Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
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Gallutius . Gamache . Gambara .
pendentium Explicatio , zu Venedig 1605 . Diese S Werk ist im andern Theile auf der 113 0 . des Verzeichnisse« der rhuanischen Bibliothek , dem Paul Galvicius mit Unrechte zugeeignet worden . Theatrum mundi et temporis , zu Venedig 1589 . DeThemate erigendo , parte fortunae ,
diuifione Zodiaci , dignitatibus Planetarum et tfcmporibus äd ftiedj - candum accommodatis . Extat cum loh . Hasfurro de cognofcend» et niedendis morbis ex rorporum coeleftium pofitione , cui ta et explicationem inferipiit , zu Venedig , 1584 .
GallutlUs ( Tarquin ) in Italien im 1574 Jahre gebohren , gieng im selbst sebr berühmt . Er hat ds ^
Jahre . ' Er ist den 28 des Heunionats ib49 Jti Aussetzer gewesen Er ist Urheber von verschiedenen Werken ( ^ ) .
a ) Nathan . Sotuel , in Bibl . Script . Societ . Iefu , pag . 753 .
CA ) 6z - Jahre , und der andere im - <>45 Jahre zu Paris bey Sebastian Cra - Mvisi in Folio gedruckt worden . Sein Buch , Vindicationes Virgilia - nae , et Commentarii tres de Tragoedia , de Comoedia , de Elegia betitelt , imiü» , Jahre zu Rom gedruckt , ist sehr artig . Sotuel . Bibl . Script .
Soc . Iefu . Sein Vorsatz „ ist gewesen , den Virgil zu rechtfertigen , es koste . . auch , was e« wolle . Zu diesem Ende führet er alle Einwurfe an , die er aealaubt hat , daß man sie bey verschiedenen Stellen dieses Poeten " machen könnte . Allein es sind viele darunter , die er nicht in ihrer gan - " >en Stärke vorgetragen hat , aus Furcht , daß er sich die Antwort schwer ^machen möchte . Gleichwohl finden sich unter einigen sehr schwachen „ Beurtheilungen auch ziemlich vernünftige , viel schone Wissenschaften ,
„ und viele gute Grundsätze , die Dichtkunst betreffend . „ Baillct , Jiige - mens Air Ies Poetes , Tom . I , num . 1067 . pag . 51 . Baillet zeiget hier einen Betrug an , der bey allen Gattungen der Streitigkeiten , und vor ,
Gallutius
Gallutius ( Tarquin ) in Italien im 1574 Jahre gebohren , gieng im 1590 Jahre unter die Jesuiten , und wurde da« elbst sebr berühmt . Er hat die Redekunst in dem römischen Collegio zehn ^ahre lang gelehrt , und die Sittenlehre vier ^ahre . * Er ist den 28 des Heunionats 1649 zu Rom , in dem Collegio der Griechen gestorben , worüber er achtzehn Jahr«
„ ehmlich bey den Religionsstreitern nur allzngemein ist . Wenn sie sich nicht vermögend finden , einen Einwurf zu beantworten , so lassen sie die Hauptschwierigkeil gar weg ; dieß heißt seinen Gegner entwaffnen , ehe man ihn angreift . Der P . Gallutius hat die Erneuerung der alten Tra - gödie , und die Vertheidigung des Crifpus zu Rom , im 1633 Jahre her» ausgegeben . Dieses Werk ist Italienisch . Sotuel , Bibl . Script . Societ - Iefu .
Dieser Jesuit ist ohne Zweifel eben derselbe Redner , den Balzac in den folgenden Worten lobet : Ich hake in Italien erfahren . saget er , Oeuvres diverfes pag . m . 404 . daß man fidj gttte Stempel vorstcl» len müsse , rvenn man schreiben rvill . rvie es feyn soll ; und daß die guten ikxempel in einen gewissen Rreis von Iahren sen sind , außer welchem man nichts sinder , daß nickt entweder die UnvoUkommenbeit de« Anfang« , oder dieVerderbniß desAl - terrhums an ftcd hätte . Mir diesem Grundsätze habe ick mich bey der K . eickenrede des Cardinal Äellarmino befunden , und vie - sen großen und unvergleicklicken Jesuiten berrackrer , der mich mit der Anständigkeit seiner Gcberden , den Annehmlicbkeiren seiner Aussprache , und der Beredsamkeit seines ganzen Leibes , welcke die rvohlredenheit seines Mundes begleitete , im Geiste in d»e alte römische Republik entzückere .
( Angelus ) gebürtig von Macerata in Italien , wurde^im 1606> !
hat sich durch seine Beredsamkeit und Verse in Ansehen gebracht . / 1 "
Lahre , dreyzehn Jahr alt , ein Jesuite .
^ ^ __ Er hat die Redekunst in dem römischen Collegio
vier und'zwanzig Jahre über qelehrr , und er ist den 28 Hor'nung 1674 zu Rom , über achtzig Jahre alt , gestorben Er ist Verfasser etlicher Werke gewesen ( A ) .
a ) Sotuel , Bibl . Script . Societ . Iefu , pag . tfi .
( A ) Lr ist Verfasser etlicher vverke gewesen . ] Von einigen ben , und einer Historie des Krieges in den Niederlanden , vom 1593 Jahre bis zu dem geschlossenen Frieden im 160p Jahre . Diese Historie ist La ,
Gamatht ( Philippus ) lateinisch vsmgckseuü , Doctor der Sorbonne und Professor der Gottesgelahrtheit auf der ho -
/ rv « > , / M f j fit hoä Y\7TT m . \uSam
teinifch : sie ist zu Rom im 1671 Jahre , in zween Foliobänden gedruckt worden . Man hat sie im 1677 Jahre , in Deutschland in 4 wieder druckt .
a ) Freher , in Theatro , Adam ( Johann ) .
von Aquin , dem Augustin gesager hat .
4 - z . <> ) Zu Paris 1627 in drey Foliobanden gedruckt , e ) Die Anmerkung ( C ) bey dem Artikel
Italien , ist «ner von dm guten lateinischen Poeten des XVI Jahr -
Er hat in eben dieser
Gambara ( Laurentius ) gebürtig von Brescia , in _
Hunderts gewesen . Er hat lange Zeit zu Rom bey dem Cardinale Alexander Farnese gelebt Stadt eine Sammlung von Gedichten Herausaegeben , davon Giraldi , der ein guter Kenner , und nicht allzugelinde war , viel gutes gesaget hat ( A ) . ManutiuS hat die Gedichte des Gambara noch viel weitlaustiger gelobet ( B ) ; allein man muß erinnern , daß'er ilmen dieses große Lob in Briefen giebt , die er an ihn geschrieben hat . Muretuö ist auf eine andere Ausschweifung gefallen ( C ) ; denn er redet von den Werken dieses Dichters m , t der äußersten Verachtung . Man erzählet' es Mtte Gambara allzufreye , und ein wenig unflätige Verse aemacyt , dieselben aber , da er sich zum Priesterthume erhoben sehen in Gegenwart vieler Personen ins Feuer geworfen , obgleich das gemeine Wesen viel Ungeduld blicken ( c~~
gesehen ,
lassen , diesel -
hen °zu sehen . Er hat ein Werk geschrieben , worinnen er den Poeten ein hartes Joch aufleaet ( l ) ) ; denn er will nicht , daß ^ — Heidenthums berühren sollen . Er hat etliche Idyllen Bions in lateinische Verse gebracht , und es damit
sie die Fabeln des ^ . . . , _ , , ^ ^
sehr schlecht getroffen , wenn inan sich aus des Barthlus Urthell beziehen darf res , 90 Jahre alt , gestorben ä .
s ) Thuan . Libr . LXXXIV , pag . m . 76 . 6 ) Siehe ^Teiflier , Eloges Tom . II , 0 Barth , in Statium , Tom . III . p . 1635 . Thuan . Libr . LXXXIV , p . 76 .
Er ist zu Rom gegen das Ende des 1586 Iah .
, 71 . Er führet Possevin« Appiratum an .
( A ) Er hat eine Sammlung von Gedichten herausgegeben , davon Giraldi - - - viel gutes gesaget hat . ) Wir wollen seine Worte anführen : Viuit adhuc Laurentius Gambara Riulanus exBrixia , cuius poemata nuper legi Romae exeufa non indigna illa quidem le - ftione bonorum , nam et nunicris poeticis , ac figuris , et varia erudi - tione Habetur infignis . Romae verfatur Baßlio noftro Zancho carif - finnis amiem , vt ex eins carmine facile cognofcimus , et Zanchi ipfiu» Epiftolis . Gyrald . de Poet . fuor . tempor . mal . III , pag . m . 573 E . Wir werden in der folgenden Anmerkung die Bekräftigung des , emgen sehen , was wir hier von der Freundschaft des Gambara , und des Basi - lius Zanchiuö gelesen haben . . . . . .
( B ) Manutitta hat die Gedickte des Gambara nock v , el weit , läuft , 'ger gelobet . ^ Er hat kurz nach dem Tode des B° , . , . ^Zanch , us einen Brief an ihn geschrieben , ( es ist der XXVIII des IV B . ) dann - nen er ihn , wegen der genauen Freundschaft , dieunter ihnen gewesen , als sehr betrübt ansieht . Er bemerket , daß man sie , als die zween ersten Poeten derselben Zeit angesehen , aber nicht entschieden habe , welcher von Heyden den andern übertrosseii hätte . Fuit vterque veltrum ad poeti - cam facultatem natura propenliis , ac mire faftus , ingenio vero ita pares , vt , cum nemo tarn bonus poeta fit , quin vobis prima« in coni - ponendis verfibus partes tribuat , quam confeflionem etiam ab inui - tis exprimit poematum comparatio , vter tämen vtri praeftet , nondum fatis iudicare quisquam poffit , pag . 226 . In einem andern Briese er - mahnet er ihn , daS Gedichte fortzusetzen , davon er den Anfang mit einer ungemeinen Bewunderung gesehen hatte . Patauii dum eras , habebas in manibus egregium illud poenia de nouis infulis aColumbo innen , tis : cuius eeo cum exordium , multia praefentibus , leeiflem , admira - tus grauitatem , et elegantiam carminis , exclainaui : Ceciite Romani ! in quo , adhuc , qui a me diflentiret , intieni neminem , quo magis te hor -
tor , qMamquam , vt fpero , currentem vt approperes , habeasque ratio , nein non exfpeäationis modo noftrae , verum etiam gloriae tuae ius habes a natura praeclarum feminarium , quod etiam ftudio exeo - lis , ingenium titum . Vrge igitur , nec inftitutum dimitte . Paul . Ma - nutius , Epift . XLVIII , Libr . IV , pag . - 6 , . Teißler versichert , daßGam , bara diese Beschreibung der neuentdeckcen Welt ans Licht gegeben hat . Elvg . Tom . II , pag . 71 . Er führet nur den Brief des ManutiuS an . Wenn dieses wahr ist , so ist die Ermahnung des Manucius nicht unnützlich gewesen .
( C ) Murerus ist in eine andere Ausschweifung gefallen ] Ohne el findet sich in den Schmeicheleyen des ManutiuS eine scheltbare
Vergroßerunq : allein die entgegen gesetzte Vergrößerung , darein Mure - tus venallt , . st noch weit fehlerhafter : er hat diese zween Verse auf den Titel seines Exemplars von den Gedichten des Gambara ge - schrieben ;
Brixia , veftratis merdofa Volumina vatii Non funt noftrates tergere digna nates .
Menage , Anti - Bailler , Tom . Ii , pag ^
P - Sirmond hat dieses Exemplar in der Bibliothek der Jesuiten zu Rom gesehen . Ebendaf . Menage setzet diesem Urtheile des Murerus , das Lob entgegen , welches Thuanuö dem Gambara gegeben hat . Ebendas . Wenn er sich des Giraldi und ManutiuS erinnert hätte , so hätte er sie dem unfiä - tigen und niedertrachtigen Disticho auch entgegen geseht , welche« er an - gesührer hat .
( v ) ( Bc hat ein AVer ? geschrieben , worinnen er den Poeten ein hartes Jod ) auflegt . Z Man lese diese Worte BailletS ^igem . für le - Poetes , Tom . I , num . 1091 . p . na . «Er hat einen lateinischenTractat
»»von der Art geschrieben , die lateinische Poesie vollkommen zu machen ,
welche«

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