Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-10000

Gontaut .
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Ansehen - r so wohl schönste Navarra nller , an fr , daß ihn der abe sagen erfen ge - >tten , v ? r - lassen .
„ lassen , und die Hugenotten waren nicht stark genug , ihn auf den Thron «zu setzen . Allein durch den unermüdeten Fleiß des besagten Marschalls „ sind sie diesem neuen Könige zu gehorchen bewogen und bekehret wor - „ den , ob er gleich ein Hugenotte war ; wo nicht auö gutem Willen , doch „ wenigstens den ungerechter Weise Ermordeten zu rächen , welches er „ ihnen so vorschwatzte . Dieß ist noch nicht alles , denn er hat die Platze » . erhalten und erobern müssen , wo er nur halb König war : hierbey hat „ besagter Marschall seinem Könige so wohl beygestanden , daß er ihm , „ ehe er gestorben , sehr schöne und gute Platze wieder gewinnen , die »Schlacht bey Yvry erhalten , und aus Arques und Dieppe zu kom - „ men , geholfen , wie ich indem Leben unser« Königes zusagen hoffe ; „ und darauf hat er , da er die Stadt Espernay recognosciren wollen , » . den Kopf durch einen Canonenschuß verlohren . , . Er hat in seiner Treue gegen Heinrichen den IV einen Fehler gemacht , der aber nicht lange gedauert hat . Er hat sich für unentbehrlich gehalten , und ist es auch nach Heinrichs des III Tode gewesen ; und da er geglaubet , daß in dieser Verwirrung das Ronigreich zerstücket werden würde , so hak er sich eingebildet , eines oder das andere davon zu bekom - men , und , nachdem er ohne Umstände in das geheime oimmer gegangen , und einige Zeit einen und den andern hatte murren hören , dm von Qancy auf die Seite gezogen , und ihm erklaret : daß er die Grafschaft perigord mir der Souverainirär , zur Be - lobnung feinet geleisteten Dienste , verlange . Sancy , um ihn nicht abzuschrecken , ist unverzüglich zum Ronige gegangen , mit ibm davon zu reden : der Ronig hat ihm aufgetragen , ihm allerlev schone - Hoffnungen zu machen , und Sancy hat diesen Ropf mit solcher Geschicklichkeit und solcher Starke regieret , daß er ihn , da cr ihm mir seiner Großmurh geschmeichelt , nicht allein vermocht , diesem Ansprüche abzusagen , sondern auch zu berheucrn , daß er niemals zugeben würde , daß da« geringste Stücke von dem te , es mochte auch feyn , zu wessen Vortheile es wollte oder konnte , abgerissen werden sollte . Mezerai , Hiftoire de France , Tom . III . p . 829 .
dem Gutachten
( C ) <£v hat - Heinrichen den IV abgehalten , derer zu folgen , Oieihm geratben hatten , einen sichern^rr , en , eir» des Meers zu suchen . ZNachdcm der Herzog von Majenne diesen Prin - zen genöthiget , die Belagerung vor Rouen aufzuheben , und nach Dieppe zu weichen ; so hat er sich angelegen seyn lassen , ihn so enge einzuschließen , daß ihm kein anderer Weg , zu entkommen , als die See , offen blieb . Die Krieashaupler Heinrichs des IV , auch die Rcsormirten - - - hen nicht wobl , was für ein Mittel sie aus dieser Gefahr zie - hen konnte , und waren wegen des - Heils des Königes ungemein bekümmert , von welchen , das Wohl des ganzen Staats abhieng . Solcher gestalt haben die meisten in einem den ; des - Herbstmo - nars , 1589 / gehaltenen Rache beschlossen , daß er seine Rriegsvöl - - ker auf dem Lande in guten Posten wohl verschanzen lassen , > t - und seine geheiligte Person in Sicherheit setzen , so bald es möglich , an Bord gehen , und den £ . «u£ nach England , oder Rochelle nehmen sollte , damit er nicht bey längerer Verzögerung , so wohl zu Xvasser als Lande angefallen würde . - - - - - Sie haben diesen Rath mit so starken Gründen unterstützet , daß der Rönig selbst zu wanken anfing , als der Marschall von Biron , Oer diese Rede mit Ekel angehöret hatte , aus Aergerniß , daß sie mebr Eindruck machte , als sie sollte , das tvorr aufnahm , und nur einer vom Zorne erbittten Stimme zum Ronige sagte , u s . w . Mezerai , Hiftoire de France , p . 842 . Ich will leine Anre - de nicht anführen , man kann sie im Mezerai finden : sie ist so wohl gekleidet , und mit so starken Gründen angefüllet , daß man sich über ihre Wirkung nicht wundern darf . So bald sie Heinrich der IV ange - höret , dachte er weiter an nichts , als sich standhaft in seinem Posten zu halten . Er ist darinnen angegriffen worden , und hat seinen Feind rühm - lich zurück getrieben . Biron hatte mit gutem Rechte gesaget : daß bey den Umstanden , darinnen die Sadim waren , Frankreich nur auf - 4 Stunden verlassen , eben so viel hieße , als sich auf ewig dar - aus zu verbannen . Dieß ist nicht das Mittel , bey dergleichen Bor - Men glücklich zu seyn , wenn man zu seinen Heerführern saget : Gor - get für meine Rrone , ich will für meine Person sorgen i u . f ferner .
( D ) Er ist mehr ein protestante , als Ratholike , gewesen . ] Der Verdacht , den man in diesem Stücke von ihm gehabt , ist Ursache gewesen , daß man ihn zu Anfange der bürgerlichen Kriege nicht zum Or - densritter gemachet . M^n merke , saget Brantome , Memoires Tom . III . pag . 328 . daß die vornehmste Ursache , warum er diese Eh - re nicht erkalten , und warum man nicht viel aus ihm gemacht , diese gewesen , weil man ihn für einen starken - Hugonotten , und so gar dafür gehalten , daß er zwey von seinen Rindern , ( d»eß sagte man bey - Hofe , " ) anf hugonotiscb raufen lassen , welches damals die großen - Heerführer , so , wie der Ronig von Navarra , die Oerrel» von Guise , der Connestable und der Marschall von St . Andre , und die Mönche , die XVelt und alles , als die Pest , ver - abscheuer . Dieserweger ist besagter Biron mit so scheelen Augen angeseben worden , daß er sich entschlossen , den Hof zu verlassen , uns sich in sein Haus zu begeben . Er würde dieses Vorhaben auch ausgeführet haben , wenn Du Perron , nachmaliger Marschall von Rets , nicht mit der Königinn für ihn gesprochen hätte . Man hat ihn zurück gehalten ; er ist dem Kriegsheere , ohne die geringste Bedienung gefolget ; allein da er seine Verdienste gar bald zu erkennen gab , so ist er den großen Feldmarschallen , zum Beystande gegeben worden . Der - Herr von Guise bat angefangen , Gefallen an ihm zu haben , ob er gleich beständig etwas hugononisches an sich blicken laßen , und der - - gleichen Worte gesaget , und sich nicht dafür hüten können , sondern in geheim einige Neigung gegen diese parcey gezeiger bar . Er hat endlich eine solche Fähigkeit , n seinem Amte erlanget , dasi man sich seiner bedienen müssen . Ebendas . 350 S . ävey dem dritten bürgerlichen Kriege ist er zweymal unglücklich gewesen , und von desKönias Bruder , der Feldherr war , stark angefahren worden ; und wir befunden uns bev der Armee , saget Brantome auf der zz - Seite , da er ihm gedrobet , ihnmit dem Degen zu durchstoßen : allem , Biron bar seine Entschuldigungen auf da» allergltmpfiichste vor , gebracht : denn wenn er nur das geringste rroylge wort gespro - chen hatte , so würde ihn der - Herzog gewiß durchstochen hg ,
II Band .
ben , so erzürnet war er wider ihn : er hat ihm vorgeworfen , dafi er ein - Hugonone , und dieser Partey gewogen wäre , und daß er diese Fehler mit Fleiß begangen hatte , um ihn mit Schande zu überhäufen , und ihm , nebst seinem Rriegsheere , den - Hai« zu brechen Tavannes , der hoch am Brette und sehr herrsch - süchtig war , hat gleichfalls sehr harr mit ihm gesprochen , daß er so gar gesager , daß er seine Lecrion wohl lernen sollte ; daß er sich in alles und in eine - Handthierung mischen wollte , die er nicht verstünde ; daß er es ihn wohl lehren wolle , daß er ein - Hu« gonorre wäre ; daß er keine Messe horte , und daß er , wenn et dahin gienge , solches nur Wohlstand - halber thare . Alles dieses ist ihm im Ratbe vorgeworfen worden , und Biron hat alles ver« schlucken und schweigen müssen . Nach der pariser Bluthochzeit hat ihn derKomg nach Xaintonge geschickt . ( Biron ist davon und von dem Lande Aunix Statthalter gewesen , ) Rochelle , entweder mit gutem Willen , oder durch Gewalt zum Gehorsame zu bringen . Er hat diese Stadt belagern müssen : Biron , saget Brantome , auf der zz« S . am angezogenen te , ist unglücklich bey dieser Belagerung gewesen ; denn er hat da - bey sehr gearbeitet , und sich gequaler ; er bat alle Pflichten eine« großen Feldherr» , und eines guten Feldzeugmeisters dabev gechan , und was das schlimmste ist , so har er einen starken Musketenschuß dabey bekommen : allein der meiste Tbeil von den Belagerern ist der Meynung gewesen , daß er sich mir de« nen in der Stadt verstünde , und daß er und die Seinigen densel« ben von allem Nachricht gaben , was draußen vorgienge , welcbe« der größte Jrrchum von der Lvelt ist : denn wenn er diesi Stade gewonnen hätte , so wäre er Statthalter darinnen , und Besitze« : des allerwichrigsten Platzes in Frankreich geworden : und ich gebe zu bedenken , ob er , als ein ehrbegieriger Fcldberr , einen so guten Bißt» würde haben entwischen lassen , wenn er ihn hatte nehmen können ; und wenn man ihm und dem - Herrn von Srroz« ze hätte glauben wollen , so würde die Stadt erobert worden seyn , wenn man sie Fuß vor Fuß gewonnen hätte , wie wir her« nach gethan haben Man füge denen Unglücksfallen , die er bey dieser Belagerung gehabt , noch den entsetzlichen Verweis bev , den ihm der König von Pohlen gegeben hat , wie wir oben in der Anmerk ( A ) , au« dem me gesehen haben . Man zweifle nicht , daß der gefaßte Verdacht , wegen de« Verständnisses zwischen ihm und den Einwohnern zu Rvchelle , die Neigung zum Grunde gehabt , die man bey ihm gegen die Hugenotten bemerket ha - ben wollen . Dieserwegen habe ich diese letzte Stelle des Brantom . - , den vorhergehenden beygefüget . Ich will sie alle durch diese Worte desMe - zerai bekräftigen , die aus dem Lobe unsere Birons genommen sind , Hi . ftoire de France , Tom . III . p . 1026 . „ Die Religion betreffend , so „ hiengen seine Neigungen ein wenig gegen die neue Verbesserung . Ein „ Lehrmeister , den er in seinen jüngern Jahren gehabt , hatte ihm den „ Grund davon beyaebracht , und seine Gemahlinn , die sich öffentlich da - , , zu bekannte , hat ihn in diesen Meynmigen unterhalten ( . * ) : so , daß er „ unter der Hand den Reformirten Vorschub gethan , wen» es nicht lediglich „ auf den Dienst des Königes ankam : und da er aus der Fülle des Her - „ zens redete , so sind ihm öfters Scherzreden wider die Gebräuche der rö - . . mischen Kirche entwischet . Dieserwegen hatte man ihn im Verdachte „ gehabt , daß er die Bekehrung des Königes verzögere : welcher aus eben „ dieser Ursache , und wegen der vortrefflichen Dienste , die er ihm , nach „ dem Tode Heinrichs des III , geleistet hatte , da er das Kriegsvolk auf „ seine Seite gebracht ; ein großes Vertrauen in ihn gesetzet hatte , und seinen „ Rathschlagen gänzlich gefvlget ist , ob ihn gleich seine herrschsüchtige Art „ sehr oft verdrossen hat . , ,
( * ) Ich wundere mich , daß er nichts von seiner Mutter saget , welche , nach dem Thuanus , den Reformirten Aufenthalt gegeben , venique in Aginnenfi agro apud Annam Bonualliam , Armani Bironi famoli il - liut ducis niatrem , toto eo tempore tutus receptusfiiit . Thuan . Lib . XXXIII . p . 67 , . aufs 1562 Jahr .
( E ) Er ifi bey der Blurhochzeit zu pari» unter die Zahl der Ge - ächteten gescyer worden . ^ Man hatte sich des Biron bedienet , die Köni« ginn von Navarra , nebst dem Prinzen , ihrem Sohne , den man mit der Schwester Carls des IX vermählet , an den ftanzösichen Hof kommen zu lassen . Biron hat diesen Prinz , in Begleitung des ganzen Rerna der - Hugonotten , dahin geführer , welche , da sie allem zu trotten» «nd die ganze Welt zu regieren gedachten , daselbst ein klägliches Ende genommen haben . Diejenigen , welche entkamen , habende« sagten B , ron deswegen gelästert , und ihm alle Schuld gegeben , mdem sie gesaget . daß>et : siegestreichelt und gclocket hätte , «n , sie alle auf die Schlachtbank zu liefern , und dieserwegen haben sie angefangen , wider ihn auszuspeyen t > , > , ungeachtet allev Vleser Argwohne , Lästerungen und Plaudereyen . ist cr bey die , sem Feite »n großer Noch gewesen ; und es ist ihm wobl zustatten gekommen , daß er beherzt , tapfer und standhaft gewesen , denn er hat sich so gleich m sein Zcughaus begeben , viele Canonen gegen das Thor und die andern Zugänge gepflanzet , und eine so schöne und standhafte Rriegesgelaßenheit gezeigct , daß , da sich einige» Rriegsvolk der Pariser , welches niemals mit einem solchen Rriegshelden zu chun gehabt , seinem Chore genähert , er es so be« herzt angeredet , und die ( Zanencn auf sie loszufeyern gedrobet , wenn sie sich nicht zurück zögen ; daß siej solches unverzüglich ge - than , und sich nicht weiter erkühnet haben , sich zu nähern , noch dassenige gegen ihn zu thun , was sie wollten , und was ihnen be - fohlen war ; denn er ist eben so gewiß verdammet gewesen , als die andern , die ich weis , wie er mir selbst bey seiner Furückkiinfc vonBrouage erzablet har ; denn er ist mein Verwandter und gu« ter Freund gewesen , und bat sehr oft von diesem Blurbade mit mir gesprochen . Man har gesaget , daß der - Herr von Tavan - nes , der ihm nicht sebr gut gewesen , und nicht weniger der Graf von Reiz »h - n diese Verbannung aus guter Freunvscbaft zu« wegegebracht . Bi - antome , Mcmoires , Toi» . III . P . ZZ5 . Mezerai belehret uns , daß Biron einigen von seinen Freunden in der Bastille Sicherheit ben . Wir wollen seine Worte anführen . Abre'ge Chronolog . Tom . V . p . 157 . >58 . Die Mommorencis , Cosse und Biron waren auf die Rolle gesetzer worden ; allein die Abwcscnbeit des Marschalls von Monrmorenci , der zu Chanrilly war , hat das Leben seiner drey Bruder in Sicherheit gesittet : die Vorbirten der schönen Chasteguneuf , der Beyschlaferinn von des Röniges Bruder , ha - Gggzs den

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