Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
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Gaigneur . Gales . Gallars . Galligai .
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„ welchen er seinen legten Willen niedergelegt , die Welt eines seltsamen „ und merkwürdigen Werkes nicht berauben werden . „ Merc . Galant . Senner , 1682 , p . 161 , 163 .
CG ) Ich will kein genaues Verxeiclinifi seiner U ? erke gebend Hier sind nur die Titel von einigen : Abdita diuinae tabulae myfteria , contra Sophiftarmn logomachiam defenfa , zu Parts , i6zz , in 4 . Ar , nvua et perquam facilis legendi Rabbinos fine punäis . De niufica
Hebraeorum ftupenda , libellus . In voces derelidlas V . T . centuriae duae . De ftellis cadentibus opinio noua . Qiiaeftio Hebraico - Piii - lofophica , vtrum a principio mare falfum exftiterit . Colomics , Gall . ent . p . 260 , 261 , verweist uns in die Apes Vrbanas des Allatius , woraus er diese Titel genommen , und wo er viele andre derselben zurückgelassen hat . Die Witwe von Sarepta , und ein Tractat von den guten und bö - sen Engeln , sind zwo Werke Gassarels . Merc . Gal . Janvier . 1632 , p . 161 .
Gmgmur ( Wilhelm le ) war von Angers a und lebte zu Anfange des XVII Jahrhunderts . Man hat seinen Na - men k unter denen gesehen , die in der Schreibekunst vortrefflich gewesen . Ich habe in einer Beschreibung von Frankreich ge - lesen , daß er der crjie unter allen Schreibern des Ronigreicho gewesen ; und daß er unzähligen Menschen die Lahne ge - brachen , die damals mit der Gchreibekunst ihr Drodc verdienet c . Es sind Verse zu seinem Lobe in den Gedichten des Pe - ter le Loyer , der ihm den Titel Secretar bey 6cm Druder des Rönigeo , giebt <
a ) Francois des Riics , Defcript . de la France p . 283 . costnitzer Ausgabe von 160z . b ) In der Anmerkung des Artikels Rocco . e ) Fr . aes Rues , Defcr . etc . p . 283 . <0 Siehe die Oeuvres etMeslangesPoetiques deöP . le Loyer fol . zqz verfo pariser Ausgabe von 1579 .
( Peter ) Lateinisch Galefius , ein gelehrter Spanier ( A ) , „ welcher , da er in Rom auf die Folter geleget worden , „ weil er wegen der reformirten Religion verdachtig gewesen , ein Auge darüber verlohren hat . Nachdem er hierauf nach Ge - „ nua gekommen , so hat er daselbst die Philosophie gelehret , und ist einige Zeit darauf Rector des Collegii von Guienne zu Bour - „ deaux geworden . Als er dasselbe wegen des Neides verlassen , den man gegen ihn hatte , so verließ er Frankreich , und gieng „ nach Flandern , allwo er für reformirt erkannt , und in die Hände der Spanier , seiner Landesleute , überliefert wurde , „ bey welchen das gelindeste , das man ihm erwies , darinnen bestund , daß er auf einen Spruch des Ketzergerichts verbrannt „ worden . Dieser Gales hatte gute Bucher , und auch einige Manuscripte " ( B ) . „ Es sind die Liguisten gewesen , die ihn ge - fangen , und den Spaniern überliefert hatten . Man sehe den Meursius K
a ) Aus des Colomies , Melanies ttiltoriques , p . 73 , 74 , welchen Meursius , in Atben . Beiß . p . 333 , ohne Zweifel abgeschrieben hat . ^leurf . Atben . Belg . p . 333 .
( A ) Sin gelehrter Spanier . ^
Florimond von Remond machet l'raite de l'Anticlirik . ck . 18 ,
lhn zum Italiener und bekriegt fi ,
6f» ; tn Sclomies , Melanges Hiftoriques , p . 73 . .
( B ) e - - einige Manuscripte . 1 „ Casaubon , der ihn zu Genf gekannt hatte , redet in seinen Werken , über den Theokritus , genfer gabe , über den Diogenes von Laerz , 59 , 9b >°v »8 und 119 S , der Ausgabe von 1994 ; über den Sueton p . ? ; und in seiner Vorrede über den Athe - nauS , beym Colomies ebend . „ von einigen , die ihm mitgetheilet wor - . . den sind , und lobet auch ftine Muthmaßungen . Cujaz in seinen
bachtungen , im XI Cap des XB . beym ColomieS ebend . 73 S . nennt ihn „ doüillimum et acutiflimum virum , bky Gelegenheit einer Befreyung „ des Kaisers Justinians , die er ihm verschalt halte ; und der P . Labbe in „ seiner Bibliothek der Manuscripte aus der 6z S - bey ebendemselben sah - z , retOrientiiVlonitainBibliothecaGalefiana repcrta all . , ,
( * ) In der Vorrede über den Athenäus muß man lesen : Eiusctiam codicem vidimus nos in ter alios neutiquam vulgares Petri Galejii Hi - fpani libros , und Nicht Gelaß .
Gallars ( NicolausDes ) Lateinisch Gallafius , ein reformirter Prediger zu Genf , war einer von denen , die dem Gesprä -
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können b . Er ist Urheber einiger Werke ( A ) , und einer Ausgabe des Irenaus ( k ) . Er war im 1564 Jahre reformirter Pre - diger der Kirche zu Orleans c . Man wird hier unten die Jahrzahl von einigen seiner Bücher sehen ( C ) . Calvin hat viel Hochachtung qeqen ihn gehabt , und ist von ibm so hoch gehalten worden , daß er einen Abschreiber an »hm gesunden . La Crvtx du Maine redet von einem andern Tl . des Gallas ( D ) , m M staniösischeii Kirche zu London im 15Ö1 Jahre geblenel har .
«O Er hat Nicolau« du Rousseau geheißen . Beza , Hift . Ecclef . Livr . II , p . 137 . J ) ®6enb auch die Hiftolre des Martyrs , Liv . VII , fol . 4 , 2 verfo . c ) Beze , Pref . du Comment de Calvin für Jofue , p . m . 10 , d~ ) Siehe m der Anmerkung ( v ) die letzte Anführung .
daraufhat er eine lateinische Übersetzung desjenigen gemacht , was Cal . vin gegen die Wiedertäufer und Freygeister 1544 herausgegeben hatte . Ebend . 15 S . Er hat >548 eine lateinische Übersetzung des Verzeichnisse« der heil . Ueberbleibsel gemacht , weiches Calvin 1546 herausgegeben hatte . Ebend . Er hat >551 dieAuSlegung herausgegeben , die er aus denVorle« sungen und Predigten Calvins über den Esaias gezogen hatte . Ebend . auf der »8 S .
( D ) £a Croir dn Maine redet von einem andern X7 . Des ( Salz lacs . J Nicolaus Des Gallars , dessen er auf der 344 S . gedenket , und N . Des Gallars , von dem er auf der z6z redet , sind einerley Prediger ; und also hat er aus einem einzigenSchriststeller zween gemacht Er hat die Air» cbenpolicc^ordmmg , ( so redet er von dem letztem ) die nt London in der franjoslscken Rircke eingeführer worden , erstlich lateinisch
( A ) Er ist Urheber etlicher Werke . ] Er hat zu Genf im 154 ; Jahre eine Vertheid - gungeschrist Farels und seiner Amtsgenossen , wlder den Peter Charles herausgegeben . Er hat verschiedene Tractare Calvins Lateinisch übersetzet . Sein Buch von der Gottheit Jesu Christi wider die neuen Arrianer ist zu Orleans im >565 Jahre gedruckt worden . Die Auslegung Calvins über den Esaias ist nur ein Auszug , den Gallars aus den Vorlesungen und Predigren Calvins über diesen Propheten gemacht hat . Er hat eine Auslegung über das x D . Moses und eine Schutz - schrist für den Calvin wider den CochläuS gemacht . Der Auszug der gesnerischen Bibliothek , der dieses berichtet , bemerket nicht , in welchen Jahren diese Werke gedruckt worden : dieser Fehler ist in diesem Auszuge und in den meisten Sammlungen von dieser Art sehr gemein . Man merke , daß dieAuSlegung über denEiäias feit dem vom Calvin übersehen worden , und daß also des Nicolaus GallarS Ausgabe nicht gut ist . Ich beweise es durch den Theodor Beza , welcher , nachdem er gesagt , daß Cal - vin , ob er gleich im >558 Jahre krank gewesen , dennoch nicht aufgehöret , zu arbeiten , also fortfährt : Lins rei teftes funt vltima Chriftianae In - ftitutionis ed . ' . io tum Latina tum Gallica , et Commentarii in Efaiam ab eo non tarn emendati ( qiiales illosGelafius ex ore praelegentis ex - ceptos ediderat ) quam noui prorfus einiffi . Beza , in Vita Caluini , aufs 1558 Jahr . Einige glauben , ( man sehe den Plaocius de Anonym , num . 4 * 0 , P . 101 ) daß Gallars mit dem Theodor Beza die Kirchenhisto - rie der römischen Kirchen verfertiget hat , und ich glaube , daß sie sich be - ^rügen ( « ) .
ÖO Man eignet ihm die kleinen Gebethe zu , welche zu Ende eines jeden Psalms Maro« und des Beza , in vielen alten Ausgaben stehen . Cric . Anm .
( B ) - - und eine Ausgabe des Irenas Gesners Auszug ist hier sehr gut . Man sieht hierinnm nicht nur , wo und in welchem Iah - re , nämlich >570 zu Genf , der Prediaer Gallars diese Ausgabe heraus - gegeben hat ; sondern auch worinnen sie von den andern unterschieden ist .
( C ) Man wird hier unten die Iahr^ahl etlicker von seinen Sckriften sehen . Z Im >545 Jahre , hat er einen kleinen Tractat Cal - »ins über das h . Nachtmahl in« Lateinische übersetzet , der 1540 herauSgekom - men war . Gallars ist damals Prediger der Kirche zu Genf gewesen . Beze , Pre'f . du Comment . de Calvin , für Jofue , p . m . 10 . Einige Zeit
geschrieben , und hernach ins Lran ) 6sisclie übersetzt , die im i ; 6t Jahre gedruckt worden , da er ft'cb in London aufgehalten , und seinen Siy daselbst gehabt . Cr hatte gesagt , daß N . Des Gallars , Prediger der französischen Kirche zu Sonden in England gewesen wäre . Wenn sich la Croir Du Maine , wird man mir sagen , nicht in der Zeit kriegt , so ist es wahrscheinlich , daß hier zween Prediger sind ; denn Nico - laus Des Gallars ist 1560 zu Genf , ( die Zueignungs'chrift feiner Ausle« gung über das 2 B Moses , ist zu Genf in diesem Jahre unterschrieben ) und in Frankreich 1561 , zur Zeit des Gespräches von Poißi , gewesen . Ich antworte , daß dieses nichts beweist . Dieser Prediger ist im i>6o Jahre nach London geschickt worden , um daselbst eine französische Kirche aufzurichten . Dieß ist gewiß , uud hindert nicht , daß Gallars nicht ein Jahr darauf in Frankreich bey dem Gespräche zu Poißi gewe , sen . Beza , Hift . Ecclrf Liv . IV , p . 490 , setzet ihn unter die reformirten Prediger , die sich bey dem Gespräche zu Poißi befunden haben . Eodem tempore quum non pauci pii Galli , poft Mariae reginae mortem , fin . gulari SerenifRmae reginae Elizabetnae pietate et humanitate freti , in Angliam refugerent , peterentque reuerendi viri Edmnndi Grindalli Eptfcopi Londinenfis aflenfu , vt Geneua mitteretur , qui EcclefiamGal - licam illic conftitiicref , niifliis eft eo Nicolaus Galafms , familiaridimm a multis iam annis Caluini Collega , et cuius plurimum opera in ex - eipiendis diflatis vtebatur . Sed Caluino nihil antiquius Ecclefiarum aedificatione fuit , Beza , in Vita Caluini , aufs 1560 Jahr .
GMlÜÄl ( Leonore ) die Gemahlinn des Marschalls von Ancre , ist die Tochter eines Tischlers , und der Amme der Maria - on Medicis aewesen " • Diese Prinzeßinn liebte sie zärtlich , und nahm sie mit nach Frankreich , als sie dahin gieng , sich mit Heinrichen dem TV tu vermählen . Galligai regierte diese Königin» , unter dem Titel ihrer Kammerfrau , nach ihrem völli - gen Gutdünken Sie war erschrecklich häßlich , besaß aber unendlich viel Verstand . Sie heirarhete den Concino Concini , ei - nen Bedienten derselben Königin» , und erlangte mit ihm ein erstaunenSwürdiges Glück . Es war unter ihnen eine stärkere Verknüpfung des Eiaennußes , als der Freundschaft ( A ) . Sie unterhielten die Uneinigkeit zwischen Heinrichen dem IV und der Königinn denn ihre Kunstgriffe und Zeitungsträgereyen sind Ursache an der Übeln Haushaltung gewesen , die Heinrichen U 23anb . Bbbb dem

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