissen
ward ; allein der Marschall Biron , der mit einem großen Gefolge und präch - tigen Aufzuge zu Solorhurn ankam , hat diesen Vertrag glücklich zu Stande gebracht . Sein prackriger Aufwand , seine gan ; kriegerifcken Rede»» und seine stlionen Tharen , davon die Sckwei^er so oft Zeugen gewesen waren , vcrmockten viel bey diesen kriegeriscken kern ; dann vollendeten die Wagen mit Gelde , die ihm auf dem Fufle folgten , ihre Ueberredung - - - Er krönte dieses Fest mir der Prackt eines kostbaren Gastgeboths , worbe ) ' er hundert Dinge von der Hoheit des Roniges und der Mackt Frank , reicka geprediget . Dieß ist nickt der geringste von feinen Dien , ften gewesen . Mezerai Abrege' Chronol Tom . VI . pag . 257 . aufs 1602 Jahr .
( C ) Man hat etliche Fabeln in die Erzählung desjenigen ge , misckr , was die Roniginn Elisabeth bey dieser Begegnung ge , rhan hat . ] Unzählige Geschichtschreiber sagen : daß sie ihn den Kopf des Grafen von Essex sehen lassen , damit sie Gelegenheit haben wollen , ihm die Bewegungsurlachen zu melden , die sie vermocht , den Aufruhr dieses Undankbaren so scharf zu strafen . Man setzet darzu : sie habe ge - sag« , daß der König von Frankreich sehr wohl thun würde , wenn er die Ver« rather auch aljo strafte . Peter Matthaus , Cayet u . a . m . Mezerai , Abrege ChronoL Tom . VI . p . 249 . sager , daß sie ihm vielleicht den Kopf d - s Grafen von Essex mit Borsahe gewiesen habe . ThuanuS , im CXXVI B . auf der 943 S . saget , daß sie diese Rede gehalten , da sie die auf dem Tour zu London aufgesteckten Köpfe betrachtet Härten . Einige sagen , daß sie ihm den Kopf dieses Auftührers , aus den Fenstern ihres Pallastes gezeiget . Andere sagen : es sey dieses geschehen , da sie über die Brücke zu London gefahren sey . Nichts von allein diesen kann wahr seyn , weil sich die Königinn die ganze Zeit zu VigneS aufgehalten hat , so lange Biron in England gewesen ist . Dupleix hat in der Historie Heinrichs deS IV . auf der 300 S durch diese Anmerkung dasjenige widerleget , was so viele andere Historienschreiber vorgegeben hatten . Leti , in der Historie der Elisabeth . II Bande . 495 S . widerleget sie durch eben diese Beobach - tung . Er bekriegt sich , wen» er auf der 48 ; S . saget : daß Heinrich der I V den Biron , erstlich nach seiner Zuruckkunft in Paris , nach London geschickt . Er hat ihn von Calais dahin geschickt .
Ich will nicht leugnen , daß diese Königinn diese Reden , wegen des Grafen von Essex , nicht gehalten hätte ; allein anstatt zu sagen , daß sie die - selben gehalten , da sie dem Biron den Kopf des Grafen gewiesen : so müßte man sagen , wie le Grain , Decade de Henri le Grand , p . in . 782 . gerhan hat ; daß sie in ihrem Zimmer also zu ihm geredet , da sie ihm das Bildniß diese« Herrn gezeigt hatte . ES ist eine Schande , daß die Erzählun - gen der Franzosen , ich rede auch von denen Erzählungen , welche die vor - nehmsten Historienschreiber dieser Zeit herauSgeqeben haben , mit so vielen Fabeln angefüllt sind Camden Hift . Elifab . P . IV , pag . m . 820 . aufS 1601 Jahr , treibt mit Recht seinen Spott darüber , daß sie gesagtt , eS hätte die Königinn dem Marschalle von Biron den Kopf des Grafen von Essex gewiesen . Dieser Kopf war mit dem Körper begraben wor , den . Qiiod qnidam Gallici Scriptores prodiderunt , eam craninm Eflexii inter pliira damnatorum , in intimo Larario , vel ( vt alii fcri - bunt ) palo affixinn Bironio et Gallis oftentafle , ridicule vamim eft . Illud enim vna cum corpore confepultum . Er bemerket , daß die Kö> niginn damals auf einem Lustschlosse gewesen . welches Basingum ge , heißen . Bassompierre , der den Marschall von Biron begleitet l , ar , net es in den Beobachtungen über den Dupleix , 8 - Seite , Basing . Man verbessere also den Scipio Dupleix , der es Vignes nennet . Er hat noch viele andere Schnitzer gemachet , die ihm Bassompierre nicht vergiebt . Hier ist einer davon : Die Roniginn hat unfern Fran - jcfei» ein königliches Mahl gegeben , sie hat in ihrer Gegenwart auf dem Spinet gespieler , und öäju gesungen . Die Widerlegung hiervon enthält , aus der 8z S diese Ausdrückungen : „ Sie hat den „ Franzosen kein einiges königliches Mahl gegeben , außer daß sie den Bi - „ ron und sein Gefolge frey gehalten , so lange er zu Laning , ( einem Hau - „ ft , nahe bey Basing . Man nennet e« Laning auf der vorhergehen - „ den Seite , ) gewesen ; und eines Tages , da Biron zu Basing war , „ hat ihn der Mylord Corbain , nebst vieren oder funfen von uns , durch „ eine geheime Thüre in ihr Zimmer treten lassen , um sie zu überraschen , „ da sie gesungen hat . „
( D ) Es wurde ihm , wegen einer abstheulicken Verrätherey , die cr mir dem - Herzoge von Savoyen wider den Staat ge , sckmiedet - - , der Ropf abgescklagen . ^ Dieß ist keine von nen kleinen Verschwörungen gewesen , welche nur darauf abzielen , einen Monarchen so zu beschäfftigen . daß er die Hände nicht srey hat . die Ruhe seiner Nachbarn zn stören . Wie man vorgiebt , so sind der Herzog von Savoyen und Biron einig geworden , das Ronigreict , 3» zergliedern , so vielunumsckrankte Regierungen , als provimen , daraus ; u macken , und alle diese kleinen Prinzen unter den Sckun der Rroiu Spanien zubringen . Der - Herzog von Savoyen , hatte zu seinem An . - theile , wenn er gekonnt hatte , das £ . , das Delphinac , und die Provence genommen ; und Biron das - Herzogthum Bur - gund , welchem die Spanier die Franckecomte , als einen Braut , gg z ! cka ?

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