Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9491

55a Fulginas . Fulvia .
0 ) Patrimonii auiti atnpliflimi adminiftratione deieöus eft , vnde moerore contraflo in melancholiae morbtim mcidit , quo fere tota vita confliöatu» eft . Thuan . Libr . LXXX , zu Ende , b ) Infignem Bibliothccam mille aliquot voluminibiis manufcripti» Graecis , Latinis , Hebraicis , fpedtatiflimam . Gruterus , Chron . Ecclef . Libr . II , pag . >Zo6 . c ) Melch . Adam , in Vit . Medicor . p . 234 . < / ) Melch . Adam , in Vitis Philof . pag . 305 . - ) Thuan . Libr , VI , pag . 118 . / ) Siehe den Herrn Pellisson , im Traite de la Tole - rancc des Religions , pag . 96 . der Zusätze , und oben die Anmerkung ( A ) .
( A ) Er rvar aus einer rvegen ihres Alters und Reichthuma sehr ansehnlichen Familie . Z Man sehe die Zusätze des Moreri unter dem Worte Fouckers , und oben die Anmerkung ( LL ) bey dem Arti« kel Carl der V . Thuanu« im V B . aus der 99 0 . Key mir , erzählet , daß , als dieser Kaiser im >548 Jahre , die Regierung in Augspurg ver - ändert , er unter den Familien , welche künftig das Nathsherrnamt beklei - den sollten , die Lugger bemerket hat . Hier Ist dasjenige , was der Abt Boisot dem Pellisson zu erkennen giebt , da er ihm die Abschrift eines Briefes überschickt hat , der aus den Nachrichten des Cardinals von Granvelle gezogen war : Derjenige , der ihn geschrieben hat , ist ei - ner von Ven Fuggern , ven berühmten und berufenen - Handels - leuten aus Augspurg gewesen , die an Ansehen undprackt wenig von denjenigen unterschieden sind , die eine allgemeine - Handlung , Sie nichts als edles und große Reickrhümer ; ur Begleitung hat , öfters ; u den hocksten bürden in den Republiken erhoben hat . Dieser hier hat einen großen Briefwechsel mir dem Cacdinale unterhalten , und ihm öfters gute Nachrichten gegeben . Pellisson , Traite de la Tole'raxice des Religions , pag . 95 . in den Zusätzen . Ra - belajs , wenn er an den Bischof von MaillezaiS von Rom im > ; z6 Jahre schreibt , saget , daß nack denen Lourgues ? u Augspurg , Philipp Stroßi , für den reicksten Raufmann der Chrisrcnbnc gehalten werde . Rabel . Epitr . pag . 9 . Hier ist nun auch die historische Note , die über diese Worte des Rabelais gemacht worden . . . Die Familie der „ Foucres oder Fuggers , Fuggerana , ist itzo sehr ansehnlich in Deutsch - „ land , in dem Gebiethe von Costnitz , wo sie die Baroneyen , Kirchberg „ und Weißenhorn besitzt . Ihr erster Sitz ist in der Stadt Augspurg „ gewesen , und sie sind daselbst , vor ungesähr 150 Jahren , die allerreich - „ sten Handelsleute in Deutschland gewesen . Sie sind im 1510 Jahre „ durch des Kaisers Gnade in den Personen des Raimund Fuggers , rons von Kirchberg und Weißenhorn , und des Anton Fuggers , mit „ der Freyherrnwürde beehrt worden ; welcher zum Enkel Jacoben , den „ Bischof und Fürsten von Costnitz im 1604 Jahre gehabt . Den mei , „ sten Glanz hat diesem Hause gebracht , daß es sich mit den besten Häu - » . fern in Deutschland verschwägert hat , nämlich mit den Grafen von „ Zollern , von Schwarzenberg , von Eberstein , von Königseck , von Mont - „ fort , von Oellingen , von Truchse« , denen Freyherrn von Madruee , „ denen Grafen von Lodron , und andern , welche die ansehnlichsten in „ Bayem sind . „ Hippolithus a Lapide , de Rat . Stat . in Imp . Germ . Part . II , cap . VII , Seö . VIII , pag . m . 458 . beobachtet . daß die Fugger mit dem Grafentitel beehrt worden , aber nicht eher als im , ; «» Jahre in der Reichsmatrikel erschienen . Ich habe ein deutsches Buch gesehen , im >6 - o Jahre gedruckt , welches die Kupferstiche der Personen dieser Familie , so wohl Männer als Frauen , mit einer kleinen Historie von einer jeden enthält . Der erste , von welchem darinnen geredet wird , ist Jacob Fugger , der alte genannt . Er ist den >4 März 1469 gestorben .
Alle Geschlechtregisterschreiber von Deutschland gedenken dieser großen Familie . Man bekennet ohne Schwierigkeit , daß sie von einem Weber entsprossen , der das Bürgerrecht im 1370 Jal>re zu Augspurg erhal , ten , * und aus einem Dorfe Geggingen , eine halbe Meile von diejer Stadt , gewesen . Cruf . Part . III , Annal . Suev . Libr . V , cap . IX , beym Magir , Eponym . pag . 366 ,
* Siehe Hofmannen im III Bande seines Wörterbuchs auf der 773 S . Ich kann dasjenige mir dem deutschen Buche nicht vergleichen , was er von dem Jacob Fugger , dem Sohne eine« Webers , saget . Er machet ihn zum Rathe , Maximilians des I . Das deutsche Buch setzet seinen Tod ins 1469 Jahr . Und Maximilian ist erstlich im >49Z Jahr« Kaiser geworden .
( B ) Seine Grabschrift bezeuget , daß er unbeweglich geblie , ben , und daß er von seinem Bruder geerbt habe . ) Hier ist dasjenige , was man hierinnen versichert : der Leser mag davon glauben , was er will ; denn die Freunde der Verstorbenen machen sich über einer kleinen Freundschaftslügen kein Gewissen . Apud Fridericum III , Ele - öorem Palatinum forttinam conftantia et aequanimitate fuperauit . Suis interea reftitutus , fraternis quinetiam bonis auöior , eundem in re lauta , quem in afflifta , vultum animumque retinuit . Siehe den Teißier , Eloge ? , Tom . II , pag . 4 .
( C ) Man hat XPolfm die Vorsorge über die berühmte bliothek des ) . I . Luggers aufgetragen . ] Wolf hat griechische Verse gemacht , ivorinnen er bezeuget , daß dieser Büchersaal , der mit so vielen Büchern versehen wäre , als der Himmel Sterne hätte , der Ort wäre , wo er ganze Tage mit Sammlung der Blumen und Früchte zu feiner Belustigung und Unterweisung zubrächte , und daß er denselben allen andern vorzöge :
AVrt ( iiv Jy itkyrui itlgifUM
uxx«< ? fyv , ft / Jttfj Kfs / rreva T'jv & e ( puB .
O Fuggere , tuam , prae cunftis , Bibliothecarn Hanc amo , nam votis maior et iila meis .
Script , public . Acadein . Witteb , Tom . III , folio 121 . beym LohmeieH» de Biblioth . pag . 598 .
( D ) Sie hatten viele Alterthümer . ] Raimund Fugger hat nicht» gespart , einen guten Vorrath davon zusammen zu bringen : er ist ein Kenner und Liebhaber der Alterthümer gewesen . Narrabatur vera nobis ex toto propemodum orbe conueöa fuisse ea veturtatis monu - nienta , praeeipue tarnen ex Graecia atque Sicilia . Adeo nullius furntus Raimundum poenitet ob amorem , quem litterarum minim# expers erga antiquitatem gerit , modo poflit talibus rebus potiri . Id quod vere nobileni et generofum hominis animum oftendit . Beatus Rhenanus , beym Goldast , Centuria Epift . Philolog . pag . 212 .
FulgMa6 , oder von FulglNtl ) ( Sigismund ) ist unter die Gelehrten des XV Jahrhunderts gerechnet worden . Er hat die Historie seiner Zeiten geschrieben . Felinus verweiset " in dieselbe , wegen der Streitigkeiten Sixtus des IV , mit Ferdinanden , Könige von Neapolis . VoßiuS hatte die Zeit , darinnen Fulginas gelebt hat , besser aus dieser Ansüh» rung wissen können , wenn er an das I Cap . des VI B . der Gcnialiuu» dierum Alexanders 'ab Alexandra gedacht^ hatte . Man erfährt darinnen , daß dieser letztere von seiner Jugend an mir dem Fulginas , einem gelehrten Manne , große »freund - schaft gehabt , der von den Päbsten sehr gebraucht worden , und der von seinen Geschafften so viel Zeit abgebrochen , als er nur gekonnt , um gute Schriften zu lesen , und die Jahrbücher seiner Zeit zu schreiben . Der Begriff , den man uns von feinem Reichthume und Tische machet , ist sehr klein ( A ) , und seinem Geiste und seiner Wissenschaft gar nicht gemäß . Er hat lateinische Verse auf den Tod des Bartholomäus Platina gemacht , wo er den Titel eines apostolischen Secretars an» nimmt . Man hat sie zu Ende der Werke des Platina , der im 1481 Jahre gestorben ist , angedruckt . Ich bemerke eS nur darum , damit meine Leser desto besser wissen können , zu welcher Zeit FulginaS in der Welt gewesen . Er ist den bliothekschreibern wenig bekannt .
Er ist im 1511 Jahre noch am Leben gewesen . Dieses erhellet aus einem Briefe , den Bembus an ihn geschrieben hat . ES ist der dritte des V Buches . Der vorhergehende Brief , unter dem 25 des Wintermonats 1510 geschrieben , zeiget , daß Fulginas in Julius des II Diensten , und einer von den Vornehmsten unterredenden Personen , in den : Gespräche de« Bembuö de Vrbini Ducibus gewesen .
<0 Epitome de Sicil . et Apiü . Regibus , cap . XXIX , und nicht XXXIX wie VoßiuS , de Hift . Latin . P . 661 . angeführt hak .
( A ) Der Begriff , den man uns von seinem Reichthume und von seinen» Tische giebr , ist sehr klein . ' ! Man urlheile davon aus diesen Worten Alexanders ab Alexandra , Genial , vier . Libr . VI , c . I , p . M . ZK> , 392 . Nonnunquam in fuo praediolo in monte Ianiculo , miro profpechi et colhbus amoeno , vbi aediculas habebat , cum amicis fe recipiebat , lbique lepidis iueundisque fermonibus , id quod erat laxamenti , vna familiariflime conferebat . Praeftabat quam nobis ipfe coenulam , vt non nimis infolentem , fic profefto
fobriam et modeftam , ac temporibus confentaneam : et vt erat ipfe comis , facilisque natura , ita facilem nobis viftum , non ex - quifitis valde obfoniis apparabat ; liquidem afparagos altiles acido vino et pipere conditos cum iufeulo tepidulo , ac ferculum curbitae , cum immatura vua ibidem expressa , et deco & a largo fucco , quibus perlibenter vefeebatur , obfonia nobis exhibebat s addebat etiam pyrum pomumque perficum , miro odore fragrantia . Poll coenulam etc .
Fulvich eine römische Dame , welche die Verschwörung des Catilina entdecket hat . folgenden Artikels .
Siehe die Anmerkung ( D ) de»
Fulvia , die Gemahlinn des Marcus Antonius , hatte nichts von ihrem Geschlechte an sich , als den Körper denn ihr Geist und ihre Herzhastigkeit , haben nichts , als den Krieg , und die öffentlichen Geschäffte , geliebt . Nach der Schlacht bey Philippis , die vom OctaviuS und Marcus Antonius über den Brutus und Caßius gewonnen wurde , gieng dieser letztere nach Asien , die nöthigen Anstalten im Morgenlande zu machen : OctaviuS kam bey seiner Zurückkunft nach Rom mit der Fulvia geschwind in Streit , und konnte diesen Zwist nicht ohne den Degen beylegen . Diese Frau ergriff die Waffen , uud reizte den Lucius Antonius , ihres Gemahls Bruder , dieselben zu ergreifen ( A ) . Diese Ergreifung der Waffen war nie«
— - f - » c - ' - - ' ' worauf Fulvia nach Grie -
ieß
DWD r_ egt
Sie hatte zween Ehmanner gehabt , ehe sie'sich mit dem Marcus Antonius vernwblr' : der erste war Clodius , dieser große
manden vortheilhaft , als dem Ottaviuö , der einen vollkommenen Sieg über seine Feinde erhielt ; n chenland gieng . und daselbst an einer Krankheit starb , die ihr der Verdruß verursachet hatte ( B ) . Söhne K Die weiblichen Leidenschaften hatten Theil an dem Kriege gehabt , den sie wider de»
T _ T N . Sie hinterließ zween
dem Kriege gehabt , den sie'wider den OctaviuS erregt ( C ) . . . . . . „ _ Marcus Antonius vermählt : der erste war Clodius , dieser große
und geschworne Femd des Cicero , und der andere Curio , der bey Cäsars Partey , in Africa , vor der pbarfalifchen Schlacht ,
war erschlagen worden . Es ist nicht wahr , daß sie —' * V - ^ c' "
«n der Zunge des Cicero ihrer Rache eine Genüge
sie mit dem Catilina verheirathet gewesen ( D ) . Sie hatte die Freude , je ju thun ( E ) , die ihren ? ersten Gemahle in den philippischen Reden so
sehr

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