Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9608

Gallonius . Gallutius .
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» , mrn Herenmeister , als die gemeldten Ambrosianer , nach Paris kom - , , men lassen , von welchem sie sich in der Augustinerkirche in der Kapelle „ der Epifanen , des Nachts beschwören lassen , wie verschiedene Mönche „ des besagten Klosters ausgesagt , davon ihr die meisten unter das Gesich . „ te gestellet , und von ihr nicht widerleget worden . Worbey zu merken , „ daß die Beschwörung auf eine andre Art , als unter den Christen , gefche« „ hen ; welches auch in den Kirchen des h . Sulpicius in der Vorstadt „ St . Germain , und bey dem kleinen H . Anton in der Stadt geschehen ist . „ Sie hat hierauf geantwortet : daß , da sie sich des Nachts aus solche Art „ beschwören lassen , es darum geschehen sey , damit niemand d e Krant - „ heit wissen sollen , warum sie sich beschwören lassen , mit dem Vorgeben , „ daß sie manchmal bese „ en gewesen . Allein dieses hätte von Leuten , »»die das wahre Amt haben , als von dem Bischöfe oder seinem Vicarius , „ nämlich dem Pfarrer des Kirchspiels , und nicht von unbekannten und „ abscheulichen Leuten geschehen sollen ; welche verschwunden , und sich nicht „ wieder haben sehen lassen , wie diese erdichteten Ambrosianer gewesen .
IX . „ Man muß auch bemerken , daß , als diese Ambrosianer etwas von „ ihrer Kunst und ihren Ceremonien in dem Hause dieser Galligai verrich - „ ten wollen , sie alle Diener daraus gehen lassen , in dem Garten geräu - „ che« , und viele Dinge in der Forme der Segnungen über die Erde ge - „ than , und daß besagte Galligai alsdann nichts als Hahncnkämme und „ Schopenieren gegessen , die sie segnen lassen , und hiervon sind Zeugen - „ beweise bey dem Processe .
X „ Ist auch merkwürdig , daß sie alle Jahre den h . Abend vor Evi« „ pbanias , welches man das Fest der Könige nennet , das Wasser durch „ den P . Roger segnen lassen , das sie zum Weihwasser gebrauche hat ; wel - „ che ? nicht ohne Geheimniß und Absicht gewesen , und als sie nach der „ Ursache befragt worden , warum sie solches gethan : so bat sie nicht dar - „ aufantworten roollea . „ Le Grain Decade de Louis le jufte , Liv . X , p . 407 .
( F ) ( Sine Beschuldigung . welche zugleich das Verbrecken vec beleidigten göttlichen Maiestät , und der beleidigten menschlichen Majestät enthält . ] Denn der Mann und die Frau , haben sich bey perjönen , die von der Sterndcutkunst profeßion gemache , nach dem Heben und Wohlergehen des Roniges erkundiget ; diefi iß durch die Aussage Johann du Thatells Casar genannt ,
gen , welche Charactere die Angeklagten gebraucht , Gewalt über Sie Xvillen der Großen ; ti haben . Dieses ist durch die Aussage Melons , Charrons und Nicolaus Viarts bestätiget worden , die man der besagten Galligai vor Augen gestellt . Und was Sie in ihrem - Hause gefundenen Characterbucber betrifft , so ist derselben in dem gerichtlichen Verzeichnisse der - Herren von Maupeou und Arnauld , Aufseher der Finanzen , gedacht , welche die Geschrei - bung des - Hausgerathes , der Güter , und vornehmlich alles desten , was in besagtem - Hause gefunden worden , enthalt .
III . Durch die Aussage des Philipp Dacguin , eines vormaligen Juden und inigen Christen , welcher sager , daß , da er 5 : 1 Molins bey dem Criminallieurenante gewesen , ihm die Angeklagten ge , meldet hätten , daß sie sich mir der Cabala und den Düchern der Juden geholfen , welches wider das Judenthum und die - Hercrey Sienet ; wobey dasfenige zu bemerken ist , rvasDacquin aussaget : daß Conchini in Gegenwart seiner Frauen einen Nachtropf , wegen der Un - reinigkeit , aus feiner Kammer getragen , und das Bild des Crueifixes aus besagter Kammer getragen ; auö Furcht , daß solches die Wirkung verhin - dem möchte , welche Conchini und seine Frau aus dem Herlesen etlicher Verse des 51 Psalms in hebräischer Sprache zu ziehen vermeynet ; wel - che« Lesen , wie sie gewollt , ihnen durch den Daequin eben auf die Art verrichtet worden , wie es ehmals von dem Montalto geschehen .
IV . Durch den Grund , daß sie - Hexenmeister , vorgegebene Mön - che , Ambrosianer genannt , von Nanei in Lothringen kommen lassen , wel« che der Marschallinn bey einem Hahnenopfer beygestanden .
V Weil man bey ihnen verschiedene Zeuge gefunden hat , die sie gebraucht haben , als Verwahrungsmittel uin den - Hals zu han - gen , welche die Juden liamea , die Griechen Philaßeria , und Peri - apta , die Lateiner Amuleta und Ligaturas nennen : welches Dinge fm£> , die von den Rirchenversammlungen und namentlich durch den 61 Canon des 6 S^nodi zu Trullo , und durch eine römische Rirchenversammlung unter dem Pabste Gregorius dem III , und Succh eine andre des Agatha verworfen worden ; wie von Gra - tian il quis ariolos 26 , q . 5 , und vom z ? ves , Dischofe von Chartres k . XI , cap . I , 54 , 58 angeführt wird ; da sie eine Äirchenversamm lung von Arles c . 5 , anziehen , welche die Philacteria diabolica et caraöeres diabolicos verdammet .
VI . Ä ! an hat wider sie bewiesen , daß sie sich der Wachsbilder net , und dieselben in Särgen verwahret haben . ( G ) Sie hat angeführet , daß sie schwanger wäre . ] Nachdem
VII . Und daß sie Zauberer um Rath gefragt , und sich der Sterndeu - sie ihr Endurtheil verlesen hören , so hat sie gesagt : ich bin fchwanqer' ter bedienet , die vom Wahrsagen Profeßion gemacht , und daß sie unter allein man hat ihr zu erkennen gegeben : daß sie in ihrem Gefanq' andern die teuflische Wissenschaft des Cosinus Ruger , eines Italieners , niste und bey ihrer Vernehmung gesagt , daß sie über zwey Jahre gebraucht haben . nichts mit »hrem Manne zu rhün gehabt , und daß sie also sol -
VIII . „ Allein , vor allen ist die Sache eines Matthaus Montenay che« nicht ohne Verlust ihrer Ehre sevn konnte , worauf sie nichts „ merkwürdig , welcher besagte Galligai als einen größern und weit ersah - geantwortet , und nicht weiter darauf beharret .
Galll ) lNU6 ( Anton ) ein Priester des Oratorii zu Rom , hat unter andern Werken einen Tmctat ( teMartyrum crucia - tibiis geschrieben , der sehr merkwürdig ist . Man sieht darinnen die Figur der Werkzeuge , deren sich die Heiden wider die Märtyrer der ersten Kirche bedienet haben . Er ist iin 1605 Jahre gestorben " . Ich will den - titel etlicher andern Werke ge - den , die er gemacht hat ( A ) . , . . . ,
Ein kleines Buch , welches im 1699 Jahre in Holland gedruckt worden , berichtet mir etwtiS^ welches nur würdig geschie - nen , diesem Wörterbuche einverleibet zu werden . Es betrifft die Streitigkeit , in welche sich Ballomus eingelassen , den Baro - niuS wider die Mönche des Berges Caßin zu vertheidigen ( B ) .
a ) Ludotiicus Iacob , in Bibliotheca Pontificia , pag . 263 .
( A ) Ich will den Titel etlicher andern Xverke geben , die er ge - macht . ] Er hat das Leben Philipps Neri , des Stifters der Priester des Oratorii , und eine Schubschrift gemacht : pro aflfertis in Annalibus Ecdefiafticis Baronianis de Monachatu Sanöi Gregorii Papae aduer - fus D . Conftantinimi Bellottum Monachmn Cafinatein , zu Rem , 1604 , in 4 , ex Typographia Vaticana . Man sehe die Bibliothek Prosper«
Mandosio . Man hat darinnen nicht vergessen , daß Gallonius von Rom gebürtig gewesen ist .
( B ) l£s betrifft die Streitigkeiten . in welche sich Gallonius eingelassen , den Äaronius rvider die Moncke des Berges Caßin zu vertheidigen . ] Das kleine Buch , das mir hier eine Auslegung dar - biethen wird , ist betitelt : Critique du Livre publie par les Moines Be - nediöins de ja Congregation de S . Maur , fous le titre de Bibliothe - que divine de S . Jerome . ES enthält 66 S in iz . Der Vorbericht des Buchhändlers giebt zu erkennen , daß wir diese Critik dem Neffen de« - Herrn Simon schuldig sind , die er über die lateinischen Nach , richten seines Oheims geftlirieben hat . Dasjenige , was ich aus die - ftm Büchelchen abschreiben will , ist eine von den merkwürdigsten Stellen .
„ Die Mönche des Berges Caßin sind so freygebig mit ihrer Mönchs - „ kappe . daß . da sie dieselbe dem h . Gregorius dem großen beugelegt , sie „ nicht leiden können , daß der Cardinal BaroniuS , in seinen Jahrbüchern „ gesagt hat ; es sey falsch , daß der h . GregsriuS ein Benedietinermönch „ gewesen , so haben sie so gleich ein Buch unter diesem Titel , herausgege - „ Den : Gregorius Magnus inrtiruto Sanftiflimi Patris Bcnedifli reftitu - ^tus . AlleinAnton Gallon , ein gelehrter Prediger des Oratorii zu Rom ,
„ der die Vertheidigung seines Mitbruders BaroniuS unternommen , hat „ eine sehr nachdruckliche Antwort gemacht ; und wie sie sehr rar ge - „ worden , so will ich indessen etwas davon anzeigen , bis man sie nebst ei - „ nigen andern Stucken über diese Materie wieder drucken wird . Sie „ ist zu Rom in 4 unter diesem Titel gedruckt worden : Apologeticus eber . . - ( Siehe den ganzen Titel in der Anmerkung ( A ) ) . Ich „ bekenne , daß , wenn man die Gottesfurcht des P Gallon nicht sonst , so „ wohl als des BaroniuS seine , kennte , man glauben sollte , daß in dieser „ Antwort Heftigkeit wäre , worinnen man die Mönche beschuldiget , daß
„ sie zur Vertheidigung ihrer Sache Stücke vorbringen , deren Urheber „ eben dieselbe Strafe , als Cicarellu« , verdienten . Dieß ist eine seltsame „ Vergleichuna ! Dieser Cicarellus ist wegen feiner Lugen auf Be - , , fthl des PabsteS Pius des V gehangen worden . ES ist wahr , daß der - , . 5>Z gedruckt worden . Es wird von nichts weniger in „ diesen falschen Urkunden gehandelt , als daß man den Mönchen zu „ Montcaßin Güter und auch ganze Städte zueignet . Es ist wahr daß „ der Mönch Constantin zur Vertheidigung seines Klosters Urkunden vor - „ gebracht , die er in seiner Bibliothek , mit longobardischer Schrift ge'chrie - „ ben . gefunden hat , und die folalich nicht neulich erdichtet worden sind . „ Allein Gallon , der die Streiche dieser Benedictinermönche aus dem „ Grunde gekannt , antwortet : daß alles , was unter ihnen in dieser alten „ Schrift gefunden wird , nicht den Glauben verdiene , als wenn es mit dem Siegel der Offenbarung Johannis besiegelt wäre ; denn man wisse „ allzuwohl . daß es nicht an Schreibern fehle , die eine sehr gute Hand hät« „ ten , die longobardischen Buchstaben nachzumalen - Ac ( 1 quiequid eo „ cara£lereClo»^W / Ve ) exaratum inuenitiir . tanquani ligillo Apoca - „ lypfis fit confignatum in dubitationem non liceat reuocarc , et defint „ hodie quoque feriptores , qui eomndem formatn elenjentoriun vale - „ ant imitari , vt plus apud te probat genus carafteris , quam veritas „ manifeftis rationibus confirmata . , . Critique de la Bibl . divine de S . Jerome , p . 64 u . f . Siehe auch die Lettres Critiques de Mr . Simon publie'es par un Gentilhomme Alleman , p . 118 U . f .
Ich habe die Antwort nicht gesehe» , die auf dieses Büchelchm von de6 P . Simons Neffen von den Denedietinern zu Paris gemacht worden . Wenn ich sie gesehen hätte , so würde ick alles daraus gezogen Has'eii , wa6 zur Erläuterung dieses Streites dienen konnte , und ich würde alles ge« treulich erzählet haben , was beyde Parteyen angeführet hätten .
Gallurills ( Johann Paul ) ein italienischer gelehrter Sternscher , lebte im XVI . Jahrhunderte . Er hat ein Instrument zur Beobachtung der himmlischen Erscheinlingen erfunden " ; und verschiedene Werke von der Sternseherkunst und Arzney^ kunst herausgegeben ( A ) . Er ist ein Äiitglied von der Akademie zu Venedig gewesen .
« ) Quo inftrumento nouo exeogitato cunöa coeli phoenomena , vna cum horis omnis generis obferuantur ex fole , luna , ac ftel - Us , non longe ab ecliptica diftandbus . Vollius , deScient . Mathemat . p . 386 .
( A ) Ott bat verschiedene U ? eriie herausgegeben . ] Hier sind ftromenti di Aftronomia et Cofmographia , zu Venedig , I5YZ . 8peculum derselben zwey . die mir bekannt sind' Dells faorica et ufo di diverfi Vranicura , zu Venedig 159z . Lveleitium corporum et rerum ab iplis II Sand . Bbbb - Pe " -

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