Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9707

ne cum Pontißce egerit , non perinde liquet , cum regiorum mandato - rinn nihil ea de re videre contigeri . Er hält dasjenige für eine bel , was P . Maimburg imVlB . der Historie des LutherthumS auf der a ? , S . erzählet , daß dem Pontus de la Gardie aufgetragen gewesen , mir dem pabste Gregorius demXlll von der Aurückkehr Sckwedens unter den Gehorsam der Rircke unter gewissen Bedingungen ; u handeln ; welche gewesen : > ) den Adel in dem Besitze SerRircken - guter , die er besäße , nickt ju beunruhigen ; 2 ) den Bischöfen und Priestern die Ehweiber 5» lassen , die sie geheiracket hätten ; ? ) den K . ayen das Nacktmahl unter beyderley Gestalt ju ben ; den Gottesdienst in der Landessprache ; u halten , Dieß ist aus demFlorimond von Remond genommen , der de la NaifT . etProgr . de l'He'ref . im XVII Cap . auf der 50» S . dazu setzet , daß la Gardie bey seiner Ankunft den Ronig in Unruhe gefunden , daß , wenn er die Religion angreifen wollte , ihm diejenigen die Rronc vom - Hau - pte reißen möchten , die ihm dieselbe aufgeserzet hätten . Da dieser Ronig die katholische Rirckc nicht völlig herstellen konnte , oder solches ; u thun , sich nicht getraute ; so hat er die vornehm - sten - Herrn mit den lutherischen Er^bisckofen und Bischöfen ver« gleiclien wollen , ihnen auf Lebenszeit ibre »Lhrveiber , das Nackt - inahl unter be^derley Gestalt , und die Messe in der L . andesspra - che ; u lassen . Man hatte mir den Geistlicl>en den Frveck errei - chec ; weil man ihren Bcyschlaf nickt angriff ; allein diejenigen , die den Degen trugen , haben den Raub nickt wollen fahren las - ftn . Also wurde dieser Anschlag 5» Nasser , nickt ohne Vcrdackt , daß la Gardie selbst die - Hindernisse seines Theils in den XVea legt , um den Nutzen von den großen Gütern zuhaben , die er durck die Gnade seines - Herrn genossen , den er völlig in feiner Gewalt gehabt .
( E ) Auck ihre Bilder und andere Religionsgerathe ; u lasten . ] Dieses Verboth ist sehr nöthig gewesen ; denn man hatte solches ehedem schleä ) t beobachtet . Omni , 10 aucem vis omni« ac iniuria abefle debe - ret a corporibus ac bonis ipforum , qui fe rite huic Regno fubmitte - rent , praeeipue vero ab his , qui peculiari folitoque ei genti ritu , et - iaiufi a facris penes nos reeeptis nonnusquani recederent , fexu vtro - que incolerent monaiteria , quorurn ornamenta , imagines , caeteramque facram fuppelledtilem intafla inuiolataque eis linqui praeeipit , s ec v s qvam factvm h actenvs . Oernh . p . 17 ; . SRanist dieser ordnung des Königes nicht nachgekommen ; denn man hat aus derKirchezu Carelgrod , die gemalten und geschnitzten Bilder und priesterlichen Kleider weggenommen , und sie nach Finnland zum Gebrauche der Kirchspiele führet . Der König ist damit nicht zufrieden gewesen , und hat in Zukunft allen denen mit der schärfsten Lebensstrafe gedrohet , die wider seinVerborh handeln würden . Wir wollen den schwedischen Geschichtschreiber noch weiter reden lassen . Vtcunqiie non probarit , qtiod , priuato aufu , fculptas pi - öasque tabulas aris impofitas , ftolasque , quibus facra peraöuri facer - dotes amiciuntur , templo arcis Kexholmenfis detraclas , nonnulli in Vicinam Finnlandiam , ad eariim , in quibus habitarunt , paroeciarum fempla iis exomanda , auehi curauerint , quas reduÖas in facrario templi arcis Viburgenfis locari praeeepit , donec ipfe de eis aliter con - ftitueret : Interininatione mortis prohibens , nequis Regno fe fubmit' tens ex hoftibus , vlla adficerctur iniuria , aut horum deuicVorum tem - j>lis ac monafteriis vlla vel minima vis fieret . Ebend . 176
( F ) ÜSc ist in einem Lluste unglücklickerrveise umgekommen . ^
Er und seine Amtsgenossen harten die moscowitischen Gesandten verlas - sen , ohne daß sie über etwas niehr , als einen Waffenstillstand von vierze - hen Tagen , einig geworden wären . Er hat sich auf dem Flusse zu Schiffe
Gariffoles . , 7 ;
gesetzt , um nach Narva zu gehen ; allein , ba das Schiff eine halbe Meile von dieser Stadt angekommen wa^ feuerte man einige Feldstücke ab ; hier - durch sprang eine Bohle aus : das Wasser drang durch diese Oeffnung ein , und da man aus Furcht auf die andre Seite sprang , so warf man das Schiff um . La Gardie war einer von denenjenigen , welche ertranken . Also erzählet Oernhielm die Sache aus der »>z S . Man ziehe auch den Thuan imLXXXIIIB . 57S und denIolivetbeym Oernhielm214S . zuNathe . An diesem Orte steht in seinem Buche eine Randglosse , worinnen die Er - zahlung des P . Maimburg in der Historie des Lutherthums II Bande , 260 , 261S . getadelt wird . U>ie pontus de la Gardie , dieß sind die Worte dieses Paters , bey der Rückreise von seiner moscowitischen Gesandtschaft in den - Hafen zu Reval . der - Hauptstadt des dischen Lieflandes , worüber er Unterkönig war . einlaufen wollte : so lief die parache , auf deren - Hintertheile la Gardie auf einem Armstuhl« saß , von eener jähe» - Hohe wider einen Felsen , wo , durck der Sckiffsscknabel dermaßen von diesem Stoße in die - Hohe fuhr , daß ) ween von seinen Bdelleutcn , die vor ihm stun - den . umfielen , und den Stubl umwarfen , wodurck das - Himer , rheil nock mehr niedergedrückt worden , so , daß sie in einem Au - genblicke alle drey im rvasser gelegen , und nickt wieder zum Vorscheine gekommen sind . Florimond , der diese Erzählung darge - bothen , hat noch zwo Unrichtigkeiten dazu gesetzt , die Maimburg nichtein - mal abgeschrieben hat : die - . ist , daß sich la Gardie mit dem Großfürsten besprochen gehabt ; die a . daß er nach geendigter Unterhandlung mit sei» nen Schiffen in See gegangen ist . In der Randglosse beschuldiget man den P . Maimburg der Unwissenheit der Erdbeschreibung . Er hat vor - ausgesetzet , es wäre an den moscowitischen Grenzen ein Fluß , der nach Reval liefe . Aber dieß ist falsch . Man tadelt ihn , daß er gesagt : Re - val sey die Hauptstadt in Liefland ; er hätte sagen sollen , in Esthland . Man tadelt ihn auch , daß er gesagt . Pontus sey Statthalter über Lief , land gewesen ; denn , saget man , diese Provinz hat Schweden damals nicht zugehöret : sie ist erstlich durch Gustav Adolphen erobert worden . Diese Beurtheilung scheint mir nicht gegründet , weil Oernhielm ausdrücklich saget , daß Pontus de la Gardie , im i ; g i Jahre zum Statthalter von Lief» land und Ingermanland gemacht worden . Etiam amäus nouo fupre - mi per Ingriam ac Liuoniam Gubernatoris fitulo ac mutiere loca priora repetiit , p . 178 . Ich würde nur das Wort Unterkonig getadelt haben , welchesMaimburg aus dem Florimond von Remond genommen hat .
Wie der Arrikel Gardie , in den Zusätzen des Moreri aus dem P . Maimburg genommen worden , so wird man in diesen Anmerkungen das» jenige leichtlich finden , was in denselben mangelhaft ist .
( G ) Seine Nackkommensckast ist nock sehr blühend in Sckwe« den . ] Er hat zwee» Sohne und eine Tochter hinterlassen . Johann de la Gardie , der älteste , hat nickt« als Töchter hinterlassen , die sehr vor - rheilhaft verheirathet worden . Jacob de la Gardie , der jüngste , ist zum Grafen ( * ) , Reichsrathe . und Großconnestable des Reiches , zum Präst» denken des KriegsratheS , u . s . w . gemaä , et worden . Sein ältester Sohn , Magnus Gabriel de la Gardie , hat sich mit der Schwester Carl Gu« stavs , Königes von Schweden , vermählet , und ist Gustav Adolphs de la Gardie , Reichsraths und Präsidenrens des obersten Gerichts in den , Vater gewesen . Die Brüder Gabriels Magnus , haben auch schö« ne Bedienungen gehabt , und Kinder hinterlassen . Man sehe den baum dieses Hauses vor dem Leben unsers Pontus . Dieser hat zween Brüder in Frankreich hinterlassen , die sich daselbst verheirathet gehabt : allein , es ist kein männlicher Erbe von ihnen mehr übrig . Oernh . p . 5 .
<♦ ) Maimburg , und nach ihm die Zusätze des Moreri , geben diesem Ti» tel dem Pontus de la Gardie mir Unrechr .
Gartssoles ( Anton ) Pastor und Professor der Gottesgelchrtheit zuMontauban , in seiner Vaterstadt , ist ein sehr ge . schickter Mann gewesen . Er ist ungefähr im 1587 Jahre gebohren , und lin drey oder vier und zwanzigsten Iahre seines Alters zum Prediger angenommen worden . Er ward der Kirche zu Puylaurens gegeben . Er ward im 1627 Jahre zum Professor der Gottesgelahrtheit in Montauban eingeseßek , nachdem chn verschiedene Provinzialsynoden zu diesem Amte ernennet hatten , und ihm namentlich von dem Nationalsynodo zu Castres aufgetragen worden , zur Unternehmung dieser Verrichtungen dahin zu gehen . Er hat denstlben bis i»s 1650 Jahr rühmlich vorgestanden' , welches sein Sterbejahr gewesen . Er hat viele Bücher
verfertiget , davon einige t
esehen haben ( A ) , und die andern sind fast alle in der lehtern Verfolgung verlohren gegangen . Er
hat großen Gefallen an der lateinischen Poesie , und die Freude gehabt , das epische Gedichte aus der Presse kommen zu sehen , welches er unternommen hatte , die großen Kriegsverrichtungen Gustavs zu besingen ( B ) . Ich werde hier unten davon reden - Er ist Aufseher bey demNationalsynoduS zu Charenton im 1645 Jahre gewesen b
a ) In der Anmerkung ( B ) . b ) Aus einer geschriebenen Nachricht .
( A ) hat viel Bücker verfertiget , davon einige das Lickt gesehen haben . ] Er hat einen Band Predigten herausgegeben , der den Titel hat : der N ? eg des Heils . Seine andern gedruckten Bücher sind Lateinisch : verschiedene theologische Sätze , und ein Tractat : De Imputation ? primi peccati Adae , und ein anderer , De Chrifto me . diatore , die Erklärung des Katechismus . Diese« letzte Werk war von Carln , desGarissolesAmrSgenossen , angefangen worden . Es ist hier gen des Buches de imputatione peccati Adae noch zu gedenken , daß es der Urheber auf Verordnung seines Synvdi aufgesetzt , nachdem er sich über diese Materie in Gegenwart des Nationalsynodi zu Charenton mir dem Amyrald freundlich besprochen hatte . Amyrald hat nur seinen Amtsgenossen den de la Place vorgestellet ; ( Siehe oben den Artikel Amvraut , zwischen den Anführungen ( g ) und ( h ) . ) er hat seine eigne Meinungen nicht verfochten , sondern des de la Place feine , der ihn gebe , rben harte , sie der Versammlung zu erklären , und zu vertheidigen . Ga - rissoles , der sein Buch den vier evangelischen CantonS zugeschrieben , bat »s ihnen durch seinen ältesten Sohn überreichen lassen , der mit großen Ehren empfangen worden . Ein Jahr darauf haben sie dem Verfasser ein schönes Geschenke geschickt : sie haben ihm vier vergoldete Becher von vortrefflicher Arbeit , nebst einem lateinischen Briefe überschickt , der voller Lobeserhebungen , und von den vier Syndicis der vier Cancons un - terzeichnet war . Au« einer geschriebenen Nachricht .
( B ) Tr hat das episckeGedickte aus derpresse kommen sehen , Das er unternommen , - * '■ ©uffavs ; u besingen . ] Man nennt es Adolpbi - - der Urheber hatte es der Königmn Christina uud snnf Großen des Königreichs zugeschrieben ; alleiner ist genöthiget gewesen , »iesiieisnungsschrifr zu ändern , weil ihm sein ältester Sohn von Stock -
Holm überschrieben , daß es unmöglich seyn würde , der Königin» diese« Buch zu überreichen , wenn es ihr nicht allein zugeschrieben wäre D ! an hat also eine andre Zueign . mgsschrift an diese Prinzeßinn allein gerichtet , und das Werk ist also uberreicher worden . Die Königin» hat e« auf die verbindlickste und hoflickste Art von der welc angcnom» mm , und dem ältesten Sohne des Verfassers viele Liebkosungen erwiesen . Sie hat ihm gesagt , daß ihr viele Personen mehr als einmal wohl den Dichter , als die Gedichte , verhaßt machen wollen ; daß sie aber , nach , dem sie es gelesen , vergnügt darüber sey . und alle - Hockacktung und Bewunderung gegen den Verfahr habe . Dieß sind ihre U ? orte gewesen . Man har den Gronus im Verdackre qe , habt , daß er ihm diesen Posten spielen wollen , ob er qleick , da er um die Erlheilung seines Guracktcns wegen diele» Werkes , nock vor dem Drucke desselben , geberhen worden war sebr vortheilhaft und als von einem fast vollkommenen Stücke' davon geredet hatte . Dem sey . wie ihm wolle , so hat die Ron , « ginn das 25uck mir großen Lobsprucken angenommen , der Ver , faßcr ist nur emer säionen goldenen Sckaumüme beehret , und dessen ältester Sohn wegen der Reisekosten tcid>lid>t 5 worden . ( Au« obenangeftihrttrNachncht . ) Man merke , daß Garif - sole« auch ein Gedichte auf die Krönung dieser Königinn gemacht hat .
§ - Hier saat man , hat Gariffoles der Ausscher , bev einer bösen Hand - thiemng des Millenere , diesen falschen Bruder mit den erschrecklichen Worten des Heilandes zurück getrieben : was du thun willst , da , rbue bald . Also haltet ihr mich für einen Judas , hat Millitiere gefragt ? Noch nicht ganz und gar , hat GarissoleS : denn Judas hatte den Beutel schon , und ihr suchet ihn noch . <5rir . A^m .
C c c c z darnach ? .

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